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Und plötzlich war alles vorbei?!


Winkyli
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Hallo zusammen,

ich sitze hier und möchte meine traurige Geschichte erzählen. Ich hatte eine schöne problemlose Schwangerschaft, alles verlief toll. Bis zu dem Tag, als ich keine Bewegungen mehr gespürt habe (35+4 ssw). Am Vormittag habe ich mich hingelegt und bin eingeschlafen. Als ich aufwachte, habe ich angefangen zu weinen und rief meinen Mann an. Unter Tränen habe ich ihm alles erzählt. Danach rief ich meine Hebamme an, die 20 Minuten später bei mir war. Sie suchte die Herztöne von meinen kleinen Sohn, aber da war nichts mehr. Ich fuhr dann ins Krankenhaus und die 3 Ärzte suchten vergeblich nach Lebenszeichen von meinem Krümel. Die Tragödie fing an als die Oberärztin anfing mit dem Kopf zu schütteln. Es durfte nicht war sein. Ich habe geweint und geschrieen, sie sollen etwas unternehmen, um mein Baby zu retten. Aber sie sagten mir, es sei alles zu spät. Ich konnte es nicht glauben, mein kleiner Engel hat sich einfach so von uns gestohlen. Das schlimme ist, dass meine Ärztin mir am Vortag gesagt hat, dass alles in Ordnung wäre. Und nur knapp 24 Stunden später ist alles anders. Er war unser Wunschkind und wir haben lange auf ihn gewartet. Ich fühle mich so vom Leben betrogen. Man hat mir gesagt, ich hätte nichts dagegen machen können. Bei der stillen Geburt hat sich heraus gestellt: er hatte einen echten Nabelschnurknoten und drei mal die Nabelschnur um den Hals. Der Knoten war die Ursache, dass er nicht bei mir ist. Und ich weiß noch, dass ich am Anfang der Schwangerschaft noch Angst davor hatte.

Wie so hat er das gemacht? Wollte er uns nicht als Eltern? Ich habe auf ihn geachtet und ihn geliebt. Er fehlt mir so sehr.

Das ist meine Geschichte. Es sind 2 Monate her und ich weine immer noch jeden Tag.

Winkyli

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Guest Lorelai

Oh mein Gott Winkyli, ich kann garnicht glauben, was ich da lese! :(

Wenn ich daran denke, wie ich mich in der 35ten Woche gefühlt habe, wie sicher ich war, dass alles gut gehen wird, dann wird mir ganz anders!

Man denkt, man hat die "gefährlichen" Wochen hinter sich und fiebert schon dem Geburtstermin entgegen!!!

Und dann so ein Schock, von heute auf morgen! ich kann garnicht sagen, wie Leid mir das alles für dich tut!

Ich schicke dir all meine Kraft und hoffe, dass du hier im Forum vielleicht ein wenig Trost finden kannst. Hier sind unglaublich viele nette Menschen, die dir mit ihrer Erfahrung sicher weiterhelfen können, und dir Hoffnung machen können, dass du deinen Schatz irgendwann gehen lassen kannst!

Ich denke an dich, und wenn ich dir irgendwie helfen kann, melde dich bei mir!

Fühl dich gedrückt,

Lore

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Guest sandra82

Hallo Winkyli,

es tut mir so leid, dass das passiert ist. Du darfst nicht denken, dass Dein Sohn nicht bei Euch bleiben wollte. Das glaube ich nicht. Ich denke, dass er bestimmt gespürt hat, wie sehr ihr ihn liebt und wie sehr ihr euch gefreut habt. Und er hat euch auch geliebt und liebt euch immer noch. Wir wissen nicht, warum solche Dinge geschehen, wir können nicht begreifen, dass wir eigentlich Leben und unsere Liebe schenken wollen und doch nicht dürfen.

Seltsamerweise findet die Gradwanderung zwischen Leben und Tod schon ab der ersten Sekunde statt. Ein kleiner Schritt und es ist vorbei. Niemand kann dir die Frage nach dem Warum beantworten. Man kann nur lernen, mit dieser Frage zu leben. Bei mir sind es jetzt 3 Wochen her, seit ich meine Tochter verloren habe. Oft habe ich das Gefühl, nicht weiterleben zu können. Ich frage verzweifelt nach dem Sinn und verstehe es nicht. Und dann habe ich auch wieder das Gefühl, dass ich irgendwie etwas daraus lernen kann. Und vor allem glaube ich ganz fest, dass mein Kind bei mir ist und mich nicht ganz verlassen hat.

Ich weiß nicht, ob meine Gedanken Dir helfen oder ob sie Dir gerade jetzt absonderlich und bescheuert vorkommen. Ich will nur sagen, dass Du, egal wie allein Du Dich im Moment fühlst, nicht alleine bist. Hier sind so viele, die wissen, was es heißt, ein Kind zu verlieren.

Und vielleicht hat ja irgendjemand etwas zu sagen, das Dir besser hilft als meine Worte.

Trotzdem drücke ich Dich fest.

Sandra

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Hallo Du,

Das tut mir total leid für dich. Ich habe meinen Sohn in der 23. Woche verloren und das war schon schlimm genug, aber es gibt immer eine Steigerung, so schlimm es ist. 35.Woche, wo man meint, man hat es fast geschafft und jetzt kann nichts mehr passieren und dann das. Was kann dich jetzt noch trösten? Ich glaube nicht, dass euer Sohn das so gewollt hat, ganz bestimmt nicht. Aber manchmal passieren Dinge auf der Erde, wofür es keine Erklärung gibt. Und es tut weh, und das wird auch noch ein Weilchen dauern, aber es wird besser. Ganz langsam. Weine ruhig, das tut gut und das hilft.Ich habe auch ganze Sturzbäche geheult, wo ich mich manchmal gefragt habe,wo die nur herkommen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, die schlimme Zeit zu überstehen und dass bald eine bessere Zeit für dich kommt.

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Vielen lieben Dank an euch.

Es ist gut zu wissen, dass man verstanden wird und nicht allein ist mit der Trauer. Die Menschen wollen es gar nicht hören, wenn die Antwort kommt: mein Baby ist gestorben.

Wir hatten alles für ihn da. Ein neuer Kinderwagen, eine Babywiege und natürlich auch die kleinen niedlichen Strampler und Mützchen. Jetzt steht alles leer. Und wofür?

Ich dachte bis vor kurzem alles hat irgendeinen Sinn, nur welchen Sinn hat der Tod meines Babys?

Meine Freundin hat mir von Seelenwanderung erzählt und dass die Seelen auf unserer Erde gewisse Erfahrungen sammeln müssen, um weiter ziehen zu können. Sie meinte, dass wahrscheinlich mein Baby die Erfahrung gebraucht hat, dass wir es geliebt haben und die Seele erwartet und gewünscht gewesen ist. Das hat mir auch etwas Trost gespendet.

Schöne Grüße

Winkyli

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Hallo Winkyli!

Auch mir tut es sehr leid, was euch passieren mußte!

Auf das Warum werden wir wohl alle nie eine Antwort bekommen. Leider, oder wer weiß, vielleicht ist es sogar gut so.

Du hast recht mit dem, was du geschrieben hast: Die Leute wollen es nicht hören. Entweder wird sofort das Thema gewechselt, oder die Leute drehen sich verstohlen zur Seite. Sie tun alles, nur um nicht mit einem sprechen zu müssen. So kam es mir zumindest immer vor. Es wird einfach totgeschwiegen. Und dadurch wird es einfach nur schlimmer.

du hast geschrieben, daß deine Freundin dir sagte, daß die Seele vielleicht diese Erfahrung machen wollte, oder mußte, um weiter zu ziehen. Genau das Gleiche haben mir meine Psychologin und auch meine Frauenärztin unabhängig voneinander gesagt. Dieser Gedanke nimmt den Schmerz nicht, aber für mich macht es ihn ein Stück weit erträglicher. Ich hoffe für dich auch.

Sei dir gewiß, daß wir dir hier immer zuhören und immer für dich da sind.

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Liebe Winkyli!!

Ich verirre mich eigentlich selten hier her,weil diese Schiksale immer soo traurig sind. Auch bei Deinem Bericht musste ich weinen...

Und ich bin gerade in der Zeit 35+3!

Ich würde Dich so gerne trösten,aber wie kann man das??? Ich wünsche Dir und Deinem Partner ganz viel Kraft das Geschehene zu verarbeiten. Und ich bin ir sicher irgendwann wird auch für Euch die Sonne wieder scheinen. Bitte mache Dir aber keine Vorwürfe,nach dem Motto,euer Baby hat sich nicht geliebt gefühlt.

Ich bin mir ganz sicher,dass er sich geliebt und geborgen gefühlt hat.

Ein WARUM kann man leider nicht beantworten. Viele Menschen meiden dieses Thema,glaube ich,weil sie nicht wissen,wie sie damit umgehen sollen. Das soll keine Entschuldigung sein. Es ist auch wichtig ,dass Ihr mit Eurer Familie,Freunde usw.darüber reden könnt,wenn Ihr das Bedürfnis danach habt.

Ich finde in so traurigen Situationen gibt es einfach nicht die richtigen Worte!

Ich drücke Dich ganz doll! Kricheline

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Liebe Kircheline,

ich danke dir für die tröstenden Worte. Ich wünsche dir, alles alles Gute und dass du sowas nie erfähst. Es ist ganz schreklich.

Ich verstehe es nicht, dass manche Frauen es nicht zu schätzen wissen, dass ein Leben so viel Wert ist. Gestern habe ich wieder im Radio gehört, dass ein kleines totes Baby gefunden wurde. Wieso werfen die Leute die Kinder so einfach weg, die können doch nichts dafür und ich hätte so gerne eins.

Bitte achte auf dich und dein Kleines. Geniesse jeden Tag.

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Guest Lady Sunlight

Oh mein Gott, dass tut mir so wahnsinnig leid für dich!!! :(

Mir fehlen die richtigen Worte dafür...

Wie du auch sagst, dass es so viele gibt, die ihre Babys umbringen- ich versteh es auch nicht und dir passiert sowas obwohl du dir das so sehr gewünscht hast! Ich weine mit dir und zünde eine Kerze für dein kleines Sternchen an!

Fühl dich ganz lieb gedrückt...

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Lass dich trösten. Fühl dich gedrückt und gestreichelt. Ich weine auch ständig. Das tut mir gut.

Höre nur auf dein Gefühl und lass dir nichts einreden. Als mama macht man schon instinktiv vieles richtig. Folge deinem Instinkt, du weißt am besten was für dein Baby gut ist.

viele Knüdeleinheiten

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Liebe Winkyli,

ich habe eben hier her gefunden,weil der eigentliche ET meines allerersten Babys am 2.April gewesen wäre(1996) und kurz vor diesen Tagen denke ich immer ganz besonders intensiv an meine Sternchen.

Dein Beitrag liess mir auch die Tränen in die Augen schiessen.

Mir fehlen die Worte:

Nur soviel:ich wünsche dir alle erdenkliche Kraft ,um diesen Schicksalsschlag zu verkraften.

Fühle dich von mir ganz ganz fest in den Arm genommen und gedrückt.

Lass vor allem deine Trauer zu!!!

Und schreibe es dir hier auch von der Seele-

hier sind Frauen, die dich verstehen.

Ich bin jemand,der sowieso schon immer durch die FG-Erfahrungen sehr ängstlich an die Schwangerschaften herangegangen war-

bis zum allerletzten Tag und noch während der Geburten hatte ich so grosse Angst:

ist das Kind auch wirklich gesund?

Geht alles gut?

Diese Angst spielt auch sicherlich eine grosse Rolle, dass ich keinen Kinderwunsch mehr habe.

Von der "Reihenfolge" her, wäre nämlich wieder eine traurige SS "angesagt"(rein vom Gefühl her,weil bei mir FG,KInd sich abwechselten) und das möchte ich nicht mehr auf mich nehmen.

Ich habe die Kinder nie so spät wie du verloren, aber denke schon,dass ich mir zumindest vorstellen kann, wie entsetzt,geschockt,unendlich traurig und wie ich schlicht am Rande des Wahnsinns wäre.

Früher hiess es oft:

"Bei einer Geburt steht man mit einem Bein im Grab"

Das hört sich unheimlich schaurig an und pessimistisch-

aber bei all den modernen Errungenschaften und den SS und Geburten die ganz problemlos verlaufen, gehört halt wirklich Krankheit und Tod zu diesem Lebensabschnitt oft dazu.

Oft wird dieses einfach verdrängt.

Von der Gesellschaft und den Familien selbst.

Aber ich habe nicht umsonst besonders an den Taufen meiner beiden Mäuse "Rotz und Wasser" vor der gesamten Gemeinde geheult,weil Leben ein wirkliches Geschenk ist.

Nichts selbstverständliches.....in diesen Momenten des allergrössten Glücks habe ich auch immer an meine verlorenen Kinder gedacht.

Ich habe mir lange das 3-D-Bild deines Kindes betrachtet-

es macht alles so zum Greifen nahe.

Du hast lange seine Bewegungen gespürt.......

Die Nabelschnur war lange Zeit eure Verbindung-

dadurch lebte das Kleine,wurde versorgt über dich und dann dieser tödliche Knoten drin.......

Frühere gute Freunde meines Mannes hatten bis zur Geburt ein kerngesundes Kind, das sich dann unter jener die Nabelschnur zwischen Kopf und Fäustchen selbst abklemmte.... Max kam tot zur Welt,wurde dann erfolgreich reanimiert, ist heute aber schwerstbehindert.

Frühere Freunde,weil sie sich dann mit dem kranken Kind total abkapselten und kein Rankommen mehr möglich war.

Sie hatten dann nochmal den Mut,ein Kind zu bekommen-

per KS kam eine Tochter dazu(gesund) und seitdem sieht man die drei öfters spazieren gehen und sie sehen glücklich aus(Max ist bettlägerig-weshalb ich das Kind noch nie gesehen habe)

Liebe Winkyli,ich an deiner Stelle müsste sicherlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Wirst du mit deiner Trauer und deinem Schock begleitet?

Wünsche dir und deinem Partner alles Liebe und vor allem viel Kraft!!!!!

LG,Marion

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Hallo ihr lieben,

ich habe wieder mal zu spüren bekommen wie unverständlich die Menschen reagieren. Auf der einen Seite soll ich mich endlich damit abfinden, dass mein Engel nicht da ist und soll aufhören zu trauern und so tun als wäre nichts passiert. Auf der anderen Seite soll ich noch auf gar keinen Fall an ein weiteres Kind denken, ich kann doch nicht jetzt schon mit meinem Mann anfangen zu basteln, da unser Kind doch vor kurzem gestorben ist. Die Leute verstehen auch gar nichts. Ich bin froh, dass es euch gibt und ihr mich versteht. Danke Schön!!:kuesschen:

Dass ich mir weitere Kinder wünsche, heißt für mich nicht dass ich mein Engel vergessen werde oder ihn weniger vermisse oder sogar dass ich aufgehört habe zu trauern.

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Hallo Winkyli!

Ich denke, wenn es dir und deinem Partner gut tut so schnell wie möglich wieder schwanger zu werden, dann ist es auch ok so. Bei mir war es ganz genau so. Und auch bei uns im Freundes- und Familienkreis wurde dafür von den meisten kein Verständnis aufgebracht. Aber die können ja auch alle gut reden, die stecken ja nicht in dieser Situation. Und schnell wieder schwanger werden, heißt ja auch nicht, sein Sternchen zu vergessen. Aber man hat dadurch wieder eine Perspektive und kann sich auf etwas Neues konzentrieren.

Ich drücke euch die Däumchen, daß du schnell wieder schwanger wirst.

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Wir haben uns auch dafür entschieden schnell wieder schwanger zu werden, wenn uns die Fä morgen das OK gibt.

Ich denke so eine Entscheidung kannst nur DU treffen, Du musst wissen wann Deine Seele, Dein Herz und Dein Körper wieder dazu bereit ist.

Was mich zur Zeit am meisten beschäftigt ist, wie ich auf die ständige und mittlerweile sehr nervige Frage " Wie geht es Dir/Euch?" reagieren soll.

Körperlich scheint alles i.O. aber seelisch ...

Und ich verweigere mich zu sagen mir geht es gut, möchte aber die Leute um mich rum auch nicht ständig belasten. Also kommt meistens keine Antwort.

Und nur weil man sich noch ein Kind wünscht heisst das ja nicht das man sein Sternchen vermisst. Mein Sternchen wird dann z.B. einfach ein grosser Bruder.

Lg Alexandra

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Guest sandra82

Die Frage kenne ich auch. Allerdings heißt es bei mir immer: "Wie gehts Dir- körperlich meine ich?"

Naja, wie solls mir da auch schon gehen? Gut? Keine Ahnung?

Soll ich sagen, dass sich mein Bauch so schrecklich leer anfühlt, dass ich vor Sehnsucht manchmal richtige Schmerzen habe? Wohl eher nicht.

Außerdem mache ich mir ständig Gedanken, weil ich immer noch nicht meine Tage hatte. Wie war das denn bei Euch? Ich meine, ich kann mir denken, dass der Körper Zeit braucht, um sich wieder auf "nicht schwanger" einzustellen, aber so ein bisschen beunruhigt bin ich einfach schon. Wenn Ihr darüber reden wollt, wäre ich über eine Antwort froh.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich gleich wieder schwanger sein möchte. Irgendwie ja und irgendwie nein. Am liebsten würde ich einfach da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Aber abgesehen davon, wenn ich da mal etwas in diese Richtung anklingen lasse, kommt vor allem von Freunden: das kannst du doch nicht machen, ist ja noch viel zu früh, der Körper muss sich erholen.... (die selbst nicht schwanger waren und keine Kinder haben).

Ich drücke trotzdem allen die Daumen, die es wieder versuchen wollen, schicke noch ein bisschen positive Energie mit und denkt dran: Was die anderen sagen, ist egal. Die werden das Baby auch nicht bekommen!

Liebe Grüße

Sandra

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Hallo,

bei mir war es nicht anders. Alle haben zu mir gesagt trauere erst mal und lasst euch Zeit. Du bist noch gar nicht bereit für ein Kind. Ich kann das nicht mehr hören. Mein Körper weiß es am besten! Und wie ich schon geschrieben habe, auch wenn ich jetzt wieder SS sein sollte, heißt das noch lange nicht, dass ich mein Krümel nicht mehr vermisse. Er fehlt mir immer noch so sehr, dass ich mich wundere, dass schon so viel Zeit vergangen ist und es ist immer noch nicht leichter geworden.

Manchmal bin ich hin und her gerissen wie ich meinen beiden Kindern gerecht werden soll. Der Große braucht mich hier im Leben und der Kleine eben drüben. Wie soll man das schaffen? Dann versuche ich an den Kleinen Briefe zu schreiben, damit auch er nah bei mir ist. Ich kann meinen Großen doch nicht im Stich lassen. Das wäre auch unfair und nicht gerecht. Ich liebe alle beiden.

Sorry, bin irgendwie vom Wesentlichen abgegangen.

Also ich hatte meine Regel sehr schnell bekommen. Und zwar schon ca. 25 Tage nach der Entbindung. Mein Wochenbett war aber auch ziemlich kurz nur 21 Tage. Die Hebamme meinte es wäre noch nicht die Regel aber genau 28 Tage später hatte ich sie wieder. Also ist es doch eine gewesen. Vermute ich, denn es ist auch möglich, ich habe mich erkundigt. Und wenn nicht dann etwa nach 2 Monaten. Dazu muss ich noch sagen, dass ich kein Milcheinschuss hatte, habe eine Tablette bekommen, worüber ich sehr froh bin. Das hätte ich nicht mehr verkraftet.

Ich denke, der Körper weiß am besten, ob er bereit ist oder nicht. So auch mit der Regel. Vielleicht ist es bei dir noch nicht so weit. Aber mach dir erst keine Sorgen. Die Regel wird schon kommen. Oder bist du schon Schwanger? ;)

Auch ich drücke uns allen die Daumen.

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Die Milcheinschussverhindernde Tablette wird wohl Dostinex gewesen sein. Soweit ich weiss bekommen das alle Frauen, auch welche die nach der Geburt nicht stillen möchten oder nicht können.

Hatte bisher nur vom 01. März bis zu ca. 12. März Wochenfluss. Seitdem kommt nichts mehr. Mir geht es aber gut kein Fieber oder Krämpfe, also dürfte es kein stauender Wochenfluss sein. Mla schauen was morgen meine FÄ dazu sagt.

Lg Alexandra

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hallo,

ich bin gerade auf deine Geschichte gestoßen und sitze mit Tränen in den Augen am PC.

Diese unglaubliche leere kann ich mir gut vorstellen, ich hatte zwar keine FG, aber unser Kind wurde per not KS in der 32 SSW geholt- da hat man ja eigentlich auch noch nicht mit dem Thema Schwangerschaft abgeschlossen und sich auf das Thema Geburt endgültig eingestellt.

Eigentlich finde ich es eigentlich eine bodenlose Frechheit, dir vorzuschreiben, wann du aufhören solltest zu trauern, oder anzufangen wieder Schwanger zu werden, oder andere schlaue Tipps, dein Leben und die Zukunft betreffend, zu geben.

Niemand kann in dich reinsehen, es können viele mit dir mitfühlen, einige können dich auch verstehen, aber NIEMAND sollte das Recht haben dir zu sagen was du in der Zukunft machen solltest.

Ich persönlich finde das ist eine Sache zwischen dir und deinem Partner. Ihr müsst mit der jetztigen Situation klarkommen, also solltet Ihr auf so blöde Kommentare, wie: ihr solltet aufhören zu trauern, oder andere schlaue Ratschläge pfeifen.

Das ist wahrscheinlich leichter geschrieben als getan, aber ich würde mich wahrscheinlich besser damit fühlen.

Also , alles liebe, bleibt stark ,lasst Euch nicht beirren, macht das was ihr für richtig haltet, denn das ist meistens genau das richtige.

Johanna

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Ich möchte euch erzählen, wie ich neue Kraft und etwas mehr Ruhe in mir gefunden habe.

Die Sorge, dass alles wieder in ein paar Tagen einbricht, ist aber sehr groß.

Ich habe vor ein paar Tagen eine tolle Erfahrung gemacht, die mich in meiner Trauerarbeit etwas vorwärts gebracht hat.

Wir sind für drei Tage an die Ostsee gefahren. Ich liebe das Meer. Da kann ich super viel Kraft sammeln und irgendwie in mich hinein gehen. Es beruhigt mich unheimlich und lässt mich inne halten.

Als wir los fuhren, haben wir uns noch von unserem Krümel auf dem Friedhof verabschiedet. Ich dachte, ich würde die nächsten Tage schlechtes Gewissen haben, dass ich ihn nicht besuchen kann, dass ich nicht für ihn da bin. Aber am nächsten Tag als wir uns zum rausgehen anzogen, saß ein kleiner Schmetterling auf unserem Koffer. Ich hatte das Gefühl, dass mein Kleiner bei uns ist. Man nennt die Sternenkinder auch Schmetterlingskinder. Mein Mann hat ihn dann in die Hände genommen und draußen fliegen lassen. Der Schmetterling flog aber nicht sofort weg. Er blieb noch etwas sitzen bei seinem Papa auf der Hand und dann flog er weg. Wir haben ihm alle zum Abschied gewunken. Den Tag darauf, haben wir wieder den gleichen Schmetterling gefunden. Diesmal nicht auf dem Koffer sondern auf der Gardine. Dieses mal habe ich ihn genommen und nach draußen getragen. Auch dieses mal blieb er noch eine Weile auf meiner Hand sitzen und wir verabschiedeten uns von ihm, als er weg flog. Mein Mann meinte dann zu mir: Nun weißt du, dass unser Kleiner immer in unserer Nähe ist“. Das hat mir unheimlich geholfen und mich erfreut.

Ich musste auch nicht mehr so weinen, als ich den Tag darauf wieder auf dem Friedhof kam und sah, dass mein Krümel eine neue Freundin bekommt. Das erste mal habe ich eine ganze Woche geweint, weil ich irgendwie das ganze noch mal von vorne durchlebt habe.

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Hallo ihr Lieben,

immer wieder drehe ich mich im Kreis. Meine Gedanken springen mal auf „ja, wir wollen noch ein Kind“ und „nein, mach dir nicht zu viel Hoffnung.“ Ich trauere meinem Geburtserlebnis nach, denn keiner fragt danach, ob die Geburt leicht oder schwer war. Keiner sagt einem; du hast es gut gemacht, ich bin stolz auf dich. Dann meine Hochzeit, genau eine Woche vorher. Wenn ich mir die Bilder anschaue, denke ich, da war er noch am Leben. Ich hatte da schon sehr großen Bauch und mein kleiner ist auf jedem Foto präsent. Und genau eine Woche nach der Geburt hatte ich Runden Geburtstag. Da habe ich so was zu hören bekommen, du wirst noch viele Geburtstage haben. In so kurzer zeit wurde all das um mich herum so nichtig.

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Guest sandra82

Hallo Winkyli,

ich verstehe Dich gut. Ich bin auch hin und hergerissen. Auf der einen Seite möchte ich ein Baby haben, auf der anderen Seite möchte ich aber genau DAS Baby haben. Vor kurzem haben wir uns Fotos angeschaut, die mein Freund von meinem Bauch gemacht hat. Oder Bilder von Weihnachten, da war sie da.

Der Schock ist so groß, es ist ein Bruch, ein Vorher und Nachher. Dann denke ich an die Geburt, wie glücklich ich war, als ich mein Baby im Arm halten konnte. Die Bilder verfolgen mich und trösten mich. Je nach Tagesstimmung.

Vielleicht ist es wirklich so, dass Du auch noch Zeit brauchst. Mittlerweile denke ich, dass eine erneute Schwangerschaft bestimmt ein Trost ist, aber sie verdeckt die Trauer um Celia nicht. Und so ist es vielleicht bei Dir auch?!

Jemand hat einmal zu mir gesagt, dass die Trauerzeit so lange dauert, wie ein Mensch bei einem war, sei es in einer Beziehung oder eben einer Schwangerschaft. Bei mir sind das dann fünf Monate. Dann heißt es nicht, dass danach alles wieder Friede Freude Eierkuchen ist. Aber vielleicht kann ich dann den Schmerz besser verkraften.

Ich gehe jetzt zu einer Beratungsstelle. Eine "Ersatztherapeutin", sozusagen, weil man da leichter Termine bekommt. Eine Stunde hatte ich schon. Es hat viel aufgerissen, aber ich glaube schon, dass es mir helfen kann. Vielleicht kannst Du Dir das ja auch einmal überlegen. Und ein Buch kann ich Dir noch empfehlen: Gute Hoffnung, jähes Ende von Hannah Lohtrop. Sie beschreibt auch gut die einzelnen Trauerphasen und gibt Tipps, was man während dieser Zeit machen kann.

Wir haben uns überlegt, dass wir uns noch ein bisschen Zeit lassen, bevor wir es wieder richtig versuchen, so weh das auch tut. Das ist dem anderen Baby gegenüber auch fair, denke ich. Ich muss so weit sein, dass ich mich darauf freuen kann, ohne alles mit Celia zu vergleichen.

Wieder ein langer langer Kommentar, ich weiß, ich schaffs einfach nicht kürzer. :rolleyes:

Aber das heißt alles nicht, dass das die ultimativen Rezepte sind.

Ich denke, Du musst auf Dich hören, oder Ihr auf Euch, besser gesagt. Dann wisst Ihr, was richtig ist.

Ich drück Dich fest.

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Liebe Winkyli,

es tut mir sehr leid, was Euch passiert ist. Auch ich habe 4 Sternenkinder; das letzte erst vor kurzem (22.03.) in der 18.SSW. Daher kann ich sehr gut nachvollziehen, wie es Dir geht. Gerade wenn man das eigene Kind zu einer Zeit verliert, wo man doch eigentlich davon ausgehen sollte, dass die "kritische Zeit" vorbei ist.

Lass Dich gedanklich ganz doll drücken. Ich wünsche Euch viel Kraft und dass Euch so etwas schlimmes nie mehr passiert.

Liebe Grüsse

Gisela

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Ich danke euch.

Es tut mir wahnsinnig leid. Ich hoffe ihr könnt das besser verarbeiten wie ich, denn bei mir nimmt der Schmerz einfach nicht ab. :(

Ich habe auch das Buch zu hause von Hannah Lotrop. Ich habe es fast schon ganz durch gelesen, aber irgendwie hilft mir das nicht wirklich. Ich habe mir gestern noch eins bestellt, da soll der Verlust eines Kindes auch aus der religiösen Seite betrachtet werden. Ich lass mich überraschen.

Manchmal habe ich den Gedanken, dass keiner meinem Stern auf der Erde Platz gemacht hat. Als ich geboren wurde ist meine Oma gestorben. Also hat sie für mich Platz gemacht. Als mein großer auf die Welt kam ist unser Nachbar gestorben und machte auch den Platz frei. Bei meiner Freundin war es auch so. Als ihr kleiner sich auf den Weg machen wollte, ist ihre Oma von uns gegangen. Bei meiner Cousine war es nicht anders.

Kann es sein, dass eine Seele einer anderen den Platz auf der Erde überlassen muss? Und für meinen Stern wurde kein Platz frei?:traurig:

Zur Zeit bange ich, dass meine Mens nicht kommt. Wir wollen noch ein Baby. Wir sind der Meinung, dass wir mit einem toten Kind nicht aufhören wollen und wir jetzt soweit auf ein Kind eingestellt sind, dass wir nicht warten wollen. Ich habe natürlich auch Angst, dass mir wieder so was widerfahren kann, aber der Wunsch nach einem Kind überwiegt. Und da unsere Bedingungen eh erschwert sind, wollen wir nicht warten. Manchmal bitte ich meinen kleinen Stern, dass er für und ein gutes Wort einlegt, da er jetzt der Quelle für neue Schöpfung (Gott) am nächsten ist. Vielleicht hat er das gemacht.

Deshalb habe ich im Stillen die Hoffnung, dass meine Mens in 2-3 Tagen doch nicht kommt.

Ich hoffe ihr findet meine Gedanken nicht zu schlimm, aber genau das ist es, was mir so im Kopf schwirrt und ich es auch los werden möchte.

@Sandra: ein sehr süßes Baby. Ich nehme dich ganz fest in meine Arme und versuche dich zu trösten.

@Gisela: Wie kannst du das nur verarbeiten, 4 Sternenkinder zu haben ist sehr ungerecht vom Leben. Ich wäre schon am Boden zerstört und reif für eine Irrenanstalt. Wie kommst du damit klar? Ich kann den einen Verlust nicht mal ertragen und du musstest schon vier. Auch dich nehme ich in meine Arme und weine mit dir.

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