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Pre, 1er, 2er - Definitionen

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MelanieAugsburg
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Hallo,

es kommen immer wieder Fragen, was der Unterschied zwischen den einzelnen Milchsorten ist und ab wann man welche geben darf, ob ein Wechsel zu einer höheren Sorte nötig ist etc. Ich habe nun Informationen für euch von der BfR (Behörde für Risikobewertung, staatlich) und vom FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund, durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert). Denen ist ja eher zu trauen als den Säuglingsnahrungsherstellern ;)

Wenn es also eine Flaschennahrung sein soll, habt ihr für die ersten 4-6 Monate folgende Auswahlmöglichkeiten als Anfangsnahrung:

- auf der Basis von Kuhmilcheiweiß mit Milchzucker als einzigem Kohlenhydrat (= Pre)

- auf der Basis von Kuhmilcheiweiß mit weiteren Kohlenhydraten (= weitere Zuckerarten) neben Milchzucker (= 1er Milch)

- auf der Basis von Sojabohneneiweißisolat (Achtung: die Nahrungen sind nur in Deutschland milchzuckerfrei)

- auf der Basis von teilhydrolysiertem (gespaltenem) Eiweiß (Bezeichnung HA). Diese Anfangsnahrung ist für nicht-gestillte Säuglinge aus Allergikerfamilien gedacht.

Säuglingsanfangsnahrung kann Muttermilch von Geburt an ersetzen und ist wie Muttermilch, als alleiniges Lebensmittel für die ersten vier bis sechs Lebensmonate geeignet. Danach kann Säuglingsanfangsnahrung neben Beikost im ganzen ersten Lebensjahr gefüttert werden.

Folgenahrung (2er) kann Muttermilch frühestens ab dem 5. Lebensmonat ersetzen. Sie ist nicht geeignet für die Ernährung von Geburt an, da sie nicht an die Bedürfnisse des ganz jungen Säuglings angepasst ist. Es besteht kein zwingender Grund, von Säuglingsanfangsnahrung zu Folgenahrung zu wechseln.

3er/Kleinkindermilch: Durch den Zusatz von Pflanzenfetten ist der Gehalt an essentiellen Fettsäuren in diesen Kleinkindermilchen höher, der Kohlenhydratgehalt (Zucker!) ist etwa 1,5 bis 2,5fach so hoch wie in Vollmilch.

Ein ernährungsphysiologischer Nutzen der zahlreichen Vitamin- und Mineralstoffzusätze ist, mit Ausnahme von Jod, nicht erkennbar.

Beikost bezeichnet alle speziell für Säuglinge (und Kleinkinder) hergestellten diätetischen Lebensmittel, die frühestens ab 5. Lebensmonat und spätestens ab 7. Lebensmonat die Ernährung mit Muttermilch bzw. Muttermilchersatzprodukten ergänzen sollen. Es empfiehlt sich, Beikostprodukte, die dem Ernährungsplan des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund entsprechen, auszuwählen und in der angegebenen Reihenfolge schrittweise zu verwenden.

Sowohl für Säuglingsflaschennahrungen als auch für Beikostprodukte gelten besonders strenge gesetzliche Regeln in Bezug auf die Zusammensetzung, die Verwendung von Zusatzstoffen (Farb-, Geschmacks- Konservierungsstoffe sind verboten), die bakteriologischen Anforderungen und Grenzwerte für Rückstände und Schadstoffe, die in der europäischen Union vereinheitlicht sind.

Diese Auflistung stammt von der BfR.

Hier ist noch ein Link zur FKE, da findet ihr dann auch Rezepte, wie man Beikost selber zubereiten kann und worauf man achten sollte, wenn man auf Gläser und Fertigmilchbreie zurückgreifen will.

http://www.fke-do.de/content.php?seite=seiten/inhalt.php&details=117

LG,

Melanie

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  • 8 months later...

ich glaub die ist dickflüssiger, damit die kinder nicht mehr so viel spucken....weil wenn milch dünner ist, kann sie beim liegen wiede rhoch laufen, weil der "schließmuskel" vom magen zur speiseröhre noch nicht ganz funktioniert, und wenn die milch dicker ist, dann ist es schwieriger, weil es dann nicht einfach hoch schwappen kann...

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