Ist doch egal wie lang Mary.
Das mit dem Hochschaukeln kenn ich auch. Hatten wir hier auch schon öfter bei Liam. Kannte ich vom Großen ja gar nicht.
Und ich hab es dann auch so gemacht. Ihn fest in den Arm genommen und geschunkelt und gewiegt (und fast mitgeheult ). Wie nennt man das? Begleitetes Ausschreien? Oder wie auch immer. Hauptsache man war da. Ich hab dann auch immer leise und ruhig mit ihm gesprochen und wenns ging die Stelle zwischen den Augenbrauen gestreichelt. Hat in solchen Phasen aber eigentlich nie wirklich geholfen. Eher vorher, um die Schreiattacke zu verhindern.
Unser Glück ist der Schnuller. Der verhindert meist das Schlimmste. Aber ich hole auch recht oft den Bionuckel vor, wenn mal wieder so eine Phase kommt.
Und ich nehme Liam jetzt auch immer recht schnell hoch, wenn ich merke er fängt an sich reinzusteigern und wiege ihn gleich. Das hat glaub ich schon einige Male das Schlimmste verhindert.
Was die eigene Ruhe/Unruhe angeht, musst du mal versuchen immer gaaanz tief in dich hineizuhören. Mach ich in Kriesen hier immer wieder und stelle fest, dass ich oft doch sehr weit weg bin von der inneren Gelassenheit, die doch gerade dann so wichtig wäre. Dann hole ich gaaanz tief Luft und konzentriere mich kurz auf mich selbst. Irgendwie wird es dann immer ein wenig besser, ein wenig leichter.
Irgendwo hast du es schon einmal geschrieben. Man muss sein Baby so annehmen wie es ist. Das ist natürlich besonders schwer, wenn es so ist wie dein Linus (oder auch wie mein Liam ).
Aber am Ende nutzt alles nichts. Sie sind noch viel zu klein, als das wir sie nach unseren Wünschen formen könnten, also müssen wir lernen zu akzeptieren. Jede einzelne Macke von ihnen.
Ich lerne z.B. gerade zu akzeptieren, dass meiner hier immer mal wieder seinen Brei wieder ausspucken muss. Eigentlich macht es mich wahnsinnig, aber weil ich nichts dran ändern kann, muss ich es wohl akzeptieren. Und es funktioniert. Ich rege mich immer weniger auf, sondern mache die Sauerei einfach nur noch weg. Ich bin dadurch ruhiger und Liam auch. Während der die ersten Male dann noch angefangen hat zu heulen, weil ich so aufgebraust bin (ohne das bewußt zu merken), guckt er mir inzwischen nur noch zu, grinst und erzählt mir was.
Ich schreib das hier alles, weil ich denke dir damit ein wenig helfen zu können. Du bist ganz sicher nicht allein. Vieles, was du beschriebst kenne ich, wenn auch vielleicht nicht so ausgeprägt. Und vielleicht kann das eine oder andere meiner Mittel dir/euch ja auch helfen.