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  • Fremdeln


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    • Adeba Redaktion

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    ccs-3-13845632475369_thumb.jpgVon einem Tag auf den anderen ist es vorbei, mit dem freundlichen Kind, daß jeden anstrahlt. Der einstige Sonnenschein verzieht das Gesicht und fängt an zu schreien, wenn ihn nur ein Fremder anschaut, was bis auf Vater und Mutter fast jeder ist. Irgendwann zwischen dem sechsten und achten Monat fremdelt jedes Kind.

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    In den ersten sechs Monaten lebt das Kind nach dem Prinzip: aus den Augen aus dem Sinn. Ihr könnt es von Gegenständen schnell ablenken, indem ihr sie einfach wegnehmt. Im zweiten Lebenshalbjahr lernt Euer Baby, daß Dinge weiterexistieren, auch wenn es sie nicht sieht. Jetzt kann das Kind seine Eltern vermissen - ein gewaltiger geistiger Fortschritt. Im dritten Vierteljahr sind die meisten Babys in der Lage zu robben oder zu krabbeln, es beginnt das Suchverhalten.

    Dabei kann das Kind in seiner Umwelt vielleicht auch gefährlichen Dingen begegnen oder in Situationen geraten, denen es noch nicht gewachsen ist. Ein gesundes Mißtrauen schadet deshalb nicht. Das Fremdeln sorgt also dafür, daß das Kind in der Nähe der Mutter bleibt.

    Der wichtige Entwicklungsschritt beim Fremdeln liegt darin, daß sich Euer Kind sympathische Menschen selbst aussucht. Es lernt bekannte und unbekannte Menschen zu unterscheiden. Ihr seht also, daß das Fremdeln äußerst wichtig für Euer Kind ist.

    Ob Eurer Nachwuchs stark oder wenig fremdelt, hängt beispielsweise vom Temperament und vom Verhalten der Eltern ab. Folgende Erkenntnisse helfen Euch vielleicht, Eurem Kind die Fremdelphase zu erleichtern:

    • In vertrauter Umgebung wird weniger gefremdelt, als in einer unbekannten.
    • Beim Umgang mit fremden Menschen, sprecht beruhigend auf das Kind ein.
    • Auf Eurem Arm fühlt es sich am sichersten.
    • Das Zutrauen des Kindes wird mit vertrauten Spielzeug eher gewonnen als mit neuem.
    • Wenn das Kind eine "Fluchtmöglichkeit" sieht (sich beispielsweise hinter Euren Beinen verstecken kann), fremdelt es weniger als im Buggy oder Hochstuhl.
    • Jedes Kind hat ein Recht auf seinen Intimbereich, ihr laßt Euch schließlich auch nicht von jedem anfassen. Deshalb solltet Ihr Euer Kind niemals gegen seinen Willen einem anderen auf den Arm geben, selbst wenn der andere die Oma ist, die das nun gar nicht verstehen kann.
    • Die Initiative zum ersten Kontakt, sollte von Eurem Kind ausgehen. Die fremde Person kommt am besten erst mit Euch ins Gespräch - das schafft Vertrauen.

    Übrigens vergeht das Fremdeln genauso schnell, wie es gekommen ist.


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