Hallo,
ich habe eure Berichte über Schwangerschaften und Geburten gelesen. Als vierfache Mutter, glaube ich sagen zu können, dass jede Schwangerschaft und Geburt anders verläuft.
Meine erste Schwangerschaft und Geburt war nicht so berauschend. Die zweite und dritte waren ganz o.k.. Die vierte Schwangerschaft fing schon mit enormer Übelkeit an. Diese Übelkeit begleitete mich zum Ende der Schwangerschaft. Sie war so extrem, dass ich 10 Kilo abgenommen habe. Als nächstes folgten mehrere Spritzen mit Gelbkörperhormonen, da die Gebärmutter zu wenig Schleim aufgebaut hatte. Danach musste eine Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt werden, da der Verdacht auf Trisomie 13 und 18 bestand. Zum Glück hatte sich das nicht bestätigt. Nach diesem Schreck bekam ich eine Thrombose trotz blutverdünnenden Spritzen (ich habe eine angeborene Blutkrankheit und muss mich daher besonders in der Schwangerschaft spritzen). Kurze Zeit später ging mein Blutdruck in die Höhe und es dauerte auch nicht lange, dann war es eine typische Schwangerschaftsvergiftung. Die Schwangerschaft wurde in der 34. SSW mit einem Notkaiserschnitt unter Vollnarkose beendet, da das Kind nicht mehr richtig versorgt wurde und zu klein war. Nachdem NKS folgte eine dreistündige Notoperation, weil die Ärzte nicht darauf geachtet haben, dass ich blutverdünnende Spritzen nehme (ich habe das den Ärzten mehrmals gesagt bevor es losging). Leider kamen die Blutungen auch nach der OP nicht zum Stillstand, sodass mir mehrere Blutkonserven, Gerinnungsfaktoren, etc. gegeben worden sind. Ich landete auf der Intensivstation, wo keiner wusste ob ich nun durchkomme oder nicht. Mein HB-Wert lag nach den Blutkonserven noch unter 7. Mein Baby konnte ich erst später sehen, was ich als sehr schlimm empfand. Leider war in der Zwischenzeit mein Kleiner auch viermal im Krankenhaus wegen einer Gallenblasenentzündung und einem Nierenstein (was sehr selten in diesem Alter ist). Des weiteren hat er eine hochgradige Lebensmittelallergie. Leider kann ich nicht stillen, da ich bereits viermal an der Brust operiert worden bin. Wenn einer mich fragt, (was schon öfter vorgekommen) ob ich das alles nochmal mitmachen würde, wenn ich wüsste welche Komplikationen auf mich zukommen würde? So sage ich immer wieder ja. Dieses süße faszinierende Wesen, ist es mir Wert gewesen,all das über mich ergehen zu lassen. Ich liebe ihn genauso sehr wie meine anderen drei Söhne. Für nichts in der Welt würde ich ihn jemals wieder hergeben. Auch wenn es mir nach drei Monaten noch immer nicht gut geht. Der HB-Wert liegt noch bei 8. Meine Spritzen muß ich höher dosieren. Meine beiden Beine müssen noch operiert werden und wenn bis Ende des Jahres keine Besserung der Schmerzen im rechten Bauchraum eintritt, werde ich dort auch nochmal nach operiert.
Liebe Grüße