wie schon öfters geschrieben, habe ich mein BWL-Studium mit drei Kindern abgeschlossen:
- Sohn 1 zum Vordiplom
- Sohn 2 zur Diplomarbeit
- Tochter 1 zum Examen
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es von den Personalern als Vorteil, defenitiv als Vorteil!! angesehen wurde, dass ich ein gutes Studium mit drei Kindern gemanagt habe. Meine Tochter war nachts noch nicht abgestillt, als ich einen 1a Job angenommen habe. Im Vorstellungsgespräch wollte man mehr über mein Organisationstalent als über meine fachlichen Fähigkeiten wissen, was mich damals sehr geärgert hat. Ich habe dann auch recht selbstbewußt gefragt, wieviel Kinder er denn hat und wie er Haushalt und Job unter einen Hut bekommt. Er hat schallend gelacht, mich eingestellt und mich als vollwertige Mitarbeiterin kennengelernt. Inzwischen bin ich einige Schritte weiter, meine Tochter wird bald elf und ich denke, Studium und Kinder war für uns alle gut.
ABER: Ich wußte ziemlich genau, was ich mir mit einem dritten Kind in der Prüfungsphase zumute. Ich wußte, dass ich (oder mein Körper) sehr viel leisten kann: Nächte mit extrem wenig Schlaf, Übelkeit, kränkelnde Kleinkinder, Lerngruppen, Vorlesungen, lernen lernen lernen und dabei noch stillen und letztlich auch noch für den Partner attraktiv sein....
Es ist ein Vorteil vom Studium, dass man zeitlich flexibel ist, aber das Studium sollte nicht unter der Mutterschaft leiden - sonst war Dein schwieriger CV vom Hauptschulabschluss bis heute für die Katz!!
Außerdem: Planbar ist gar nichts! Du weißt nicht, wie es Dir gesundheitlich geht und ob Du ein gesundes Kind zur Welt bringen wirst.
Mein Rat: Willst Du ein Kind, dann schaffst Du das auch, sonst lass lieber auch nach dem Studium die Finger davon und werde Patentante!!
Liebe Grüße und: Nur Mut