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Es tut schrecklich weh...


gisela
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Hallo Ihr Lieben,

ich versuche meinen Schmerz zu verarbeiten...

Ich habe 4 Sternenkinder

Im Januar 2003, im August 2003, im August 2006 und jetzt am 22.03.2007 habe ich meine Babys verloren.

Meine ersten 3 Krümel haben sich still von mir verabschiedet. Wir haben uns so sehr auf sie gefreut. Sie aber wollten oder konnten nicht anders und haben uns ganz still adé gesagt. Es tut wahnsinnig weh aber es bleibt uns nur noch ihre Entscheidungen zu akzeptieren. Ich hoffe, dass es ihnen -wo immer sie auch sind- gut geht.

Am 22.03. wurde unsere Lena in der 18. SSW still geboren. Sie hatte einen seltenen Chromosomenfehler: Trisomie 18

Zukunftsprognose: keine Überlebenschance

Die Ärzte habe auch sämtliche Informationen nahmen uns gleich von Anfang an die Hoffnung genommen. Die meisten dieser Kinder würden im Mutterleib sterben. Sollten sie die Geburt überleben, so würden 90 % in den ersten Wochen und die anderen in den ersten Monaten oder Jahren sterben.

Wir uns war es unerträglich auf den Tod unseres Kindes Kindes warten zu müssen. Auch wollten wir unserem Liebling die Qualen ersparen, die sie erwarteten. Also entschieden wir uns in der 18.SSW für einen Schwangerschaftsabbruch.

Nur diejeniegen, die in einer ähnlichen Lage waren, wissen, wie schmerzlich es ist, sich für den Tod des eigenen Kindes zu entscheiden.

Da wir einen 2jährigen Sohn haben, müssen wir uns zusammenreissen. Der Kleine braucht uns doch. Er kann doch nichts für das, was passiert ist. Er hat doch auch ein Recht auf eine unbeschwerte Kindheit.

Tagsüber kann ich mich einigermassen ablenken. Aber abends, wenn der Kleine schläft, könnte ich durchdrehen. Da könnte ich nur noch schreien und heulen, heulen und heulen.

Meine liebe Lena...

Bitte, bitte vergib uns, dass wir uns für Deinen jetzigen Tod entschieden haben. Wir wollten Dich doch nicht leiden sehen. Wer sonst würde sich so entscheiden? Wir hatten uns doch sooo sehr auf Dich gefreut. Und nun sitzen wir da und wissen nicht wohin mit der Leere? Nach dem Horrortag kann ich meinen Bauch nicht mehr berühren. Du bist doch nicht mehr drin. Mein Bauch, der während der SS so wertwoll für uns war, ist nun so sinnlos an meinem Körper. Wir können Dich nicht mehr streicheln und können nicht mehr mit Dir sprechen. Wo bist Du mein Schatz??? Ich hoffe an einem Ort, wo es Dir gut geht und wo Du beschützt bist, denn wir konnten Dich nicht beschützen...Es tut uns soooooo leid und es tut soooo weh.

Meine Sternenkinder ich liebe Euch alle sehr und hoffe, dass wir irgendwann zusammenkommen.

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Das tut mir sehr leid für Euch! Aber wahrscheinlich war die Entscheidung für das Wohl der Familie wirklich die Richtige.

Euer Sohn wird sicher ein gewisser Trost für Euch sein, auch wenn er seine Geschwister nicht ersetzen kann.

Mein Beileid! Aber es kommen auch wieder schöne Tage in Eurem Leben.

Das Wichtigste ist, dass ihr zusammenhaltet.

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Auch mir tut es so leid, was euch passiert ist!

Es ist unglaublich schlimm, wenn die Kinder von alleine gehen, aber es ist mit nichts vergleichbar, wenn man sich für den Tod seines Kindes entscheiden muß, auch um ihm weiteres Leid zu ersparen.

Auch heute, fast ein Jahr danach, mache ich mir immer noch Vorwürfe deswegen.

Ich wünsche euch für die nächste Zeit ganz viel Kraft!

Du wirst deine Sternchen ganz bestimmt irgendwann wieder sehen, da bin ich mir ganz sicher!

Edited by Cassie
sig entfernt
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hallo gisela!

es tut mir so wahnsinnig leid, mir fehlen die worte.... ich hoffe dass es euch bald wieder besser geht!

macht euch bitte keine vorwürfe, ihr habt ganz sicher das richrige getan! für eure kleine maus war es ganz bestimmt das beste... :P

ich drücke euch ganz feste!

lg

Edited by Cassie
sig entfernt
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Guest Giuliana2111

es tut mir wahnsinnig leid das du deine kleinen sternchen gehen lassen musstest

lass dich einmal fest umarmen

zweifel nicht an deiner entscheidung. ich war nicht in dieser situation, aber ich bin mir sicher ich hätte auch so entschieden. keiner kann vorhersagen was auf eure kleine maus zugekommen wäre... es muss so schwer sein diesen schritt zu gehen

ltg jasmin

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Liebe Angel1982 und Jasmin,

vielen Dank für Eure Anteilnahme. Ich denke auch, dass die Entscheidung die Richtige war; nur es ist wahnsinnig schwierig mit den seelischen Folgen fertig zu werden. Es tut schrecklich weh. So etwas wünsche ich niemandem. Ich weiss nur, dass ich durchhalten muss. Das bin ich meinen Lieben schuldig. In erster Linie muss ich an unseren Sohn denken. Der Kleine braucht uns doch und zwar als ihn liebende und normal funktionierende Eltern, die ihn in seiner Entwicklung unterstützen.

Liebe Grüsse,

Gisela

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Guest sandra82

Liebe Gisela,

es tut mir so leid, für Dich und auch für Lena. Wir mussten unser Mädchen auch gehen lassen, bzw. mussten uns entscheiden. Sie war gesund, aber ich hatte eine Infektion, die immer schlimmer geworden ist. Ich hatte einen Blasensprung, deshalb war die Infektion sehr gefährlich. Ich mache mir immer noch Vorwürfe. Aber sie ist so friedlich gestorben. Ihr Leben wäre wahrscheinlich ein großer Kampf geworden, wenn wir uns nicht dafür entschieden hätten. Der Tod ist nicht immer das Schlimmste, glaube ich. Nur für uns ist es so schwer, weil die Leere bleibt, weil überall Mütter mit ihren Kindern laufen, weil die Straßen voll von Schwangeren sind, weil die Wohnung leer bleibt, weil alles irgendwie weniger Sinn hat.

Du hast Deinen Sohn, der Dich braucht. Was ich Dir eigentlich sagen wollte und mal wieder total davon abgekommen bin: Bei aller Kraft, die Du für ihn aufbringst, denke ein bisschen auch daran, dass Du nicht unendlich viel Kraft hast. Denke auch ein bisschen an Dich, versuche, Dir auch Zeit für die Trauer zu nehmen. Ich brauche sehr sehr viel Zeit, das weiß ich mittlerweile. Vielleicht kannst Du traurig sein und auch mal verzweifelt und trotzdem für Deinen Kleinen da sein.

Ich denke fest an Dich und schicke Dir ein bisschen von meinem bisschen Kraft. Vielleicht hilft sie Dir ja.

Sandra

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Liebe Sandra,

zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass es mir auch sehr leid tut, was Euch passiert ist. Lass Dich erstmal ganz doll drücken und Euch von Herzen wünschen, dass Euch so etwas nie mehr passiert.

Du kannst sehr gut nachempfinden, wie man sich fühlt, wenn man vor solch einer schrecklichen Entscheidung steht. Ich kann seit dem Horrartag meine Gefühle gar nicht richtig sortieren. Ich bin völlig wirr. Tagsüber versuche einigermassen normal zu funktionieren. Abends aber falle ich in solch ein grosses Loch, dass ich niemanden an mich ran lasse.

Momentan ist dieses Forum meine einzige Möglichkeit, meine Gefühle zu veroffenbaren. In meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es kaum Frauen, die ein Kind verloren haben (oder sie sprechen nicht davon...). Ich zumindest habe auch nicht soviel Lust, mit anderen, die mich gar nicht verstehen können, darüber zu reden. Ich habe das Gefühl, dass es für sie "nur eine traurige Geschichte" ist, für mich wäre es aber eine Qual, immer und immer wieder alles durchleben zu müssen. Deshalb spreche mit anderen nicht viel darüber. Ich habe mich sogar anfangs meinem Mann gegenüber verschlossen. Ich hatte das Gefühl, dass er die Situation so leicht wegsteckt und war natürlich wahnsinnig sauer und sehr enttäuscht von ihm. Ich fand es unserer Lena gegenüber sooo unfair..; bis wir gemeinsam ein ausführliches Gespräch geführt haben. Da habe ich gemerkt, dass er genauso traurig ist aber anders trauert als ich.

In diesem Forum gibt es leider so viele Sternenmamis, die mich verstehen und mich teilweise auffangen. Ich weiss, dass mir niemand meine Trauer abnehmen kann und dass ich diese selber verarbeiten muss. Zur Zeit kann ich aber noch keinen klaren Gedanken fassen; vielleicht in ein paar Wochen...

Ich wünsche uns allen, dass wir die Trauerarbeit gut meistern und irgendwann wieder so etwas wie Glück und Zufriedenheit im Leben empfinden können.

Sorry, dass ich soviel geschrieben habe.

Liebe Grüsse

Gisela

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