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Die überraschende Landung meiner Eule :)

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Baby Bou
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Hallo meine kleine Eule,

nun schreibe ich auch deinen Geburtsbericht  :typing:

 

Errechneter Geburtstermin: 20.September.2015

 

 

Ich hatte ja mit dir ausgemacht, dass du dir mindestens bis Sonntag (06.09.15) Zeit lassen möchtest, da am Samstag die Einschulung vom Minion ist, die wir alle bitte ohne Krankenhausabstecher genießen wollten ;)

Das hat auch super geklappt. Die Einschulung war toll, wir konnten schön feiern und hatten einfach einen prima Tag.

Natürlich war der Tag auch etwas stressig und anstrengend. Ich bin viel gelaufen und ich hab viel gestanden.

 

So hatte ich am Sonntag (06.09.15) dann Zwicken und Zwacken. Schon als wir nach Hause gefahren sind am Samstag tat mir der Rücken weh, ich dachte ich hätte mir irgendwas eingeklemmt.

Der Sonntag fing eigentlich ganz unspektakulär an. Wir hatten noch eine Freundin zu Besuch, die auch mit zur Einschulung war. Wir machten uns einen entspannten Tag. Das Zwicken und Zwacken blieb, war aber auszuhalten und ich ging nicht davon aus, dass das mit einer baldigen Geburt zu tun hat, sondern dass ich Samstag wirklich etwas zu viel auf den Beinen war.

 

Am Nachmittag kamen dann noch Freunde zum Kaffee, wir wollten nochmal auf die Einschulung anstoßen.

Irgendwann später bekam ich auf einmal ein starkes Ziehen in der Leiste, das sehr unangenehm war. Ich musste aufstehen und umher laufen und malte mir alles mögliche aus, woher das kommen könnte und dachte schon ich hätte den Kuchen nicht vertragen etc... das Ziehen wurde irgendwann etwas besser aber dafür gesellten sich ein paar Wehen hinzu, die aber auszuhalten waren. Also nichts was nicht schon mal dagewesen war.

Gegen 20:00 Uhr verließ uns der Besuch.

 

Ich vertrieb mir dann die Zeit mit Rätseln und versuchte zu entspannen. Die Schmerzen waren nicht weg aber weiterhin auszuhalten, trotzdem fühlte ich mich komisch, ich war unsicher und konnte es nicht einordnen. Dein Papa wollte schon einen Kumpel ran ordern, um dann eventuell mit mir ins Krankenhaus zu fahren.

Ich sagte er könne ihn ja auf Bereitschaft stellen, ich aber nicht denke, dass es heute los geht.

Gegen 22:30 Uhr war ich dann duschen. Ich wollte gucken ob sich an den Schmerzen etwas verändert und außerdem frisch sein für den Fall der Fälle.

 

Gegen 23:00 Uhr sind wir dann ins Bett. Mir ging es eigentlich gut, die Schmerzen wurden nicht stärker, gingen aber auch nicht weg.

So versuchte ich in den Schlaf zu kommen.

 

Ich war schon etwas weg gedöst, als mich plötzlich ein leichter Druck verbunden mit einem Schwall warmer Flüssigkeit gegen 23:30 Uhr weckte. Ich schreckte auf und dachte: uupps... (dein Papa hatte zuvor frisch die Betten bezogen)

Auch er schreckte auf und guckte mich ganz verdutzt an. Ich sagte nur "ich glaube mir ist die Fruchtblase geplatzt"

 

Jedenfalls lief es nur so und schwappte. Dein Papa sprang auf und reichte mir erst mal ein paar Wickelunterlagen. Ich lag einfach nur da und wusste gar nicht wo vorn und hinten ist. Einerseits war ich entspannt und andererseits zitterte ich am ganzen Körper vor Aufregung und Vorfreude aber auch ein wenig Angst. Ich wusste, dass nun ein langer schmerzhafter, mit Hoffnung belegter "Kampf" ansteht. Mein großer Wunsch war es spontan zu entbinden und so wollte ich alles dafür tun.

 

Als ich das Gefühl hatte, dass der Schwall etwas nachlässt, bin ich mit dem Tuch zwischen den Beinen zur Toilette. Dein Papa hatte dem Kumpel Bescheid gesagt und als er kam sind wir ins Krankenhaus gefahren, das nur 15min entfernt liegt.

Dort angekommen gegen 0:30 Uhr, ging es nach kurzer Wartezeit ans CTG. Die Hebamme untersuchte mich und mein Muttermund war gerade mal 1cm offen und auch der Gebärmutterhals noch nicht ganz verschwunden. Ich hatte zu der Zeit schon einige unregelmäßige Wehen, die aber noch auszuhalten waren. Da die Hebamme nicht so ganz zufrieden war mit dem CTG ließ sie mich noch weiter dran. Danach wollte sie entscheiden ob ich dann noch einmal auf Station in ein Zimmer komme.

 

Zirka 2:30 Uhr untersuchte mich die Hebamme erneut. Der Muttermund war 2cm offen aber der Gebärmutterhals noch immer nicht ganz weg, zudem meinte sie, dass du noch ziemlich weit über dem Becken liegst - sprich: noch kein geburtsreifer Befund. Hört man gerne. Da mich mein Frauenarzt einige Wochen zuvor ins Krankenhaus schickte, weil er meinte, dass du wohl für meine Schwangerschaftswoche recht groß und schwer bist, wollten sie das jetzt auch nochmal prüfen. So konnte ich los vom CTG und musste im Wartezimmer auf die Ärztin warten. Im Wartezimmer wurden die Wehen dann schon deutlich stärker und immer wenn eine Wehe, kam ging ich zum Fenster, suchte mir draußen einen Punkt zum Anstarren und atmete entspannt. Das tat ich zirka im Abstand von 2 Minuten.

 

Als die Ärztin dann kam, dauerte es auch etwas bis die Untersuchung starten konnte, denn immer wieder kam eine Wehe und so fiel es mir schwer mich auf die Liege zu legen. Die Wehen hinderten mich aber nicht daran zu fragen, ob sie nochmal nach deinem Geschlecht gucken kann, um später keine Überraschung zu erleben. Die Ärztin meinte aber dass das nicht mehr ginge und ich mich auf das Verlassen müsste was die Ärzte gesehen haben. Als es dann endlich geschafft war, schätzte sie dich auf 3900g +/- 300g

Ich sah schon schwarz, denn auch sie stellte nach einer kurzen Untersuchung fest, dass deine Lage noch nicht optimal ist.

 

Nach der Untersuchung entschied die Hebamme, mich doch nicht mehr auf Station zu lassen, da die Geburt ja doch schneller voran gehen könnte und so ging ich mit deinem Papa ins Vorwehenzimmer. Das Zimmer war sehr groß. Es hatte ein Bett, eine Couchecke mit Fernseher, einen Liegestuhl, und ein integriertes Bad.

Ich lief umher, schaute mir alles an und suchte nach etwas, das mich dort von meinen Wehen ablenken könnte. Erst war es der Schrank, dann irgendwann das Fenster, zwischendurch Papa's Schulter , später die zwei Bilder, die an der Wand hingen. Auf einem davon war ein See abgebildet. Ich stellte mir vor wie ich dort ganz entspannt drin schwimme oder am Strand liege. Eine Weile klappte das ganz gut. Ich sagte zu deinem Papa er soll mal den Fernseher einschalten, aber den blendete ich schnell wieder aus. Es lief Musik, aber die nahm ich schon bald nicht mehr wahr. Ich versuchte so lange wie möglich auf den Beinen zu bleiben, weil ich Angst hatte, dass du sonst nicht tiefer ins Becken rutscht.

 

 

Die Wehen wurden immer heftiger und ich wollte mir aber bis 5:00 Uhr Zeit geben, bis ich mich bei der Hebamme melde. Das waren noch anderthalb Stunden. Kurz vor 5:00 Uhr kam die Hebamme, sie wollte noch einmal CTG schreiben. Zuerst durfte ich dabei stehen, aber nach kurzer Zeit war klar, dass da nichts vernünftiges bei raus kam. Die Wehen waren schon sehr heftig. Da war für mich der Zeitpunkt eine PDA zu fordern. Die Hebamme meinte, dass mein Muttermundsbefund noch besser werden müsste und dann spräche nichts dagegen. Ich lag glaub ich 30min am CTG als die Hebamme nochmal nach mir sah. Sie meinte, dass meine Wehen viel zu heftig in viel zu kurzen Abständen kommen und ich deswegen erst einmal Wehenhemmer bekomme um durchzuatmen. So richtig merkte ich davon nichts. Als ich ihr lautstark mitteilte, dass es schon sehr drückt, wollte sie mich nochmal untersuchen. Der Muttermund war 7cm offen. Ausreichend für eine PDA. Als ich hörte 7cm hatte ich schon Angst es wäre zu spät dafür, denn als ich damals den Minion entbunden hatte, war der Befund ähnlich und sie wollte mir keine mehr geben. Ergebnis: Kaiserschnitt. So war ich froh, dass es vom Vorwehenzimmer in den Kreißsaal ging und die PDA vorbereitet wurde. Das kam mir alles so ewig vor, denn bevor es los gehen konnte, mussten noch 2 Beutel Infusion durchlaufen – ich zählte die Tropfen, insofern es möglich war. Wehenhemmer bekam ich auch gleichzeitig, dass ich mich entspannen und entkrampfen konnte, aber so richtig wollte ich die Wirkung nicht spüren.

 

Endlich war es soweit. Ich sollte mich aufrecht hinsetzten. Das war schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, weil es so nach unten gedrückt hat und wenn eine Wehe kam noch mehr. Da ich meine Papiere für den Kaiserschnitt und die PDA nicht dabei hatte, versuchte die Ärztin meine restliche Aufnahmefähigkeit zu nutzen und mich aufzuklären. Ich strengte mich auch an ihr zuzuhören, aber eigentlich wollte ich nur, dass sie aufhört zu quatschen und los legt.

 

Nachdem alles vorbereitet war, sollte ich mich als aufrecht hinsetzen und möglichst entspannen. Sehr schwierig, wenn jede Minute eine Wehe kommt, aber ich gab mein Bestes. Ich pustete und pustete und pustete die Wehen raus. Doch für die Ärztin war ich wohl ein zu harter Fall. Eine andere Ärztin musste her. Ich hing schon wie ein Schluck Wasser auf dem Kreißbett. Der Rotz und Sabber lief nur so und dein Papa kümmerte sich liebevoll um die Auswirkungen meines geschwächten Körpers. Die neue Ärztin und auch die Hebamme redeten auf mich ein, dass ich mich entspannen soll, weil es sonst nicht klappt, ich war schon kurz davor aufzugeben. Dann sammelte ich all meine Kräfte und riss mich zusammen. Kurz vor 7:00 Uhr saß die PDA und ich konnte endlich durchatmen.

 

Zwischendurch fand dann noch einen Hebammenwechsel statt. Die neue Hebamme untersuchte mich auch nochmal und immer wieder fragte ich wie es aussieht und ob die Chancen gut stehen natürlich zu entbinden, auch als sich die Frauenärztin vorstellte und sich ebenso einen Überblick verschaffen wollte. Die Ärztin meinte, dass der Muttermund ja noch nicht ganz offen sei und du somit noch weiter rutschen kannst.

 

So richtig entspannen konnte ich aber dennoch nicht, denn erstens hatte ich nach Blasensprung die Zeit im Nacken, weil unser Minion seinen ersten Schultag hatte und dein Papa ihn bringen musste und ich immer dachte, hoffentlich kommst du nicht gerade dann, wenn er unterwegs ist. Naja, und zweitens merkte ich die Wehen doch noch recht stark. Sobald der Wehenhemmer etwas gesenkt wurde, kam gleich wieder der volle Schub. Du hast auch auf die starken Wehen reagiert, daher wurden dann deine Werte über deinen Kopf kontrolliert, dabei wurde eine Sonde an deinen Kopf angebracht. Das schuf natürlich nochmal extra Sorge, denn beim Minion wurde damals der KS angesprochen, weil auch er negativ auf die starken Wehen reagierte. So war ich jedes Mal froh, wenn die Hebamme rein kam, auf das CTG schaute und nichts sagte bzw. dass es gut aussieht.

 

Zirka 8:00 Uhr. Der Muttermund ist vollständig auf, aber du noch immer nicht ganz da wo du sein sollst. Die Ärztin klärt mich präventiv über den Kaiserschnitt auf. Ich hab Angst. Der ganze Kampf wieder umsonst? Die Hebamme führt nun eine Seitenverlagerung mit mir durch. 10 Minuten auf die linke Seite, 10 Minuten auf die rechte Seite. Nach dem dritten Wechsel blieb ich auf der linken Seite, weil ich merkte, dass die Wirkung da stärker war. Der Druck wurde auch immer stärker. Ich hatte die Erlaubnis leicht mitzuschieben. Kurz vor 9:00 Uhr, dein Papa ist noch immer nicht zurück, ich wollte ihm gerade schreiben, da kommt er zur Tür rein.

 

Nach einigen Wehen sage ich ihm er soll auf die Klingel drücken, weil das Gefühl hab, dass du sonst ohne Hebamme kommst. Das musste er aber gar nicht, denn im selben Moment kam sie schon und meinte die Wehen zeigen, dass was voran geht. Sie untersuchte mich noch einmal und sagte bei der nächsten Wehe soll ich mitpressen. Sie meinte, du kämst noch nicht gleich, sie wollte nur schon mal schauen wie viel sich tut. Anscheinend tat sich viel, denn sie fing an, alles für deinen Niederflug vorzubereiten. Ich presste währenddessen fleißig bei jeder Wehe. Irgendwann kam dein Papa wieder ins Zimmer, das er für die Untersuchung verlassen hatte. Bitte kurz an die Seite schauen und ans Kopfende stellen, wenn sie nichts sehen wollen, sagte man zu ihm. So, nun durfte ich preeessen. Ich glaube es waren 3 Wehen bis dein Papa auf die Klingel drücken sollte um die Ärztin zu rufen. Ich merkte wie ich dich immer weiter raus schob. Es fühlte sich komisch, etwas unangenehm an, es spannte aber schmerzte nicht.

Dann war dein Köpfchen draußen. Ich konnte ganz deutlich spüren wie er raus guckte. Das löste schon ein unglaubliches Glücksgefühl aus, weil ich wusste, dass wir es bald geschafft haben. Nach kurzem Hecheln durfte ich dir zur vollständigen Landung um 9:34 Uhr verhelfen. Es war ein unglaublich toller Moment.

 

Ich war so froh, dass ich es trotz deiner stattlichen Maße von 56cm und 3835g geschafft habe dich spontan zu entbinden :wub:

 

Dein Papa durfte dann die Nabelschnur durchschneiden und er fand es gar nicht so schlimm wie erst gedacht.

 

Dann wurdest du in ein Handtuch gewickelt und wir konnten endlich kuscheln und du schon deine erste Mahlzeit einnehmen.

 

Leider bin ich gerissen und die Ärztin musste eine ganze Weile nähen. Um zirka 12:30 Uhr wurde ich mit dir im Arm mit dem Rollstuhl, weil mein rechtes Bein von der PDA noch taub war, aufs Zimmer geschoben. Dann gab es erstmal Mittag. Dein Papa half mir dabei, weil ich noch nicht aufsitzen konnte. Dann fuhr er nach Hause um auch erstmal zu schlafen und kam dann am Nachmittag wieder zu uns.

 

 

 

 

Nun bist du schon seit 2 Wochen bei uns, hälst uns auf Trap am Tag und in der Nacht, raubst vor allem mir den Schlaf, nuckelst mir die Brustwarzen wund, lässt mich weinen vor Glück - entzückst uns mit deinem Dasein.

Wir lieben dich kleine Eule und freuen uns auf die Zeit mit dir :wub:

Edited by Baby Bou
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Den Bericht hast Du ganz toll geschrieben Bou, wahnsinn, wie detailliert Du die ganze Geburt erinnerst.

Genießt Eure kleine Eule weiterhin ganz doll und sei stolz auf Dich, dass Du Dich so durchgekämpfst hast und spontan geboren hast, so wie Du es Dir so sehr erwünscht hast. Ich freue mich immer noch mit Dir. Alles Liebe Euch

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  • 2 weeks later...

Vielen Dank an euch :)

Ich hab versucht mich so gut wie möglich zu erinnern und aufzuschreiben. Ich finde es schön, wenn man nach einiger Zeit die Geburt nochmal nachempfinden kann. Einiges vergisst man ja doch. Schade, dass ich die Empfindungen hier nicht festhalten kann, diese verblassen ja doch irgendwann.

Hab mich noch erinnert, dass ich mich über die doofen Vorhänge im Vorwehenzimmer beschwert habe bei meinem Freund, weil ich während einer Wehe gern aus dem Fenster gucken wollte aber man konnte die Dinger nicht richtig zur Seite schieben - ätz.

Ebenso hab ich son Seil vermisst wo man sich dran hängen kann.

Als wir ins Zimmer rein sind hatte ich voll Durst. Auf dem Tisch stand eine Flasche, die man befüllen konnte. Mein Freund Hat Wasser reingemacht und ich hab sie erstmal umgeschmissen während einer Wehe. Zudem musste ich dringend Pipi. Ich wollte gerade aufs Klo, setzte mich drauf und stand gleich wieder auf, weil es absolut nicht ging. Danach war ich nicht mehr auf dem Klo.

Edited by Baby Bou
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  • 2 months later...

Hallo kleine Eule,

ich habe die letzten Tage nochmal die Geburt Revue passieren lassen, da ich das Gefühl hatte, dass alles schon so weit entfernt ist. Da sind mir noch ein paar Dinge eingefallen. 

Und zwar war ich noch kurz duschen (so weit es möglich war) bevor wir ins Krankenhaus gefahren sind, ich hatte schon so einen Druck nach unten, denn das Fruchtwasser war ja so gut wie weg, und ich forderte deinen Papa auf nicht so schnell zu fahren. Dein Papa rief während der Fahrt im Krankenhaus an und fragte wo er da parken kann, weil er mich nicht Meter weit laufen lassen wollte. Als wir im Kreißsaal ankamen betreute mich zuerst eine Praktikantin, bis die Hebamme kam. Nachdem das erste Mal CTG geschrieben wurde musste ich erstmal dringend aufs Klo, wo ich bemerkte, dass der Schleimpropf abgeht. Achja, das Fruchtwasser war mit Blut vermischt, das sorgte mich ein wenig, auf dem Bett war dann ein riesiger roter Fleck (die Matratze wollte dein Papa schon wegwerfen, aber wir fanden eine Lösung) :)

Als der Endspurt anstand und ich alles geben dürfte und es so spannte, hatte ich etwas Angst vor dem Schmerz aber ich dachte mich "komm, Endspurt, nur noch das und die Eule ist da". So biss ich auf die Zähne, presste was das Zeug hält und dachte gar nicht weiter nach. Durch die PDA merkte ich den Schmerz nicht ganz so doll. 

Als du endlich da warst liefen mir erstmal ein paar Tränen, weil ich einfach so glücklich war. Dein Paps stand noch immer hinter mir. Traute sich jedoch zu mir als du mir dann auf den Bauch gelegt wurdest. Mein erster Blick wanderte erstmal zwischen deine Beinchen, umzu schauen ob du wirklich wirklich ein Mädchen bist ^_^ Du warst übrigens ein ruhiges Mädchen, hast gar nicht bzw. nur wenig gemurrt als du auf der Welt warst und wir debattierten ob es so bleiben wird ^_^ 

Zudem stellte die Hebamme fest, dass du eine schmale aber sehr lange Eule bist und ich war schon sehr gespannt was die Daten sagen. 

Da die Plazenta nicht gleich raus wollte, musste ich nochmal kurz pressen. Hatte schon etwas Angst, dass sie anders entfernt werden muss, aber es ging so. Als Ärztin und Hebamme sie untersuchten hörte ich nur was von 900g. Mir wurde nur mitgeteilt, dass alles okay ist. Die Hebamme fragte mich noch ob ich das damit vor hätte. Ich sagte ihr, dass ich nicht vorhätte sie zu essen :D 

Als ich dann in dein Gesichtchen gucken konnte, stellte ich gleich die Ähnlichkeit zu deinem Papa fest. 

Wir konnten dich bewundern und ich wurde von der Ärztin wieder zur Jungfrau gemacht :P , so fühlte es sich jedenfalls an, es zog sich.  

Die Hebamme wusch dich dann ein wenig unterm Waschbecken, wog und maß dich. Als sie sagte, dass du 56cm lang bist war ich doch sehr erstaunt, weil über deine Größe nicht viel gesagt wurde in der Schwangerschaft. 

Als du dann wieder bei mir warst, riefen wir deine Großeltern väterlicher seits an. Deine Oma ging erstmal nichts ans Telefon, sie war wohl beschäftigt, musste ja arbeiten und deine Uroma freute sich sehr. Du warst die ganze Zeit über ruhig und hast nur umher geschaut. Vorher durfte ich noch ein Strickmützen für dich aussuchen. 

Später kam dann die Kinderärztin und hat die erste Untersuchung gemacht. Dann wurdest du angezogen und durfest zum ersten Mal zu Papa auf den Arm, denn ich musste erstmal etwas gewaschen werden. Eigentlich wollte ich gern duschen, doch war ich noch etwas benebelt, hatte ja viel Blut verloren und außerdem war mein Bein noch so taub von der PDA, dass ich zusammensackte, wenn ich auftrat. Wir debattierten noch darüber ob ich meine Socken behalten wollte oder ob die Weg können, denn die wurden ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Wir entschieden uns für den Müll. Als wir dann auf Station konnten, beglückwünschte mich die Hebamme nochmal und sagte mir, dass es eine große Leistung war, so eine große Eule zu entbinden :) Unterwegs aufs Zimmer kamen auch noch Glückwünsche. 

Mir fiel auch wieder ein was auf dem anderen Bild drauf war, und zwar ein Feld und im Hintergrund eine Scheune. 

 

So, erstmal wieder genug im Kopf gekramt :) 

Ich freu mich, dass du da bist, nun  schon seit 15 Wochen :wub:

Edited by Baby Bou
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