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Würdet ihr ein behindertes Kind zum Geburtstag einladen?

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Edi
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Ich brauch mal einige neutrale Meinungen zum obigen Thema....ich weiß auch gar nicht so richtig, in welche Rubrik das passt.....falls es woanders hinsoll, kann gern verschoben werden.

Und zwar ist es so, dass unsere Mädchen im Sommer zum ersten Mal ihren Geburtstag gefeiert haben und auch acht Kinder hier waren. Es war ganz toll und unsere Töchter begeistert. Sie warteten gespannt auf Gegeneinladungen, die erstmal nicht kamen. Als ich dann mal die Liste durchgegangen bin, stellte sich heraus, dass bis auf ein Mädchen bereits alle der Eingeladenen schon Geburtstag hatten und unsere Zwei nicht eingeladen worden waren. Nun hat eine gemeinsame Freundin der Mädchen nächste Woche Geburtstag und heute kam dann eine Einladung.....für Swani. Keine für Leni. Dem zukünftigen Geburtstagskind hat die Mutter wohl gesagt, sie hätte Rückenschmerzen und könne Leni nicht ständig herumtragen, aufs Sofa rauf und runter etc.

Tja, nun haben wir hier eine überglückliche Maus mit einer Einladung sitzen, die nur noch von dieser Party erzählt und die andere ist sehr traurig. Heute mittag hatte sie sich bereits im Kiga selbst einen Zettel bunt bekritzelt und sagte, das wäre ihre Einladung. Die Erklärung, dass sie trotzdem nicht mit dürfen wird, hat sie dann sehr getroffen und sie hat geweint. Den ganzen Nachmittag höre ich nun von Leni, sie wolle auch eine Einladung und sie wolle auch zu der Party von dem Mädchen.

.....und ich bin einfach nur stinkesauer und so traurig, dass ich heulen könnte. Warum erzählt die Mutter so einen Mist, sie hätte Rückenschmerzen und könne Leni nicht tragen? (Diese Erklärung kommt nicht zum ersten Mal, dann hat diese Frau wohl Dauerrückenschmerzen)Vorallem vor ihrer Tochter, die das natürlich weiter an meine Kinder tratscht. Wenn sie unsicher bezüglich des Handlings wäre, hätte sie gerne anrufen können und ich hätte ihr alles erzählt oder wäre auch auf den Geburtstag mitgekommen um zu helfen. Aber so ist das einfach doof. Ich bin drauf und dran, dort anzurufen und dieser Mutter einen zu erzählen.

Oder seh ich das zu sehr mit dem Mutterherz? Würdet ihr "Mehrarbeit" mit einem körperbehinderten Kind aufnehmen, wenn euer Kind mit diesem Kind im Kiga befreundet ist oder verlange ich da vielleicht zuviel? :aredface:

Wenn es so wäre, dass das Mädchen nur mit Swani befreundet wäre, dann könnte ich das durchaus verstehen - nur weil sie Zwillinge sind, müssen sie nicht immer gleich eingeladen werden. Aber mit diesem Mädchen spielen BEIDE.....

Als Trost hat die Mutter ihrer Tochter gesagt, Leni könnte ja an der Feier im Kiga teilnehmen, das wäre ja auch toll. :amad:

Mein Mann meint, ich soll es dabei belassen.....aber ich glaube, ich kann das nicht. Ich finde das so gemein - und wahrscheinlich denkt die Mutter darüber gar nicht nach.

Also wie seht ihr das? Würdet ihr anrufen und mal nachfragen nach dem Grund oder würdet ihr kommentarlos Swani absetzen und Leni vielleicht auf eine andere Einladung vertrösten?

VG Edi

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Puh... Ich glaube, so was sitzt. :aredface:

Mhm... Gut, mein Kleiner ist erst Jahr alt. Hatte also noch nicht das Vergnügen, nen "richtigen" Kindergeburtstag auszurichten und Kinder einzuladen. Ich würde da keine Unterschiede machen.

Aber ich denke mal, so von meiner Einstellung her, dass man doch reden kann.

Vor allem, wenn das Mädel doch mit beiden befreundet ist - dann wäre es doch "normal", auch beide einzuladen.

Man ist unsicher im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Aber die Mutter hätte es auch mit Dir / Euch bereden können. So wie Du schreibst, hätte man vieles erklären können oder Du wärst halt mit auf die Party.

Das Mädel war ja auch bei Euch - im KiGa sind sie täglich zusammen.

Mhm... Ich glaube, ich würde die Mutter ansprechen. Dass Du das Gefühl hast, die Rückenschmerzen seien vorgeschoben. Dass Leni so unglücklich ist. Und ihr dann "anbieten", dass Du vor Ort oder abrufbar sein könntest.

Edited by Sonnenblume1981
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edi - als ich es gelesen habe kam bei mir aus tiefsten herzen: na klar würde ich beide einladen - ich selber hätte keinerlei probleme damit. ich würde als mama die mutter auch darauf ansprechen - wie ist es denn wenn die beiden zusammen spielen - sind die mädels dann auch bei der freundin? oder immer nur bei dir?

habt ihr einen guten elternrat? eine gute gemeinschaft?

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Ich glaube das ist eine schwierige Situation. Ich weiß leider nicht wie doll Leni behindert ist.

Aber ich denke ich würde beide Kinder einladen und die Eltern bitten, dabei zu sein. Aber gut das hilft dir nicht weiter.

Ich weiß nicht, ob ich soviel Mut hätte die Mutter anzusprechen. Tja vielleicht kannst du der Mama sagen, dass du davon gehört hast zwecks Rückenschmerzen. Dann kannst du ihr anbieten, dass du hilfst.

WIederum werdet ihr noch oft genug vor dieser Situation sein, dass die Kinder Leni akzeptieren, aber die Eltern nicht. Geht Leni in eine integrations Kita, dann kann ich das Verhalten aller Eltern nicht verstehen.

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Ich würde auch anbieten dass du evtl mitkommst, sollte es denn wirklich nur an den Rückenschmerzen liegen, dürfte es dann ja kein Problem sein. Und nein, ich finde nicht, dass du das zu krass siehst. Mir ginge das auch so. Mein Freund hat eine schwere Gehbehinderung und geht auch überall hin mit, im Notfall dann eben langsamer oder wir verzichten auf einige Aktivitäten.

Übrigens toll, dass das Mädchen den Unterschied nicht macht und mit beiden spielt. Sieht man mal wieder dass das Problem wie so vieles bei den Erwachsenen liegt...

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bist du denn sicher dass es mit der behinderung zusammenhängt? nur weil man zusammen spielt, lädt man ja nicht jedes kind zum geburtstag ein. ich hab z. B. auch kinder nicht eingeladen obwohl amelie auch bei ihnen eingeladen war.

Anders kann ich mir ihre Begründung mit den Rückenschmerzen nicht erklären, Linda.....sie wird sicher keins der anderen 5-jährigen die Treppe hochtragen müssen, wenn im Kinderzimmer gespielt werden soll. :o

Und das mit dem Einladen und Gegeneinladen....also wir haben sie diejenigen einladen lassen, die sie wirklcih gerne mögen und mit denen sie im Kiga viel spielen. Naja, da erwarte ich schon dass sie auch "zurück" eingeladen werden....vielleicht seh ich das auch zu eng, mag sein. Und wenn es da um Beschränkung der Kinderzahl geht: Ganz ehrlich, dann hätte sie beide Mädchen nicht einladen sollen.

Also für die, die uns nicht so gut kennen. Leni ist im Rolli, kann krabbeln, schlecht sprechen, wird noch gewickelt, ist aber geistig fit und besonders in einer Geburtstagssituation absolut fröhlich....

Und ja - sie geht in einen Integrativ-Kiga.

Das mit dem Besprechen mit der Mutter hatte ich auch schon überlegt, aber mein Mann meinte, ich könne ja auch keine Einladung erzwingen....naja, das ist natürlich klar.

Edited by Edi
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Du reagierst sicher nicht übermäßig. Als Mutter siehst du das Ganze natürlich auch noch etwas anders. Lenis Gefühle wurden von der anderen muterr vollkommen außer Acht gelassen. Das würde ich ihr auch so sagen. Damit, Probleme mit anderen Müttern direkt anzusprechen, bin ich bisher immer am besten gefahren. Oft steckt nämlich einfach nur Gedankenlosigkeit dahinter. Vielleicht ist sie gar nciht auf die Idee gekommen, dich dazu zu bitten. Falls dem nicht so ist, wird sie in Zugzwang sein, sich zu erklären und dabei ihre Meinung hoffentlich noch einmal zu überdenken.

Je nach grad der Behinderung würde ich mir das alleinige Handling des besonderen Geburtstagsgastes auch nciht zutrauen bzw. zumuten wollen, da ich Angst hätte, im Zweifelsfall nicht über die Runden zu kommen mit den anderen lebhaften Gästen und dem besonderen gast.

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ja so zurück-einladen find ich persönlich kritisch. die kinder sind alt genug um wünsche auszusprechen und da hatte amelie halt auch andere kinder aufm plan als die bei denen sie eingeladen war.

das mit dem besprechen finde ich schwierig. damit zwingst du sie euch einzuladen obwohl sie es ja offensichtlich nicht will. Was willst du dann sagen? "Ich glaube deine rückenschmerzen sind vorgeschoben?".

Ich glaube ich würde Swantje hingehen lassen ohne großen Kommentar und vielleicht kannst du mit Leni an dem Tag was allein machen, was besonderes...eis essen oder ähnliches?

Das ist jetzt kein Vergleich, aber Nils ist sehr oft nicht da eingeladen wo Amelie eingeladen ist logischerweise. Auf nem 6. Geburtstag will keiner sonn 3jähriges Anhängsel dabei haben :lol: Ich mache dann an so einem tag was mit ihm ganz alleine, also nachmittags, wie gesagt eis essen oder ähnliches....

und der hinweis elternrat....das finde ich geht doch etwas zu weit.

Und ich würde mir das nicht zutrauen ein behindertes Kind auf einer Feier zu betreuen, aber wenn es eingeladen werden soll würde ich halt die Mama dazu bitten, klaro.

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edi - als ich es gelesen habe kam bei mir aus tiefsten herzen: na klar würde ich beide einladen - ich selber hätte keinerlei probleme damit. ich würde als mama die mutter auch darauf ansprechen - wie ist es denn wenn die beiden zusammen spielen - sind die mädels dann auch bei der freundin? oder immer nur bei dir?

habt ihr einen guten elternrat? eine gute gemeinschaft?

Das Mädchen war bisher nur einmal bei uns und meine BEfürchtung, sie würden Leni irgendwann "sitzen" lassen hat sich auch nicht bewahrheitet. Sie haben toll zusammen mit Puppen gespielt und gemalt. Bei ihr waren meine Mädchen bisher noch nicht und das wurde auch noch nicht angeboten.

Ja, der Kiga ist klasse - ich bin selbst im Elternrat und da ist alles prima. Eine Erzieherin hat nun allerdings wohl im Beisein der Kinder geäußert, das mit den Rückenschmerzen wäre ja wohl Quatsch.....natürlich eine tolle Aussage, mit der meine Kinder nach Hause kommen und sie nicht einordnen können.

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:abiggrin: das mit dem elternrat war auch nicht so gemeint das edi dahin rennt, sondern WIE GUT ist der komplette kontakt untereinander?

als beispiel, eine mama hat momentan sehr viel um die ohren, ich habe mit ihr geredet und ihr angeboten ihren sohn diese woche 1-2 x zum spielen zu nehmen, damit sie zeit hat - hier exestiert eine gute gemeinschaft ;)

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Je nach grad der Behinderung würde ich mir das alleinige Handling des besonderen Geburtstagsgastes auch nciht zutrauen bzw. zumuten wollen, da ich Angst hätte, im Zweifelsfall nicht über die Runden zu kommen mit den anderen lebhaften Gästen und dem besonderen gast.

Und ich denke, genau das könnte auch der Knackpunkt bei der Mama sein....was ich natürlich verstehen kann - absolut. Es ist mehr ARbeit als ein Geburtstag eh schon ist....mir tut es nur so sehr leid.

Linda - am liebsten ja: Diese dämlichen Rückenschmerzen sind doch nur vorgetäuscht!! Einfach weil ich sauer bin....aber klar, ich würde wohl einfach fragen, wie es kommt, dass nur eins der Mädchen eingeladen wurde, wo das Mädchen doch mit beiden spielt. Das ich sonst auch gern mitkommen würde zum helfen. Aber da kann die Mutter dann ja wirklich fast nicht mehr raus, ohne unhöflich zu werden. Und das will ich ja nun auch nicht.

Ja, was du gesagt hast mit dem etwas Besonderes machen haben wir nun angedacht...mal sehen, wieweit wir das schaffen können.

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Ich glaube es sind Berührungsängste. Angst vor dem Nicht kennen... da machen die meisten Leute Halt und trauen sich nicht...

Vielleicht hat die Mutter Sorge, dich anzusprechen... zu fragen ob du helfen kannst.

Ich kann mir vorstellen, dass man durch eine nette Ansprache Türen öffnen kann. Ich weis es nicht, denn ich kenne die Frau nicht, aber ich empfinde es oft so... das man den Leuten die Angst nehmen muss.

Ich würde vermutlich anders an ein Gespräch ran gehen, nicht ihr "einen" erzählen...sondern vermutlich so: Hey, ich habe mal eine Frage wegen dem geburtstag deiner Tochter. Sie hat jetzt nur ein Mädel von mir eingeladen. Ich kann mir vorstellen, dass es an der Beinträchtigung meine Tochter liegt. das ist ja auch nicht einfach sie in so eine Party zu integrieren, weil sie ja getragen werden muss wenn sie im Zimmer spielen. Ich wollte dich fragen, liegt es daran das es so komplziert ist oder an etwas anderem? Ich möchte mich nicht aufdrängen, aber wenn es an der Beinträchtigung liegen sollte, würde ich dir unter die Arme greifen. meine Tochter begleiten und natürlich auch ein bisschen beim einfangen der restlichen Kinderscharr helfen..Wenn es andere Gründe hat ist es natürlich ok, aber mir ist es wichtig, das zu wissen, weil ich glaube das viele Angst haben was falsch zu machen."

Ich glaube das kann ich mir vorstellen, so zu sagen..

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würde swantje verstehen wenn sie auch nicht hingehen darf und ihr macht was alternatives? das wäre konsequent, aber ist die frage in wie weit swantje das verstehen würde.

du könntest ja vielleicht das kind dafür an einem anderen tag einladen (ohne mutter)

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Swani nicht hingehen lassen, ist keine Option.....sie hat sich so sehr gefreut über die Einladung. Im ersten Moment habe ich das auch gedacht, dass ich sie auch zuhause lasse. Aber sie soll später nicht sagen, sie hätte zurückstecken müssen wegen ihrer Schwester :o

Kirschi, ja, danke, das klingt wirklich mustergültig. Hoffentlich ist es mir in dem Augenblick auch möglich, das so rüberzubringen, wenn ich denn wirklich anrufe (mein Mann ist nicht so für Konfrontation :o).

- - - Aktualisiert - - -

Herzchen, ja, es ist einfach total doof - das hat mir schon den ganzen Tag versaut, wie wird Leni das dann wohl in Erinnerung behalten? Jemand ein paar Postings vorher schrieb, das das wohl öfter so sein wird in Zukunft.....das ist wahrscheinlich wahr und ich denke, da werden wir uns noch ein dickes Fell zulegen müssen, das wir noch nicht haben. Im Moment nagt das sehr an uns beiden.

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Edi ich arbeite im Kindergarten mit integrativen Kindern und selbst ich hatte Berührungsängste. Zum teil habe ich das bei schwer Behinderten KIndern immernoch (die habe ich zwar im Kiga (noch) nicht)...

Ich habe gelernt professionell an sowas ran zu gehen. Mir fällt es manchmal schwer wie eine Mutter zu sein (ich verfalle dann oft in die Pädagogenrolle) was mich als Mutter selbst stört. Für den Job ist das toll aber für ein unbeschwertes Gespräch mit anderen Muddis nicht brauchbar...so hat jeder sein Laster...

Gibt es bei euch keine Initiativen? Ich kenn es manhcmal da es so Art Selbsthilfegruppe gibt. Ich glaube sowas kann einem sehr helfen, besser mit der Beeinträchtigung umzugehen und das "dicke" Fell zu bekommen.

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Kirschi... Du hast das geschieben, was ich mir gedacht habe - ich denke, so ist es eine "gute" Basis, das Thema anzusprechen.

Nicht mit "Vorwürfen" - auch, wenn da berechtigt was in Dir grollt. Und mehr oder weniger locker. Und schauen, was passiert.

Und ansonsten wirklich ein kleines Alternativ-Highlight für Leni parat haben.

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Huhu Edi...

Ich seh es wie kikra...ich hätte aus vollem Herzen beide eingeladen! Das muss einem doch klar sein, dass das Leni total verletzt. Zudem find ich die Begründung echt blöd. Ich persönlich hätte dich sicher als Mutter gebeten mir zu helfen, da ich 1.nicht sehr viele Erfahrungen mit der Pflege habe und 2. Auch die Verantwortung für die anderen Kinder habe und Angst hatte, dass ich es nachher nicht alles gebacken bekomme. Aber...das mach ich auch jetzt so! Wenn ich 5 oder 6 hier hab frag ich immer eine der Mütter ob sie mir helfen würde. Und viele Mütter freuen sich sogar darüber.

Wenn ich das lese würde ich euch am liebsten alle drei zur nächsten Geburtstagsfeier einladen!

Und echt und ehrlich? Levi hatte mal ein gesundes Kind eingeladen, dass war so anstrengend, dass kann kein rolli Kind toppen...

Ich würde mit der Mutter auch nochmal reden!

Arme leni. ...

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Huhu Edi! :wave:

Ick schließe mich da sona voll und ganz an! Ick hätte auch von Anfang an keinen Unterschied in den Einladungen gemacht und wenn mein Kind(!) schon nachfragt warum nur eines derGeschwister eingeladen werden "darf" wäre mir das ehrlich gesagt peinlich vor meinem Kind. :awink:

Aber auch ick würde dich als Mutter wohl ansprechen und fragen ob es möglich ist das du hilfst, vor allem wenn viele Kinder bei dem Geburtstag sind. Außerdem weiß man ja auch nicht wie Leni reagiert wenn diese fremde Frau sie für den Tag betreuen würde, die Kindergärtnerinnen kennt sie ja schon, aber eine Mutter von einem Kind bei dem sie noch nie zuhause war ist ja was ganz anderes. :ohwell:

Da sie dich nun leider nicht angesprochen hat und lieber eine fadenscheinige Entschuldigung vorgeschoben hat wird sie wohl sehr unsicher sein und vllt. hilft es ihr wenn du sie mal ganz unverbindlich fragst. Trefft ihr euch wenn ihr die Kinder abholt? Dann könnte man das ja mal machen, fänd ick persönlich besser als am Telefon.

Ick verstehe die Mutter echt nicht... wenn man sein Kind in einen integrativen KiGa bringt muss man doch auch damit rechnen das es behinderte Freunde haben wird und die dann auszugrenzen, nur weil man unsicher ist, finde ick total blöd. :sado:

Aber vllt. hat sie einfach Angst das du als Mutter säuerlich reagierst wenn sie dich fragt ob du helfen kannst, oder sie hat über diese Möglichkeit noch gar nicht nachgedacht, wer weiß es denn? :awink:

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Hallo Edi,

ich habe auch ein behindertes Kind. Er ist mittlerweile 10,5 Jahre alt und war bisher erst auf drei Geburtstagen eingeladen - bei einem anderen behinderten Kind. Dieses Jahr hatte er selbst keine Lust mehr, zu seinem Geburtstag einzuladen, denn in den Jahren zuvor hat er immer schön Einladungen verteilt und es kam niemand, auch keine Absage. Nur das andere behinderte Kind aus seiner Klasse kam. Es war immer sehr frustrierend. Vor allem, weil er nicht versteht, warum noch nie einer der Jungs, mit denen er in der Schule zu tun hat, zu ihm kam. Einladungen, die Jungs ansprechen, die Eltern ansprechen, dass xy doch ruhig mal zum Spielen kommen kann usw. haben außer unverbindliche "Wir rufen mal an" nichts gebracht. Ich denke es sind Berührungsängste. Und in unserem Fall als Zugezogene auf dem platten Land, scheinen diese Ängste noch mal größer zu sein.

Wenn du für dich die Möglichkeit siehst, die Mutter anzusprechen, dann mach es. Vielleicht seid ihr ja erfolgreicher als wir hier!!! Ich drücke dir die Daumen. Ich kann deine Gefühle so gut verstehen!

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Hab mir gerade mal alles durchgelesen...

Spontan würde ich jetzt sagen, dass es für mich kein Problem darstellen würde (und ich darf seit Jahren nichts mehr Heben und Tragen, lässt sich halt bei Kindern schwer umsetzen).

Ich würde einfach den Kontakt zu der Mutter des behinderten Kindes suchen und die Fragen fragen, die geklärt sein sollten, evtl auch, ob die Mutter dabei sein könnte oder möchte...

Aber wenn die Kinder miteinander spielen, sehe ich da kein Problem und für mich hört sich diese Rückenschmerzen Geschichte schon auch sehr erfunden an.

Ich würde es nicht auf sich beruhen lassen und das hat jetzt nichts mit Einladung erzwingen zu tun, denn das würde ich nicht wollen. Aber die Tatsache, ob sie die Schmerzen vorschiebt, würde ich klären!

Ansonsten find ich die Idee, dass du an dem Tag mit Leni was Besonderes machst, auch toll! Eben, weil du keine Einladung erzwingen willst, Leni aber sicherlich traurig sein wird, wär es doch toll für sie, wenn sie an dem Tag auch was ganz Tolles erleben kann.

Interessant wäre halt, ob das Kind, bei dem die Feier ist, ausdrücklich Leni nicht einladen wollte, oder ob es eben wirklich die Mutter ist...Kinder sind ja schon manchmal eigen, aber es hört sich für mich einfach nicht danach an, sondern nach fauler Ausrede...was ich sehr schade finden würde.

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Huhu Edi,

ich denke es sind einfach Berührungsängste und deshalb gibt es eine vorgeschobene Ausrede.

Wahrscheinlich kann sie sich gar kein Bild machen wie viel Hilfe Leni brauchen würde.

Da ich beruflich mit körperlichen und geistigen Behinderungen vertraut bin hätte ICH auch nicht gezögert beide einzuladen, aber ich weiß auch wie oft Menschen sehr unsicher sind im Umgang mit besonderen Kindern - leider !! Lieber kucken sie weg, als zu fragen.

Dass von Geschwistern nicht beide eingeladen werden, auch bei Zwillingen oder etwa Gleichaltrigen finde ich jetzt nicht schlimm, aber in eurem Fall scheint es ja wirklich nur fadenscheinig zu sein und es wird einfach der leichte Weg gegangen.

Also ich glaube ich würde mich nicht aufdrängen und auch nicht fragen ob ich denn nicht vl. mitkommen sollte - ich würde die Mama nach dem Geburtstag fragen ob ihr euch nicht mal alle zusammen treffen wollt und sie dann Lentje auch etwas besser kennenlernen kann, da sie auch sehr gerne gekommen wäre bzw. mit ihrer Tochter spielt.

Klar ist Leni jetzt enttäuscht, aber ich denke sie vergißt das auch schnell wieder.

Mach was tolles mit ihr, laß sie auch einen besonderen Tag haben und versuch ihr das negative Gefühl ein bisschen zu nehmen.

Leider wird es im Kinderleben noch öfter Enttäuschungen geben - auch wenn wir Mamas die Zwerge gern davor bewahren würden - aber dadurch wird man auch stark .... und leider leider wird sie das wohl noch ein paar Mal brauchen im Leben und lernen müssen sich nicht unterkriegen zu lassen - ich denke du kannst ihr das Gefühl sehr gut geben :kuesschen:

Ich versteh deinen Frust trotzdem - keine Frage !!

Aber versuch Leni es nicht merken zu lassen ... wünsch euch einen schönen Tag trotz allem.

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