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Geburt im Auto

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Traudl
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Hallo , auch ich hatte vor meinen Sohn im Februar 1997 zu Hause auf die Welt zu bringen. 4 4/2 Jahre zuvor wollten wir das auch bei der Tochter , mussten aber abrechen weil es so lange dauerte und nichts mehr vorwärtsging. Kaum in der Klinik war dann meine Tochter da.

Bei meinem Sohn wollte ich das vermeiden. Am Abend um 23.30 uhr platze die Fruchtblase,ich rief die Hebamme an. Sie meine ich solle abwarten, vielleicht noch ein wenig schlafen. Kurz darauf rief sie zurück, sie kommt doch gleich zu uns nach Hause. Um 00.30 Uhr waren die Wehen dann schon ziemlich stark, der Muttermund öffnete sich und alles schien normal und gut. Dann kam aber ein wenig Blut und die Hebamme war sich nicht 100% ig sicher ob das von der Plazenta kommt. Also, alles abgebrochen (wie 1992) ich schnell ein Kleid angezogen, Socken und ins Auto. "Mich friert" schrie ich, mein Mann brachte schnell noch eine Decke. Und wieder ging es los, mitten in der Nacht im kalten Februar, auch geschneit hat es noch.

Die Hebamme hinterhergefahren, vor lauter Eile hat sie ihr Köfferchen bei uns stehen lassen.

Ich habe gemerkt dass es bei mir nicht mehr lange dauern würde, dass ich bald Pressen müsste . Mein armer Mann fuhr wieder einmal eine stöhnende Frau durch die Nacht. Auf einmal rief ich" der Kopf kommt". Mein Mann konnte noch schnell am Parkplatz anhalten, ich lag auf dem Rücksitz (mein Mann hatte in einer Vorahnung schon alles vorher mit einer Plane abgedeckt). Mein Mann leuchtete mit dem Feuerzeug, die Hebamme half so gut es ging.

Dann war das Kind da, ich zog es auf meinen Bauch und deckte es zu. Ich wusste nicht was es war, nur dass ich sehr sehr glücklich war. Das Kind lebte, ich war schmerzfrei und so ging es dann ins Krankenhaus. Mein Mann frage unterwegs "was ist es denn jetzt" und ich fasste nach unten. Eindeutig ein Junge, so wie es der Arzt schon vorausgesagt hatte.

Im Krankenhaus schauten alle äußerst verwundert, ich lag mit gespreizten Beinen hinten am Sitz, das Kind war ja immer noch angenabelt.

Die Hebamme verlangte Klemmen und eine Schere und so konnte mein Mann dann die Nabelschnur abschneiden.

Dann bin ich ins Krankenhaus, weil ich etwas gerissen bin und genäht werden musste.

Mittags um 12.00Uhr hat mich mein Mann dann abgeholt.

Obwohl mich jeder bedauerte dem ich von der Geburt erzählt habe kann ich nur sagen, es war für mich schöner als bei der Tochter . Auf keinen Fall wollte ich diesesmal wiedr im Krankenhaus entbinden, mich dort wieder als"abgebrochene Hausgeburt" behandeln lassen.

Dieses unsagbare Glücksgefühl war für mich wirklich etwas Besonderes und noch heute denke ich oft darüber nach.

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Hallo Traudl,

also für mich ist die Geburt im Auto der Traum meiner schlaflosen

Nächte, und auch so ziemlich das, wovor ich bei jeder Schwangerschaft

am meisten Angst hatte.

Ich habe meine letzten Kinder ambulant entbunden, aber wir haben es

gottseidank immer grad so ins Krankenhaus geschafft.

Gut, im Vergleich zu einer abgebrochenen Hausgeburt mag es nicht so

schlimm sein, aber ich glaub mein Mann würd auch die Krise kriegen,

obwohl er inzwischen "geburtserprobt" ist.

Liebe Grüße und alles Gute

Alex

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Hallo, ich habe im Anschluß an dieses Ereignis Gott gedankt, dass ich so viel Glück hatte und alles so gut ausging. Das war auch während der ganzen Zeit mein Hauptproblem, die Angst um das Kind. Nachdem dann aber alles überstanden und mein Sohn gesund war, hatte ich ein solches Glücks-und Erleichterungsgefühl wie noch nie zuvor.

Daher kam mir die Geburt auch nicht schlimm vor. Aber mein Mann sagte zu mir, noch einmal könnte er das nicht mehr mitmachen, das sei für ihn sehr schlimm gewesen.

Komischerweise waren wir die erste Familie im Freundeskreis die es mit einer Hausgeburt versucht haben. Wir haben es nie geschafft, weder bei der Tochter noch beim Sohn. Vielleicht hätte ich es beim dritten Kind bis zur Haustür geschafft, wer weiß.

Aber alle anderen in unserem Freundeskreis bekamen ihre Kinder zu Hause, und das alles ohne Probleme.

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  • 7 months later...

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