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Stottern

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Seele
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Hallo zusammen,

hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Stottern bei Kindern?

Theo ist grad 3 geworden und stottert seit etwa 2-3 MOnaten moderat. Besondern wenn er aufgeregt ist, kriegt er den Satz nciht raus. Besonders bereitet ihm der Satz oder Frageanfang Probleme.

"W W W W W W W W Wie geht das jetzt?"

Ich unterbreche ihn niemals, ich höre ihm immer zu und lasse ihn ausreden und ich weise ihn auch nicht aufs stottern hin. Ich dachte nämlich bisher, dass sich das einfach wieder gibt. Aber nach 2-3 Monaten wollte ich doch mal nach Erfahrungen fragen, ob sich das wieder verwächst.

Lieben Gruß

Seele

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kikra wie meinst du das?

hm philipp ist sprachlich so weit gewesen, das er sätze wie : mama, fahren wir wieder in die schweiz? ich möchte gerne wieder mit dem raddampfer fahren .... und seit neusten ist er : gegangt, hat getrinkt und geeesst usw.

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@Kikra: corrective feedback :awink: Also den Satz dann richtig wiederholen ala "Ja, da fährt ein Auto :asmile:" Niemals sagen "Das heißt aber AUTO und nicht Dauto!" So lernen die Kinder es auch und kriegen nicht jedesmal vor die Nase gehalten, daß sie was falsch gesagt haben.

Das mit dem Stottern ist normal und gibt sich in den allermeisten Fällen bald wieder. Die Zwerge denken dann einfach schneller als sie die Worte sprechen können und wollen auf einmal soviel schnattern, daß es dann eben in Stottern endet. Nicht beachten, immer aussprechen lassen und eben nicht das Satzende schon vorweggreifen.

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simi stottert auch zeitweise...ich beachte das garnicht...scheinen wirklich viele kinder in dem alter zu machen....

mit der grammatik handhaben wir das so wie siehe andere postings...was simi noch macht ist alle dinge zu verniedlichen...ich meine in tirol ist es ja äusserst gängig das erwachsene mit den kiddies in der verniedlichung reden...aber simi fängt nun selber damit an : hundele, autole, katzele, brotele, würstele etc. :lol:

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Unsere Logopädin sagte damals es bringt nichts sie zu "verbessern".

Allerings mach eich es auch so, dass ich bei gegangt auch sage, ahe er ist da hin gegangen als Bsp.

Tim "hängt" auch nach Aufregung bzw. Müdigkeit auch machmal, er wieder holt dann gerne ein Wort und kommt im Satz einfach nicht weiter.

Ich denke ich würde es auch mit nem Doc abklären, aber bevor sie ein gewisses Alter haben macht ein Logopäde eh nichts.

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hm philipp ist sprachlich so weit gewesen, das er sätze wie : mama, fahren wir wieder in die schweiz? ich möchte gerne wieder mit dem raddampfer fahren .... und seit neusten ist er : gegangt, hat getrinkt und geeesst usw.

man soll eher verbessern indem man das gesagte nochmal richtig wiederholt.

Die Fehler mit den unregelmässigen Verben macht Simon auch zur Zeit, eigentlich sind es ja logische Fehler, weil das Kind eine Regel entdeckt hat, die nur in diesem Fall halt nicht so angewandt wird.

Ich wiederhole dann; Du hast bei der Oma etwas getrunken? Was denn?

oder ähnlich

VG Juni

also nicht den Satz vom Kind wiederholen lassen sondern ihn im Zusammenhang durch dich verbessern, dann prägt sich das Kind mit der Zeit die richtige Verbform ein.

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Hab ne Logopädin angerufen, die ich noch aus Vincents Krabbelgruppe kannte. Sie meinte auch es sei nicht schlimm und ich solle ihm locker Zeit bis zum Frühjahr machen - falls es ncoh nicht besser sein sollte, könne ich mich wieder melden. Bin beruhigt.

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uiiiiiiiiiiiiiiii, da bin ich ja beruhigt. tim macht das auch! wenn er aufgeregt ist kann man ihn kaum verstehen. ich sage dann immer: laaaaaaaaaaangsam sprechen tim! ist das denn falsch? meist ist es danach besser. hab mir auch schon gedanken gemacht...

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Oh man, das Stottern nimmt grad voll überhand. Er kann kaum noch sprechen :aeek:

"a a a a a a a a a ao o o o o o o o ab ab aba ab ab ab ab aba ababa gehn wirn noch aufn Spielspatz?" heftig oder?

Er brauch da manchmal ne volle Minute für und es kommen kaum noch normale Sätze.

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Also für das Perfekt: (wurde aber schon von anderen so ähnlich gesagt)

Es gibt 3 Phasen:

1. Phase: Hier lernen die Kinder alle Perfektformen der Verben, die es verwendet einfach auswenig, bzw. lernt die Formen so wie alle anderen Wörter auch. Deshalb machen die Kinder in Phase so gut wie keine grammatikalischen Fehler.

2. Phase: Jetzt bemerken sie, dass es Regeln gibt und zwar lernen sie die Regel für die regelmäßigen Verben (machen, weinen, kochen, etc). Es bemerkt, dass für die regelmäßige Verben Regeln gelten und wendet diese Regel nun auf ALLE Verben an, also auch auf die unregelmäßigen. Aus diesem Grund kommt es nun zu vermehrten Fehlern, da die Regel eben nun auch auf die unregelmäßigen Verben übergeneralisiert werden (habe getrinkt, habe geschlaft, habe gerennt, etc). Deshalb denken viele, dass das Kind sich grammatikalisch verschlechtert hat und Rückschritte macht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall! Es ist ein mega Fortschritt, diese Regel erkannt zu haben.

3. Phase: Nun merkt das Kind, dass es mit der einfachen Regel leider nicht weiterkommt. Es bemerkt, dass sein Umfeld einige Verben anders im Perfekt verwendet, als es selbst. Es begreift, dass es weider etwas ändern muss.

Jetzt muss es somit die unregelmäßigen Verben erneut auswendig lernen und zwar indem es diese Verben wieder aus dem Sprachfluss filtert, lernt und dann korrekt verwenden kann. Jetzt macht es auch nach außen hin wieder Fortschritte!

So viel zum Perfekt, ich hoffe es wurde verständlich!

So nun zum Stottern!

80% aller Kinder haben im Alter von 3-5 Jahren (manche auf früher oder später) sogenannte Entwicklungsunflüssigkeiten. Eben weil es so gehäuft auftritt spricht man davon, dass es in dem Alter psysiologisch ist, also normal. Der Grund dafür ist lapidar gesagt, der Mund ist schon weiter als der Kopf, die Kinder haben einfach zu viele verschiedene Regeln im Kopf, die sie noch nicht flüssig und schnell genug anwenden können.

Nur 1% aller Kinder behält das Stottern und wird damit leben müssen (außer es wird später nochmal eine Therapie unternommen).

So, dass sind die harten Fakten.

Nun gibt es aber auch Abstufungen in diesem Entwicklungsstottern:

Es werden nur Satz-Teile oder Worte wiederholt, es kann zu kurzen Dehnungen oder auch kleinen stillen Pausen kommen, jedoch ohne dass sich das Kind dabei anstrengt muss oder in seinem Sprechen verkrampft. Das Sprechen ist eben einfach etwas unflüssig.

Das Kind beginnst sich an beim Sprechen anzustrengen und beginnt leicht zu verkrampfen. Seine Atmung kann auffällig werden, indem sie stockt, es könnte nun auch Wörter vermeiden oder beginnen sie zu umschreiben. Somit zeigt es langsam Angst vorm Sprechen. Die Sprechfreude lässt nach. Das Sprechen wird auffälliger

Die Wiederholungen werden stärker, sie verändern sich hin bis zum Dehnen und Hängenbleiben an einem Laut. Dies ist jedoch nicht das einzigste Symptom. Das Kind verkrampft immer mehr, es spannt sich immer mehr an, es kann auch zu Mitbewegungen und Verkrampfungen im Gesicht oder des gesamten Körpers kommen. Die Atmung wird immer stärker blockiert, es kann zu Tonhöhenansteigungen kommen. Das Sprechen für das Kind wird merklich anstrengender. Die Sprechfreude nimmt massiv ab und ein immer größeres Störungsbewusstsein bestimmt die Kommunikation. Es kann zu einem großen Leistungsdruck kommen, und die Vermeidungsstrategien werden immer bewusster oder auch bewusster angewandet. Das Sprechen wird vermieden.

Ein weiter Faktor ist die Zeit, wenn das ganze länger als ein halbe Jahr dauert.

Und die Gene, wenn es also in der Familie schon Stotterer gibt.

Oder wenn mit den Unflüssigheiten nicht entspannt umgegangen wird, dies wirkt sich eher erhaltend aus.

Es ist also wichtig das Gesamtbild zu sehen!

Generell gilt, je früher therapeutisch interveniert wird, desto besser für die Entwicklung. Manchmal reicht auch nur eine Beratung beim Logopäden, der sich das alles genau anschaut und dann Termine in großem Abstand ausmacht, um das Ganze zu beobachten!

Darauf lassen sich die Kiä doch eher ein, als gleich auf ne Therapie!

Bei Fragen, her damit!

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