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Erfolgreich schwanger trotz PCO - Erfolgsgeschichte ohne Hormontherapie

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Hallo ihr Lieben,

dies ist ein Beitrag für alle, die sich mit PCO rumschlagen müssen und einen Kinderwunsch hegen.

Kurz zu meiner Person, ich bin 29 Jahre alt, selbst Ärztin, habe PCO und bin jetzt im 9.Monat schwanger.

Ich hatte eigentlich nie den Kinderwunsch, da bei mir Karriere an erster Stelle stand. Dennoch hatte ich ständig mit Übergewicht und den anderen Problemen bei PCO zu kämpfen. Um dem Einhalt zu gebieten nahm ich lange lange Zeit die Pille. Und trotzdem.. das Gewicht liess sich einfach trotz exzessivem Sport nicht reduzieren und die Behaarung wurde auch immer maskuliner. Gerade das Übergewicht machte mir zu schaffen, hatte allerdings - da ich mich mit dem Krankheitsbild nicht wirklich beschäftigt hatte nie daran geglaubt, dass es fast ausschliesslich auf das PCO zurückzuführen sei und ohne Behandlung eine Reduktion kaum möglich.

Im Rahmen des Studiums stolperte ich dann über diverse Therapien zum Ermöglichen eines Kinderwunsches bei PCO, aber solche Hormonklopper wollte ich mir a) nicht antun und B) bestand kein Kinderwunsch und alle Therapien zielten genau auf "Schwanger" ab und waren nur sporadisch erfolgreich - ich wollte aber eigentlich nur die Symptome mildern.

Im letzten Jahr während der Examensvorbereitung stolperte ich erneut über eine OFF-LABLE Therapie mit Metformin. Da viele PCO Frauen einen latenten Diabetes mit sich tragen, ist Metformin beinah notwendig das Gewicht bei dieser Krankheit zu reduzieren - ohne gehts so gut wie nicht! (Wir gehören wenigstens zu der Gruppe Menschen, die dann sagen können "Die Drüsen sind schuld" ;) ) Ich erkundigte mich bei meiner FA und diese stockte daraufhin nur, dass sie das nicht machen könne, da es off-lable ist. Ebenso diverse Hausärzte etc. Also therapierte ich mich selbst. Liess mir Metformin von einem befreundeten Arzt geben und siehe da.. das Gewicht fiel und fiel und fiel. 20 Kilo in 2 Monaten.. wahnsinn. Und auch die Eisprünge setzten wohl nach einiger Zeit wieder ein, denn ich hatte horrende Bauchweh. Eine befreundete FA schaute sich meine Eierstöcke im Ultraschall an und meinte ich solle unbedingt die Pille nehmen, falls ich doch noch nen Kinderwunsch hege. Gut. Gesagt getan. Im Februar vergaß ich die Pille dann zweimal. Egal! Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist ja sowieso ohne Hormonbehandlung sowas von gering. Also machte ich mir keine Sorgen. Das Metformin hatte ich bereits wieder abgesetzt, nachdem ich Normalgewicht erreicht hatte und nun auch halten konnte. Prompt im März blieb dann die Regel aus. Ich dachte nur "na super, fängt der Mist schon wieder an?".. Nö. Ich war tatsächlich schwanger geworden. Und das bei zweimal Pille vergessen. Der latente Diabetes ist seither weg. Mein Gewicht reduziert sich trotz Schwangerschaft weiterhin und ich bin gesund wie nie. Keine Anzeichen mehr von metabolischem Syndrom etc.

Ergo: Gewichtsreduktion bei PCO ist das A und O und kann mit Medikamenten unterstützt werden!

Also liebe Damenwelt. Lasst euch nicht entmutigen. Metformin wird von vielen Ärzten nicht verschrieben, da es eben off-lable ist, oder viele die Therapie überhaupt nicht kennen. Allerdings könnt ihr euch an einen Diabetologen wenden - die kennen die PCO Symptomatik und behandeln gegen Unterschrift mit Metformin, nachdem man diverse Tests hinter sich gebracht hat.

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Wie lässt sich denn feststellen, ob man eine latente Diabetis hat? Bei mir wurde auch PCO diagnostiziert. Mein Gewicht hab ich im Griff, aber nur mit viel Sport kann ich mich auf Normalgewicht halten. Versuche momentan mal mit Akupunktur meinen ZYklus zu regulieren. Wir haben schon viel hinter uns. 6 Zyklen Clomifen und wegen des schlechten SG meines Mannes nun auch schon 3 ICSIS :(

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Im Prinzip ist das ganz simpel. Lass einfach nen oralen Glukosetoleranztest machen, beim Diabetologen, Endokrinologen oder nem guten Frauenarzt. Dabei wird dreimal der Blutzucker gemessen. Einmal nüchtern, dann muss man ne Zuckerlösung trinken und im Abstand von jeweils einer Stunde wird erneut gemessen. Dann kann man darauf schließen, wie dein Körper den Zucker verarbeitet, bzw. ob eine Insulinresistenz vorliegt. Bei dem latenten Diabetes des PCO handelt es sich um eine Art Typ2 Diabetes, der allerdings nicht sooo pathologisch ausfällt, wie bei einem echten Diabetiker, allerdings ist der Test trotzdem auffällig. Nicht jede Frau mit PCO hat diese Insulinresistenz, allerdings ein Großteil und wissens nichtmal. Für den Diabetes verantwortlich ist letztendlich das Hormonchaos, was deine Eierstöcke verursachen und umgekehrt - was letztendlich zu einer Art Teufelskreis führt und somit das PCO weiterhin unterhält. Das ist zwar medizinisch allgemein bekannt, wird aber manchmal einfach nicht in die Therapie mit einbezogen, eben weil die Therapie mit Metformin nicht bei PCO zugelassen ist, aaaber man bekommt sie, wenn man mit Nachdruck arbeitet =)

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hallo zusammen,

ich habe auch pco mit insulinresistenz. mein glukosetoleranztest fiel aber ganz normal aus. bei mir wurde aber nicht nur der blutzucker im finger gemessen, sondern auch bei jeder messung der insulinwert bestimmt.

dieser war dann extrem erhöht, dadurch hatte ich aber auch ganz normale blutzuckerwerte, aber der körper hält diese hohe insulinproduktion nicht über jahrzehnte aus, deshalb handelt es sich um die vorstufe eines diabetes. so wurde es mir jedenfalls von meinem arzt erklärt.

also unbedingt insulinwerte mitbestimmen lassen beim glukosetoleranztest.

lg nadjana

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das stimmt... man hat eine hyperinsulinämie... allerdings bin ich der meinung, dass die bestimmung des insulinspiegels nicht von jeder krankenkasse übernommen wird und der OGTT ist wie gesagt nicht "normal", war er sicher auch bei dir nicht.. er ist nur nicht so pathologisch wie bei einem diabetiker.. so sind die nüchternwerte oft vollkommen normal und nach der 2. messung steigt der wert nicht über 200 und erreicht bei der dritten messung auch nur die 140-180.. das gilt nicht als "krank" aber auch nicht als normal. daher wird einem metformin ja auch nicht verschrieben, sonst würden die ja sagen "ah, diabetes, kein problem" aber der test fällt nur dezent auffällig aus und somit ist eine behandlung nicht indiziert. dennoch reicht es einigen ärzten aus, ohne den insulinspiegel mitzubestimmen, eine off lable therapie zu beginnen. nur die muss man erstmal finden.

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noch anzumerken sei, dass die blutzuckerwerte je nach aktuellem gewicht tatsächlich schwanken.. hat man zum zeitpunkt des tests ein relativ normales gewicht.. wird der OGGT um einiges besser ausfallen, als mit ein paar kilo mehr.. ich hab das bei mir mit staunen beobachtet...

der erste test fiel nicht pathologisch aus.. sondern wies nur auf eine störung hin: werte 75/180/165 - auffällig hier, dass der dritte wert viel zu langsam fiel, aber nicht wirklich "krank"

mein zweiter unter normalgewicht: 85/188/140 das ist beinah vollkommen gesund, aber auch nicht wirklich..

diabetes nennt man das in beiden fällen nicht.. aber es ist eine störung vorhanden

mein letzter OGTT während der Schwangerschaft hingegen war vollkommen normal: 80/180/98

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  • 2 weeks later...

Ich habe auch PCO und auch Übergewicht.

Alle Ärzte meinen ich solle abnehmen, dann reguliere sich der Zyklus.

Zudem hatte ich in der SS Diabetes .-.. und nu?

Sollte ich mich an meinen HA wenden? Ich weiß nicht welcher Weg am besten wäre. Eine Diät klappt immer bis 10 kg, dann ist Schluss und es kommt wieder ein Teil zurück. Seit einem Jahr habe ich 12 Kilo abgenommen, dauerhaft gehalten jedoch nur 8...

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das ist genau das beschriebene problem.. hausärzte haben oft von PCO nichtmal was gehört.. (mir so ergangen) und die, die etwas davon gehört hatten war es zu heiss ein off lable medikament zu verschreiben... gynäkologe ebenfalls... also..

bleibt nur ärztehopping.. bis man jemanden findet, der bereit ist mit metformin zu therapieren.. (voraussgesetzt, man hat auch wirklich diesen latenten diabetes)..

am besten anfangen beim gynäkologen, speziellem diabetologen, oder endokrinologen (wobei man hier ewig auf termine warten muss und ich mir durchaus vorstellen kann, dass die meisten mit pco und kinderwunsch bereits beim endokrinologen waren - schlägt der die therapie nicht von allein vor, wird er es kaum auf ausdrücklichen patientenwunsch tun)... ich würde dir raten, diverse ärzte einfach abzutelefonieren, dein problem zu schildern und die therapie mit metformin kennen bzw. auch bereit wären, dich zu therapieren.

nachdem ich mich selbst therapiert hatte.. fand ich trotz allem 2 ärzte die zur therapieführung und überwachung bereit waren. das eine war ne diabetologin, die meinte "klar therapier ich PCO mit metformin, das mach ich prinzipiell!" und der andere ein hausarzt : "mh.. pco ist stein-leventhal syndrom? und das kann man mit metformin therapieren? das ist interessant, noch nie gehört, ich lese das mal nach und melde mich..." was er auch tat. er überwachte dann meine leberwerte während der therapie, da ich das in meiner selbsttherapie aufgrund fehlender eigener praxis nicht machen konnte..

metformin für patientinnen mit pco und ohne den diabetes hilft allerdings nicht beim abnehmen! davon können wirklich nur die betroffenen mit diabetes profitieren.

immer ne tolle aussage von den lieben kollegen: "nehmen sie ab und halten sie das gewicht, dann reguliert sich der zyklus!" ist ja vollkommen richtig und unbedingt notwendig.. allerdings kann eine PCO patientin mit dem diabetes nicht einfach mal so abnehmen.. das kennt jede betroffene.. selbst wenn sie nur ne handvoll körner am tag futtert, normalgewicht erreicht sie so gut wie nie ohne medikamente..

und nochwas... auf nachfrage warum metformin bei PCO nur auf eigene verantwortung verschrieben werden darf, obwohl seine wirksamkeit bei dem krankheitsbild jedem einigermaßen weitergebildeten arzt bekannt ist : metformin ist einfach nicht bei PCO zugelassen, weil es dafür nie eine kontrollierte studie gab - und diese durchzuführen ist den pharmafirmen aufgrund des "geringen" patientengutes einfach zu teuer. kein markt ergo.

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also bei mir wars so, bekam zuerst dexamethason verschrieben, davon sanken meine erhöhten männl. hormone, ein normaler zyklus stellte sich nicht ein.... dann nach über einem jahr bekam ich für 1 zyklus clomifen, in diesem hatte es auch geklappt! :-)

nun da ich aber einen sehr unregelmäßigen zyklus hatte hat meine damalige fa den insulinspiegel im blut gemessen und sehe da beginnende insulinresistenz, sie verschrieb mir auch metformin, 5 tage habe ich es genommen bis die ersten anzeichen meiner schwangerschaft eingesetzt haben :-)

nach der ss werde ich auf jeden fall versuchen einiges abzunehmen!!!

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Ich muss nochmal nachfragen ... sorry...

wenn ich zum Diabetologen gehe (ich war in der SS bei einer aufgrund SS Diabetes-diese würde ich wieder kontaktieren) muss ich dort einen GlukoseIntolertanztest machen. Richtig, oder? jedoch muss dort nicht nur in den Finger gepiekst werden, sondern auch Blut abgenommen werden um den Insulinwert zu bestimmen??

Ich möchte gerne zum Arzt und das Problem dort ansprechem, jedoch möchte ich schon vorher ein kleiner Experte sein, um sicher zu gehen das ich meine Bitte auch gut verteten kann. Ich hatte leider immer grenzwertige Diabeteswerte....habe jedoch nach der SS nicht nochmal diesen scheußlichen Test gemacht. Jetzt wäre ich aber dazu bereit, wo sich auf einmal neue Möglichkeiten erschließen.

Zumal in meiner Familie Diabetes kusiert. Oma, Mama.....

#

was bedeutet Therapie mit Metformin auf eigenen Wunsch? Muss ich da was unterschreiben?

leloris, aus welchem Bundesland kommst du?

Ich finde es toll, das du hier so berätst :D In welcher Fachrichtung praktiziert du sonst?

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ja, du wirst einen OGTT machen müssen... einigen Diabetologen reicht das und sie verzichten auf die Bestimmung des Insulinspiegels. Meines Wissens nach, wird die Bestimmung des Insulinspiegels nicht von der Krankenkasse getragen (abhängig von Krankenkasse - bitte nachfragen). Sollte der OGTT nicht pathologisch (also gesund) ausfallen, würde ich auf jedenfall den Insulinspiegel mitbestimmen lassen, da dieser Test um einiges sensitiver ist als ein OGTT.

Beim OGTT wird der Nüchternglukosewert per Pieks in Ohr bzw. Finger bestimmt, dann trinkt man die abartige Zuckerlösung, wird dann eine Stunde später nochmal gepiekt.. und danach ne Stunde später nochmal. (Je nach Krankenkasse gibts da unterschiedliche Tests, aber das ist so das Prinzip) In der Wartezeit zwischen den Glukosewertbestimmungen musst du in der Praxis bleiben, damit du dich nicht allzusehr bewegst und Glukose "verbrennst" - gerade in unserem PCO Fall wichtig, da unsere Werte sowieso grenzwertig niedrig am "krank" sind.

Für die Bestimmung des Insulinwertes wirst du wohl oder übel venöses Blut lassen müssen, auch wenn es hier ebenfalls unterschiedliche Bestimmungsmethoden gibt. Hab ich selbst noch nie gemacht und auch bei keinem Patienten gesehen, da diese Form der Diagnostik wirklich selten ist und der Frühbestimmung eines "angehenden" Diabetes dient. Wie gesagt, sehr sensitiv. Aber dennoch, oft reicht ein OGTT einigen Ärzten schon aus und man kann auf die Insulinwertbestimmung verzichten -einfach den Arzt fragen.

Metformin "off lable" heisst einfach, dass es von der Krankenkasse nicht bezahlt wird, da das Medikament für die Behandlung bei PCO keine Zulassung hat und nur als "Heilversuch" gilt - ist aber nicht weiter schlimm, es hilft bei PCO Patienten insoweit, dass sie ihr Gewicht reduzieren können, was einen regelmäßigen Zyklus zur Folge hat. Man kommt aus diesem Teufelskreis: Übergewicht - Hormonmissverhältnis - Übergewicht... heraus, da das Übergewicht einen Großteil unseres Hormonchaos verursacht, bzw. verschlechtert. Außerdem kostet das Medikament privat wirklich wenig.. nicht mehr als 20 Euro im Monat, je nach Dosis die man braucht. Du bekommst das Medikament gegen Unterschrift, da du der "off lable" Therapie zustimmen musst und der Arzt abgesichert ist, dass du die Risiken kennst und ihn nicht verklagst, falls was passiert.

Vorsicht allerdings: Metformin hat Nebenwirkungen, wie jedes andere Medikament auch. Insbesondere Patienten mit Lebererkrankungen sollten aufpassen. Es wird allerdings regelmäßig eine Kontrolle der Leberwerte durch den behandelnden Arzt stattfinden. Ansonsten machts Dünnpfiff und Übelkeit etc... jeder hat so seine eigenen Nebenwirkungen - bei mir wars nicht so schlimm, nur anfangs etwas Übelkeit.

Sollte sowohl der OGTT, als auch der Insulinwert als "gesund" dastehen, wird dir kein Arzt Metformin verschreiben, auch nicht gegen Unterschrift. Denn.. PCO kann auch ohne den Diabetes einhergehen und Metformin wirkt nur gewichtsreduzierend, wenn tatsächlich ein Diabetes vorhanden ist. (Daher hat die Magersuchtfraktion das Medikament noch nicht für sich entdeckt)

Kurz und knapp: Frage den Arzt den du aufsuchen willst, ob er die Therapie mit Metformin bei PCO kennt und ob er bereit wäre - falls dein OGTT etc. pathologisch ausfällt - dir das Medikament off lable verschreibt und die Therapie überwacht.

Den Rest erklärt er dir schon, wenn er zur Therapie bereit ist (falls nicht - dann nicht aufgeben - die haben nur Angst sich die Finger zu verbrennen... danan einfach nächsten Arzt fragen)

So.. zu mir persönlich... ich wohne in Hessen und hab in Niedersachsen studiert.

Aktuell bin ich unfallchirurgisch tätig, bin aber sozusagen der kleine Internist bei uns auf Station, rein aus Neugierde.

Möchte später Facharzt für Anästhesie machen und dann hauptsächlich Notarzt fahren uuuuund ganz zuletzt in die Palliativmedizin und Sterbebegleitung...

Lg

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Hallo.

Das ist ja toll. Jetzt ist hier eine PCO-Versammlung und sogar eine Ärztin dabei.

Ich habe PCO + Insulinresistenz und werde seit fast einem Jahr mit Metformin behandelt.

Ich habe das Met beim Endokrinologen, der sich auf die Kiwubehandlung spezialisiert hat, bekommen. Ein Wundermittel ist es nicht, aber es hat sich bei mir eine Besserung eingestellt.

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Hallo DOM82!

Wieviel Gewicht hast du seit Metformin bereits verloren? Bei mir wars massiv viel.. zumal ich auch nicht regelmäßig esse. Hast du bemerkt, dass die Gewichtsreduktion einfacher ist bzw. "voran" geht? Welche Nebenwirkungen sind aufgetreten? Wie oft werden bei dir die Leberwerte bestimmt?

Ein Wundermittel bei Gott nicht.. das ist wohl kein Medikament.. und kein Medikament kann in diesem Fall die Krankheitsursache beseitigen.. wie auch in anderen Fällen womöglich nicht. Dann wären wir ja alle kerngesund ;D Allerdings spricht auch jeder unterschiedlich stark auf die Therapie an. Bei mir wars genau die erwünschte Wirkung, die ich mir erhofft hatte und die bei PCO eintreten kann.

Aber schön, dass es noch jemanden gibt, der längere Zeit Erfahrung mit Metformin gemacht hat und der zumindest eine "Wirkung" und dann noch eine positive bemerkt hat.

Umso mehr ärgert mich mal wieder, dass dass Medikament nicht für PCO zugelassen ist *seufz*

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Also an Gewicht habe ich nichts verloren, aber ich habe auch nur 10kg Übergewicht und bin auch wieder nicht mehr auf Diät, sonder futtere alles in mich hinein. Muss aber damit echt aufhören. Ich bin süchtig nach Schokolade, was bei Insulinresistenz ja echt nicht erlaubt ist.

Ohne Met hatte ich ein Jahr lang gar keine Mens. Da fühlt man sich nicht wirklich als Frau. Der letzte Zyklus war 45 Tage und dieser wird kürzer, weil ich bereits am 20.ZT einen ES hatte. Aber schwanger darf ich erst ab Ende November werden. Zumindest muss ich nicht mehr so lange auf die Mens warten. Dann sollen noch die Eileiter per Echovistmethode angeschaut werden und wenn sie frei sind, dann dürfen wir wieder üben. Dies wird mein erster "kurzer" Zyklus. Ich hoffe, dass es auch so bleibt.

An meinem Gewicht muss ich aber noch arbeiten. Ich muss meine Diät wieder aufnehmen.

Nebenwirkungen: Blähungen und Sodbrennen, aber nur wenn ich die KH-Menge übertreibe, so wie diese Woche.

Leberwerte werden eigentlich jedes halbe Jahr kontroliert, aber da ich bei drei Ärzten in Behandlung bin und jeder von denen weiß, dass ich Met nehme, kontrolieren sie die Werte immer mit. Und da ich sehr oft Arztbesuche mache geschiet es wohl alle drei Monate. Ich nehme auch etwas mehr als meinem Gewicht zusteht, aber die Hormonwerte sind noch nicht im Normbereich.

Zu den Hormonwerten hätte ich da auch eine Frage: Bei mir in der Familie sind alle Frauen super haarig. Da könnte es doch auch genetisch bedingt sein, dass meine männlichen Hormone nicht in die medizinische Norm passen. Also ohne Behandlung habe ich das Vierfache der Höchstgrenze bei Testosteron. Und ich musste bereits mit 8 Jahren mich unter den Achseln rasieren. Die Endo hat auch gesagt, dass es nicht mehr besser wird, dafür reicht das Met einfach nicht. Dann ist das Wort Hormontherapie gefallen und sieh da, ES am 20.ZT.

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Nun, Met ist nur ein Weg von vielen. Ich habe PCO, Übergewicht und KEINE Insulinresistenz, wurde alles getestet. Ich habe eine Ovarienstichelung gemacht - auch ein Weg, wie es ohne Medis klappen kann. Ich brauchte dann noch Medis, was auch ein guter Weg sein kann. Ich kenne viele, bei denen Met überhaupt nicht geholfen hat. Das wichtigste bei PCO ist einfach, dass man einen richtig guten Arzt hat, der einen auf dem Weg begleitet. :asmile:

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Natürlich ist Körperbehaarung auch genetisch bedingt.. man schau sich mal die südländischen Typen an. Allerdings muss bei deiner Verwandtschaft das ganze nicht mit dem PCO einhergehen.. behaart sein kann man auch ohne PCO. Wenn du dann noch PCO zu der genetisch vermehrten Behaarung hast, ist es umso... haariger.

Allerdings ist PCO alles andere als eine seltene Erkrankung.. auf und abgerundet 10% der Frauen und die Dunkelziffer wird um einiges imposanter sein.

Und selbst wenn einige in deiner Familie PCO haben.. hey =) wieviel davon haben Kinder in die Welt gesetzt..? Nimm das doch am besten als Hoffnungsschimmer mit.

Nun Gewichtsreduktion funktioniert natürlich auch mit Metformin nur, wenn man nicht über die Maße schlägt. Das heisst nichtmal, dass du Diät halten musst, wobei bei jedem von uns eine Diät "woanders" anfängt - ich esse einmal täglich und das ist für mich normal.. andere essen 3 mal täglich und einmal täglich wär für sie schon ne Diät ;D. Du solltest nur übermäßge Kalorienzufuhr abschalten und das heißt nicht Diät, sondern normal essen, denn Diät ist reduzierte Kalorienzufuhr (damit gehts natürlich noch schneller, aaaaber.. wenn du Met nimmst, funktioniert dein Stoffwechsel fast wie bei einem Gesunden und du wirst nicht mehr von "angucken" eines Kuchens dick) .. betreibe einfach "normale" Kalorienzufuhr und du wirst höchstwahrscheinlich Gewicht verlieren.

Das Essverhalten ist natürlich auch ein Grund für "bei einigen wirkt es, bei anderen wirkt es nicht". Met ist keine Freikarte fürs Schlemmen, aber für eine normale Ernährung ohne Gewichtszunahme. Hab ich früher einmal täglich gegessen womit ich gerademal meinen Grundbedarf decken würde.. hab ich trotzdem zugenommen... gesunde Menschen wären spargeldürre geworden. Heut kann ich dreimal essen und halte mein Gewicht, oder nehme sogar ab. Habe in der Schwangerschaft selbst jetzt massiv Gewicht verloren, weil auch hier das PCO außer Kraft gesetzt wird.

Ich finds schon krass, dass viele die Ausdauer haben so für ihren Kinderwunsch zu kämpfen.. massiv Hormone schlucken.. jahrelang hoffen.. künstliche Befruchtungen etc.. Hut ab - hätte ich niemals gemacht, wäre mir zuviel Hoffnung und hätte Angst gehabt, enttäuscht zu werden! Dann hast du doch bitte bei so einer Disziplin später die Kraft die Schokolade auf ein Normalmaß zu reduzieren und das Übermaß beiseite zu lassen ;-)

Zu Turtle.. ja.. das ist so ein .. ich mag sagen "doofer" Fall, wo keine Insulinresistenz vorhanden ist... da ist der kleine Hoffnungsschimmer "Zusätzliche Therapieoption mit Met" natürlich nicht vorhanden. Hast du den Insulinspiegel bestimmen lassen oder nur den OGTT gemacht?

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Ich nehme jetzt seit Januar die volle Dosis und habe erst jetzt einen ES am 20. Zyklustag. Habe auch gelesen, dass das Met mindestens ein Halbesjahr genommen werden. Ich stand auch kurz vorm Gang in die Kiwuklinik. Hatte dort sogar ein Termin gemacht und an diesem Tag habe ich erfahren, dass ich doch ss werden kann. Leider war das jetzt ELSS, aber ich wurde ss.

ja, das mit dem Schoki ist, so ne Sache. Ich achte schon auf mein Essen, aber um Gewicht zu reduzieren, muss ich einfach 1500 kal maximal am Tag essen. Da ich überwiegend sitzende Tätigkeiten ausübe, muss die Menge noch geringer sein. Da ist Schoki eigentlich pures Gift, weil die ja nicht wirklich satt macht, aber viele Kalorien mit sich führt.

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Leider ist es nunmal so, dass wir mit der Krankheit leben müssen, da sie nicht heilbar ist. Alle Therapien die angeboten werden bzw. die es überhaupt gibt sind sozusagen zur Symptomlinderung oder Erfüllung des Kinderwunsches geeignet. Aber sie sind kaum eine Dauertherapie. Was will eine Frau mit einem regelmäßigen Zyklus anfangen, wenn sie ihren Kinderwunsch bereits erfüllt hat? Die Hormonbomben, die ewigen Kontrollen sind eine so enorme Belastung für den Körper.. dass man - ist der Kinderwuncsh erfüllt - darauf verzichten sollte. Wir sind nunmal nicht die Menschen, die am Schluss mit einer Fußballmannschaft an Kindern strotzen können.. wir können froh sein.. wenn wir eines bekommen und da ist bei vielen dann schon die Kraft am Ende..

Ist ein Kind da... dann sollte man sich auf die Symptomlinderung konzentrieren.. wie zb Gewichtsreduktion per Met...um eine bessere Lebensqualität zu erreichen und das Stigmata etwas zu reduzieren... und nicht noch 3 Kinder bekommen.

Eingriffe in den Hormonhaushalt sind enorm gefährlich und haben Nebenwirkungen, die man seinem Körper nicht allzu oft und regelmäßig antun sollte (da ist jahrelanges Pille schlucken nen Zitronenbonbon gegen)

Wenn dir das eine Kind reicht..- und das ist immerhin schon ein riesen Vorteil, den du anderen PCO Patienten gegenüber hast, die vielleicht nie eins bekommen - dann geißel dich garnicht erst weiter.. und genieß die Schokolade.. und leb mit den paar Kilos mehr :-)

Gesund werden wir nicht.. besser wirds nur mit Einschränkungen in der Lebensqualität und Verzicht.. sowie Medikamenten.

Ich glaub am Schluß sollte man Prioritäten setzen.

Trotz dessen ich keinen Kinderwunsch hatte, habe ich Met genommen, um Gewicht zu reduzieren.. das war mir zu dem Zeitpunkt wichtig (außerdem wollt ich wissen, ob das wirklich mit Met funktioniert)... dass es der Auslöser für die regelmäßigen Zyklen war und zu einer Schwangerschaft führte.. war garnicht geplant..

ob ich es nach der SS wieder ansetze..? Wahrscheinlich nicht... weil sich meine Prioritäten geändert haben und ich nicht mein lebenlang Medikamente schlucken möchte, auch wenns "nur" Metformin ist.

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Ich habe mehrere OGTTs in der KiWu gemacht und war dann noch mal beim Diabetologen, weil ich natürlich auch von Met gehört hatte und wissen wollte, ob das etwas für mich ist.

Und so etwas wie "nur" Met gibt es nicht. Es ist ein Medikament, noch dazu in off-label Behandlung eingesetzt. Du hättest wahrscheinlich mit einer kohlenhydratreduzierten Diät genau die gleichen Wirkungen erzielt, wozu dann überhaupt ein Medikament?

Ich bin eine von denen, die ALLES in Kauf genommen hätten, um ein Baby zu bekommen und wenn es denn so sein soll, werde ich das gleiche wieder für ein weiteres Kind tun...und für ein weiteres.... und für ein weiteres. :)

Sicher muss man Prioritäten setzen, aber genau das tun die meisten Frauen hier ja. Die Priorität lautet Kinder und Familie. :)

Und am Ende, wenn man tatsächlich ein Baby im Arm hat, ist es egal, wie lange man gehibbelt hat oder wie lange man Hormone schlucken, o. Ä. musste.

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Also wenn ich endlich Mama geworden bin, dann werde ich nur die Pille wieder nehmen, denn ohne die Pille leidet meine Lebensqualität extrem. Und wenn diese für PCO geeignet ist, dann um so besser. Die Zeit ihne Mens war zwar schön, aber der Haarwuchs und die Pickel belasten mich wirklich stark.

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Ich möchte gerne noch ein Kind und deshlab muss ich auch wieder diese Hormone in den Griff bekommen. Jedoch derzeit nicht mit dem Cyclo Progynova...ich weigere mich, die machen mich fertig und erzwingen die drei Tropfen Mens mit so Hammer Bauschmerzen...nein danke.

Ich war gestern beim Heilpraktiker und da habe ich auch nochmal bewusst erfahren wie sch** PCO ist. Ich habe eine schiefe Haltung (dachte ich zumindest)...aber er sagte es käme vom PCO, da man oftmal an der Wirbelsäule Wasseransammlungen im Gewebe hat und dieses sich dann verhärtet (oder so ähnlich *g*)...

Ich werde auf jeden Fall den Diabetes überprüfen lassen, weil Vorbelastung in der Familie sind und wenn ich lese, dass viel PCOlerinnen das haben.....das war mir nicht bewusst :(

Was ist der Unterschied zwischen Diabetologe und Endokrinologe?

Ich weiß auch gar nicht ob Metformin für mich geeignet wäre. Ich habe keine Gallenblase und hatte vor kurzem mit Magenschleimhautentzündung zu kämpfen. daher sind Sobdrennen, Durchfall und Übelkeit eigentlich Begriffe, die ich erstmal dringend aus meinem Leben streichen will :)

Genrell bin ich auch dafür, keine Hormone mehr zu nehmen wenn der KIWU abgeschlosse ist, aber ich leider unter Migräne und ich denke das auch vieles mit dem kaputten Hormonhaushalt zu tun hat :(

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Diabetologe = beschäftigt sich mit allem rund um Diabetes = Teilgebiet der Endokrinologie ( zumindest wurde es dort eingeordnet, so lange es noch keine gesonderte Zusatzausbildung dazu gab).

Kirschi, lass es auf jeden Fall überprüfen, schaden kann das nicht. Ich wundere mich, dass die das nicht in der KiWu gecheckt haben? Bei uns in der KiWu war das für PCOlerinnen einer der ersten Schritte...

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