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die letzten Wochen vor der Hausgeburt (und Geburt von Matti)

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julia21
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Ich bin nun in Schwangerschaftswoche 35+3 angelangt und möchte so langsam beginnen auch meine Erfahrungen bezüglich unserer geplanten Hausgeburt aufzuschreiben für die Nachwelt :D

Mein Entbindungstermin soll der 08.01.2010 sein, allerdings wette ich das es so lang nicht dauern wird, daher beginne ich jetzt schon mit dem schreiben.

Wenn mich jemand fragt wie ich auf die Hausgeburt gekommen bin muss ich erstmal lang überlegen, denn es war kein Geistesblitz von heute auf morgen sondern eine langsame Annäherung an das Thema.

Nach meiner ersten Geburt im Dezmber 2007 in einem Krankenhaus begann ich die Aufarbeitung der Geburt damit mich mit den verschiedenen Geburtsmethoden zu beschäftigen. Ich habe mich durchs Worlwideweb gesurft auf der Suche nach ähnlichen Erfahrungen wie ich sie im KH gemacht hatte, stieß aber zu meinem Überraschen bei den von mir eingegeben Suchbegriffen immer auf Hausgeburten.

Ich googlete u.a. nach Begriffen wie Wassergeburt, Wirkung von Musik auf die Entbindung, Gebrutsathmosphäre etc. eben nach dem was ich erlebt hatte (was keinenfalls schlecht war ;) )

So kam ich immer mehr mit dem Thema in Kontakt, was dann auf dem Sommerfest der Hebammenpraxis meiner mich im Wochenbett begleinden Hebamme mit dem Thema Hausgeburten seinen Höhepunkt fand.

Ich war völlig fasziniert von dieser selbstbestimmten, ruhigen, ja fast friedlichen Art und Weise ein Kind ins Leben begleiten zu können.

Ich kaufte mir ein Buch von Leboyer und vertiefte so mein Wissen über eine Geburt wie sie wahrscheinlich nur zu hause möglich ist.

Als ich dann im Frühjahr diesen Jahres erneut schwanger wurde war klar: Ich hole mir Kontakt zu einer Hausgeburtshebamme. Ganz unverbindlich, ohne gleich eine Entscheidung ob ja oder nein treffen zu müssen. Nur damit ich sie, falls wir uns wirklich dafür entscheiden, schon in der "hinterhand" habe.

Ich traf Betti also das erste mal in der 5. ssw in ihrer Sprechstunde in der o.g. Hebammenpraxis und wir waren von anfang an auf einer Wellenlänge.

Sie hat die selbe Auffassung wie ich von einer Geburt und unterstützte mich von anfang an sehr in der SS ohne uns eine HG aufdrängen zu wollen.

Als ich das erste mal in der 12. ssw zum US zur Frauenärztin ging und mich dort mehr als unwohl fühlte, da ich als Studentin mit 23 Jahren von vornherein abgestempelt wurde, war mir klar ich werde diese SS hauptsächlich von Betti betreuen lassen und nur zu 3US Terminen zum FA gehen.

Durch lange Gespräche mit Betti bei den Vorsorgeterminen und mit meinem Partner stieg ganz langsam der wunsch nach einer HG und verfestigte sich von Woche zu woche mehr.

Als wir dann im Hebst in ein haus zogen war die HG noch greifbarer und die Entscheidung so gut wie gefallsen.

Ja so kam ich nun bis zur 36.ssw und schreib hier meine Erfahrungen auf.

Ich bin im übrigen sehr offen für alle Fragen ;)

Ich werde dann immermal so nach und nach einiges über die genaueren Beweggründe, Wünsche, Ängste, Hoffnungen schreiben- genauso wie über unsere Vorbereitungen und natürlich den Geburtsbericht wie es dann am Ende wirklich war.

Vielleicht schaffe ich es somit etwas das Schreckensgespennst Hausgeburt aus den Köpfen der werdenden Mamas zu bekommen und einen kleinen Schubs zum nachdenken geben ;)

Jetzt guck ich erstmal CSI NY :D

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Du wirst sicher eine tolle hausgeburt haben, hätte ich mal besser auch so geplant:rolleyes:. Und friedlich fand ich sie auch, im KH war ich eindeutig lauter(hat auch irgendwie mehr weh getan). Weiß garnicht ob ich bei shyann überhaupt einen muks von mir gegeben hab:confused:. Dann les ich mal brav mit interessiert mich ja:p.

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Ich danke euch allen für die Guten Wünsche!!

Heute mag ich mal was dazu schreiben, wie ich mir Mattis Geburt so vorstelle, was meine Wünsche und Ängste diesbezüglich sind.

Denn ja auch eine Mama die eine HG plant hat angst!

Im großen und ganzen war ich ja mit Jannes Geburt zufrieden und glücklich über meine Leistung, die ich ganz allein ohne medizinische Hilfe vollbracht hatte :D

Ich fühlte mich recht wohl im KH, es war Nachts, relativ dunkel(gedimmtes Licht), schöne Musik und freundliches Personal. Ich habe es geschafft innerhalb einer Schicht zu entbinden, sodass ich keinen Personlawechsel hatte (Gott sei dank).

Ich kann also fast nichts schlechtes an der Geburt finden, außer das ich mir wünschte mehr zum "turnen" animiert wurden zu sein. Ich lag quasi die ganze Zeit(etwa 7h) in diesem Entbindungsbett rum und war mitm CTG verkabelt, was mich zum Ende hin schon ziemlich nervte.

Aber alles in Allem blieb mir die Geburt als positiv in Erinnerung und das ist vielleicht auch ein Punkt warum ich mich traue es zu haus zu wagen.

Vielleicht bin ich ein bissel naiv und wünsche mir das diese Geburt genauso komplikationslos verläuft, aber ich weiß, dass nicht jede Geburt gleich ist.

Aber Hoffen kann man ja mal ;)

Ich habe die selben romantischen Vorstellungen wie Wintergarten damals :D

Ich habe eine Duftlampe gekauft, mir Entspannungsmusik zugelegt und schon seit 8 wochen das Zimmer geplant. :uglygaga:

Ich werde wenns geht im Wohnzimmer entbinden, denn dort ist am meisten Platz für all meine Turngeräte wie Pezziball, Tuch, Couch, Hocker etc.

Ich stelle es mir so schön vor im Kerzenschein, mit Weihnachtsbaum und Weihnachtsdeko, Nachts wenns draußen kalt ist und schneit ein Baby zu bekommen.

Klar ist die Geburt kein Spaziergang, den man mal eben so dahinschlendert ohne sich anstrengen zu müssen, bei dem man Pausen machen kann wenn man nicht mehr kann.

Das ist mir schon bewusst, aber ich habe, vor allem auch durch meine Hebi und meine Yoga Stunden gelernt, auf meinen Körper zu hören und ihm zu vertrauen.

Vertrauen in Natur und den eigenen Körper spielen bei einer HG eine riesen Rolle und wenn man der Natur nicht vertraut, das dass was da mit einem passiert gut ist so wie es ist, dann sollte man doch lieber in eine Geburtshaus oder KH gehen, denke ich.

Denn der kleinste Zweifel an seinem Tun kann echt hinderlich sein.

Ich bin mir also aller Konsequenzen die da kommen können bewusst (mein Partner auch) und wir wissen, dass es ganz schnell zu einer Notsituation kommen kann.

Aber wenn es so ist dann ist es so, dann sollte es so sein und wir müssen dann versuchen das Beste draus zu machen und mit den Konsequenzen leben.

Ich weiß also gar nicht genau ob es tatsächlich Angst vor einer Verlegung ins KH ist oder doch eher Respekt über die Kraft und Launen der Natur denen ich mich zu haus weitaus mehr aussetzte als in einem "überwachten" Kreissaal mit Technik und Ärzten.

Ich weiß nur ein Kaiserschnitt wäre das letzte was ich will und ich werde wie eine Löwin kämpfen das Kind spontan zu gebären. Ist es allerdings nicht möglich, ja dann muss ich wohl damit leben und dann ist es ja auch besser für das Baby und für mich.

Ich hoffe aber mal, dass durch die Tatsache, dass ich bereits einmal normal entbunden habe, das "Risiko" eines KS geringer ist.

Ich bin so ein Mensch der gern alles plant und organisiert, aber eine Geburt ist eines der Ereignisse im Leben die so gar nicht planbar sind und davor hab ich Respekt.

Ich glaube das ich durch meine Erfahrung einer HG viel für mich dazulernen kann was Unvorhergesehenes betrifft und vielleicht lockerer werde wenn nicht alles so kommt wie ich es geplant habe.

Ich werde sehen...

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Klopft der Kleine mit dem tollen Namen denn schon an?

Ja er schient sich so langsam bereit zu machen, denn Senkwehen hatte ich bereits in der 34-35.ssw.

Es scheint also genau wie Janne ein Frühstarter zu werden, daher auch die Vorstellung mitm Weihnachtsbaum :D

Geburtsbereit ist mein Körper wohl schon, laut Tastbefund der Hebamme- mal sehen wie lang es noch dauert ;)

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Hach, ich bin auch schon so sehr gespannt (hab ich das schon mal erwaehnt:D:p?)! Es ist ganz toll, dass du hier alles ganz genau aufschreibst, fuer uns aber natuerlich vor allem fuer dich:).

Ich wuensche dir von Herzen, dass alles so verlaeuft, wie du es dir wuenschst:kuesschen:!

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Guest Wintergarten

Cool :D! Fredi und ich lesen mit!

Die Duftkerzen hab ich übrigens immer noch :P.

Ich wünsch dir eine genau so tolle Geburt wie bei uns - natürlich mit einem besseren Ende!

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Ich danke euch :o

Mensch mensch mensch, was tut man nicht alles für eine hoffentlich reibungslose Geburt.

Ich sitze hier und quäle mir Tee rein der nach vergammelten Heu riecht und (glaubt mir) auch nicht wesentlich besser schmeckt. Das ganz ist ne Mischung aus Himbeerblätter und Hirtentäscheltee *schüttel*

Hirtentäschel hilft bei zu starken Blutungen(wie auch Nasenbluten und starken Monatsblutungen) und einige Wochen vor der Entbindung täglich getrunken, verringert er wohl das Risiko eines zu starken Blutverlusts, da sich dadurch die Wundstelle, an der die Plazenta saß schneller zusammen ziehen soll. Ich bin gespannt ob das was bringt.

Ich hoffe doch, denn ein Genuß ist das wahrlich nicht!!!

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Guest Wintergarten

Ha, dann gehts bald los :D.

Ich hatte am Tag VOR den richtigen Wehen so üüüüüüberhaupt nix. Naja, du hast ja eigentlich auch noch ein Weilchen hin.

Wird die Hebi denn entbinden, wenn sich Matti vor der 37. Woche auf den Weg macht?

Meine Hebamme meinte, da DÜRFE sie gar nicht...

Bäh, ich kann mich auch noch an den Komposttee erinnern *ekel*.

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Der Thread ist in meinen Abonnements und ich warte gespannt auf die Geburt deines Kleinen - ist wirklich ein wunderschöner Name. :) Auf dass alles so wird (oder noch besser) wie du es dir vorstellst!

(Das mit dem Weihnachtsbaum und dem Schnee ist wirklich eine romantische Vorstellung - ich bin auf den Abgleich mit dem realen Erlebnis schon sehr gespannt!)

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Wird die Hebi denn entbinden, wenn sich Matti vor der 37. Woche auf den Weg macht?

Meine Hebamme meinte, da DÜRFE sie gar nicht...

Also ab morgen bin ich dann bereits in der 37. woche und ab dann wäre es sicher kaum noch ein Problem.Er wird auch nicht am Wochenende purzeln glaube ich.Zumindest hab ich so gar nicht das Gefühl das er in den nächsten Tagen kommt.( und mein Gefühl hat mich damals schon nicht getäuscht, als es bei Janne 17Tage eher los ging)

Meine Hebi kommt morgen und wir schätzen mal das Gewicht ab, ich denke aber er ist noch recht zierlich, sodass es schon noch besser wäre wenn er etwas drin bleibt, aber mein Muttermund sagt ja was anderes. (obwohl ich das selbst auch immer schlecht abschätzen kann- bin ja (noch) keine Hebamme)

Sie meinte aber, dass ich wohl ne Frau bin die eher kleine Kinder bekommt (was man an Janne sehr gut sieht (2920g, 48cm)) und das es dann auch nicht so schlimm wär wenn er eben klein ist(ich fänds auch nicht tragisch :D )

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Guest Magica deSpell
...(obwohl ich das selbst auch immer schlecht abschätzen kann- bin ja (noch) keine Hebamme)....

Mal ne Frage am Rande. Machst du tatsächlich noch ne Ausbildung zur Hebi?

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Ja habs vor ;)

Angefangen hab ich noch nicht. Werde es auf jeden Fall in angriff nehmen wenn ich mitm studium fertig bin. Denn Hebamme ist echt mein Traumberuf, allerdings mit 2 kleinen Kindern zu stressig, deswegen mach ich erst mein studium zu ende.

Für Hebamme gibts Gott sei Dank keine altersbegrenzung :lol:

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Guest Magica deSpell
Ja habs vor ;)

Angefangen hab ich noch nicht. Werde es auf jeden Fall in angriff nehmen wenn ich mitm studium fertig bin. Denn Hebamme ist echt mein Traumberuf, allerdings mit 2 kleinen Kindern zu stressig, deswegen mach ich erst mein studium zu ende.

Für Hebamme gibts Gott sei Dank keine altersbegrenzung :lol:

Falls es dir hilft....meine Cousine ist auch Hebi, arbeitet im Geburtshaus und dann noch private Vor- und Nachsorge und macht Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildung und hat 3 Kinder (12, 5 und 2) und hat die beiden Kleineren je 2 Jahre gestillt. Aber die hat den Vorteil das ihr Mann daheim ist, da er Weinvertreter ist und von zu Hause aus arbeitet bzw. manchmal die Kinder mitnimmt wenn er auf Tour ist; das fällt dann wohl bei euch weg:o

Wann bist du denn fertig mit dem Studium und was studierst du?

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ich bin in etwa 2 Jahren fertig und studiere Biologie auf Bachelor.

Meine Kiddies wären dann 2 und 4.

Das mit deiner Cousine klingt sehr gut, so ähnlich hab ich mir das auch erstmal vorgestellt. Mit Kursen beginnen und vielleicht in einem Geburtshaus arbeiten. In der Klinik möchte ich nicht bleiben.

Hausgeburtshebi wäre ein Traum, aber weiter Weg!

Mein Mann ist dabei sich selbständig zu machen, arbeitet momentan noch auswärts von 6 bis 17Uhr, was eben auch erschwerend hinzu kommt.

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Guest Wintergarten

Oh ja, Hausgeburtshebamme ist wirklich ein sehr zeitintensiver Beruf. Die sind ja 24 Stunden, sieben Tage die Woche im Einsatz.

Wenn meine so erzählt, dass sie seit 24 Stunden unterwegs ist, schon zwei Geburten hinter sich gebracht hat und dann "später" noch nen RüBi-Kurs leiten soll... was ich aber toll finde, dass sie nach 20 Jahren immer noch strahlt, wenn sie von den Geburten erzählt :).

Ich glaube, einen erfüllenderen Beruf gibts nicht.

Sie hat auch zwei Kinder, die sind aber schon "groß".

Erzähl mal von deiner Hebamme, wenn du magst :D. Hast du auch schon ne "Liste" bekommen?

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