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Ein Jahr danach

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Maria25
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Jetzt ist es fasst ein Jahr her, das meine Kleine das Licht der Welt erblickt hat.

Und immer noch kann ich die schlimmen Stunden nicht vergessen. Mit dem KS komme ich immer noch nicht klar. Mir geht das noch immer so nahe, dass ich meine Narbe noch nie gesehen habe. Ich habe schon ein Problem damit sie anzufassen.

So oft denke ich an die schlimmen Stunden zurück. Erst ewig diese Wehen und dann schnell ein Not-KS. Und durch den Arzt, der an der falschen Stelle geschnitten hat, hat die Kleine so viele Schmerzen hinter sich und noch viele Probleme vor sich.

Ich bin auf jede Mutter eifersüchtig, die ihr Baby spontan auf die Welt gebracht hat. Sogar auf mein Meerschweinchen bin ich neidig, das hat das nämlich auch geschafft. Wird das denn nie besser? Komme ich denn nie damit klar? Schon wieder bin ich hier über die Zeit am heulen.

Ich musste das jetzt einfach mal loswerden. Ich habe hier in meiner Familie und in meinem Freundeskreis keinen, der mich versteht. Die haben die Babys auch alle spontan bekommen. Die meinen, so langsam sei es dann doch mal gut. Aber wird es das je wieder sein???

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hallo maria...

genau wie du, ist meine maus nach voller muttermundseröffnung dann doch per not-ks zur welt gekommen, auch für mich war es damals wie ein schlag ins gesicht, immerhin hat nicht mehr viel gefehlt...

aber gut, vergessen kann ich die geburt auch nicht und auch die narbe erinnert mich immer daran...aber ich mach mir darüber keine gedanken mehr, es musste halt so kommen, sonst würde es wohl heute meine tochter nicht geben..

leider kann ich dir keinen tip geben, wie du damit umgehen kannst, aber ich wünsche dir trotzdem, dass es irgendwann nicht mehr so schlimm für dich ist..

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Liebe Maria,

bitte such dir professionelle Hilfe !

Es ist keine Schande, sich helfen zu lassen und sich einen Therapeuten zu suchen.

Vielen von uns geht es wie dir, es ist schwierig das alles zu verarbeiten, es ist ein echtes Trauma, das man nicht immer so einfach wegstecken kann wie man es gerne würde.

Wenn du Hilfe in Anspruch nimmst wird es dir bestimmt auch bald wieder besser gehen. Das Leben ist zu kurz und zu kostbar um so viel Zeit mit Traurigkeit zu verbringen.

Wenn du nicht direkt zu einem Psychotherapeuten willst dann versuch es doch zuerst mit einer Gesprächstherapie oder einer Selbsthilfegruppe. Oder aber auch ein Osteopath kann dir schon sehr helfen.

Ich habe auch ein paar Sitzungen beim Osteopathen gemacht (Craniosacrale Ther.) wenn du Interesse hast schreib ich dir dazu gerne mehr.

LG, Stine

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Liebe Maria,

kann mich Stine nur anschliessen. Das ist ein Trauma das man nicht unterschätzen sollte!

Ich hatte auch in der ersten SS ein Trauma, schwere Gestose mit beginnendem Hellp, Kaiserschnitt weg. pathologischem CTG und Plazentainsuffiziens. Mein Sohn wurde in der 37.SSW viel zu leicht mit 2070g und 45cm geboren. Mir ging es nach der Entbindung sehr schlecht, brauchte Valium und intensiv Überwachung.

Habe 4 Jahre gebraucht um das aufzuarbeiten. Sowas braucht Zeit. War auch am Anfang Eifersüchtig auf die Frauen bei denen alles Glatt lief. :( Die ihre Kinder normal auf die Welt bekommen haben, ins Krankenhaus gehen und Kind kriegen und in ein paar Tagen wieder raus. Nicht 7 Wochen so wie ich!

Nach 4 Jahren haben wir dann den Schritt gewagt und ich bin wieder schwanger geworden. Ich durfte eine wunderschöne wenn auch Angst begleitete SS geniessen. Die Geburt, ja ich dachte die wird mich dann richtig versöhnen, war dann aber doch (nach versuchter Einleitung nach Blasensprung) ein Kaiserschnitt. Aber ganz anders, alles ruhig in Spinal, mir ging es viel besser. Baby war sofort bei mir und fit (Niclas war damals 3 Wochen auf Baby Intensiv). Ganz andere Voraussetzungen. Ja und seid dem bin ich versöhnt!!!

Nimm Dir die Zeit das zu verarbeiten, such Dir Gleichgesinnte die Dich verstehen. Leute die das nicht erlebt haben, können das so einfach nicht nachvollziehen! Mir hat das am meisten geholfen, der Austausch. Zu sehen ich bin nicht allein. Aber wenn es zu schlimm ist, rate ich Dir auch zur proffessionellen Hilfe. Das ist ja keine Schande, ganz im Gegenteil. Wäre für mich vll. auch besser gewesen, hätte dann nicht 4 Jahre dafür gebraucht.

Ich drück Dich mal. Kopf hoch!

LG

Kerstin

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@Stine, ja, schick mir das gerne zu.

@all: Danke schon mal für die aufmunternden Worte.

Ich habe nachher mit der Kleinen einen Termin beim Osteophaten, dann spreche ich direkt mal mit dem.

Ich komm wirklich nicht darüber hinweg. Aber vielleicht kann der mir helfen.

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Mir gehts genau so.

Hatte in der 29.SSW eine schwere Gestose mit Not-KS bei 28+5 SSW.

Mich hat das schwer traumatisiert, vorallem weil Philipp ja ein Frühchen ist und man bis er da war nicht wusste ob er es überlebt, oder welche Schäden er hat. Zum Glück alles in Ordnung.

Ich stehe immernoch auf der Warteliste eines Psychologen, weil ich durch das KS-Trauma Angst- und Panikattaken habe. Bitte such dir Hilfe, das wird nicht besser von alleine. Ich wünsch dir alles gute!

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Maria, ich habe Ähnliches erlebt.

Hast du Lektüre über sowas? Ich habe mir das Buch "Kaiserschnitt, wie Narben an Bauch und Seele heilen können" von Theresia Maria de Jong und Gabriele Kemmler zugelegt.

Habe auch eine Therapie gemacht. Hat wirklich sehr geholfen, aber es ist wirklich nicht immer

einfach.. Ich denke auch viel darüber nach wie es wäre, wenn alles anders gelaufen wäre und bin neidisch auf jede Frau die spontan entbinden konnte und ihr Baby sofort bei sich hatte. Aber andererseits können wir froh sein dass es so eine tolle medizinische Versorgung gibt. Unter anderen Umständen hätten wir unsere Kinder vielleicht jetzt gar nicht.

Wünsche dir viel Kraft

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Maria, die craniosacrale Therapie ist eine sehr sanfte Therapie.

Man kann es schon fast "vergleichen" mit Handauflegen, weil man nicht sieht oder spürt was gemacht wird.

Es geht dabei darum den Liquorfluß zu regulieren, dass ist ähnlich wie der Puls oder die Atmung ein weiterer Lebensfluß und zwar der der Rückenmarksflüssigkeit, die vom Kopf bis zum Steiß immer wieder auf und ab fließt.

An diesem Rhythmus kann man bestimmte Krankheitsbilder erkennen und auch beeinflußen.

Es aktiviert v.a. die Selbstheilungskräfte des Körpers und ist wie gesagt eine sehr sanfte Methode, die gerade bei Depressionen oder auch seelischen Blockaden sehr hilfreich sein kann.

Ich hatte unter anderem auch Probleme mit der Bauchmuskulatur und der Narbe (auch Schmerzen) und eben ein gewisses "Versagensgefühl".

Außerdem wollte ich sehr gerne wissen ob meine Beckenstruktur überhaupt für eine spontane Geburt "gemacht" ist / frei ist.

Insofern haben mir die 3 Sitzungen sehr geholfen. Die Schmerzen sind weg und seelisch geht es mir auch besser, ich konnte alles besser akzeptieren und verarbeiten.

Sollte ich ein 2. Mal schwanger sein werde ich auch wieder zu diesem Osteopathen gehen um eine spontane Geburt wahrscheinlich zu machen.

So ich hoffe das konnte dir etwas helfen - wenn du noch Fragen dazu hast: gerne !

Du schreibst der Arzt habe nicht richtig geschnitten und deine Tochter hatte Schmerzen. Wurde sie bei der Geburt verletzt ?

LG, Stine

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Hallo Stine,

danke für das ausführliche Schreiben. Ich werde deinen Text ausdrucken und zu meinem Osteopathen mitnehmen. Er ist sehr nett, kennt die KLeine, weil sie auch immer zu ihm muss.

Der Arzt hatte da geschnitte, wo ihr Hals war. Er zog sie dann so raus. Dadurch waren drei Halswirbel ausgeränkt. Das wurde aber erst mit 6 Monaten erkannt, nachdem ich schon bei zig Ärzten war. Der Osteopath, von dem ich schreib, konnte ihr dann endlich helfen und hat alles wieder eingeränkt. Sie hat dadurch eine enorme Entwicklungsverzögerung und hingt in allem hinterher. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Von den Schmerzen, die die Kleine hatte mal abgesehen. Die sind jetzt zum Glück weg.

Ich bin am Montag wieder mit der Kleinen da. Dann rede ich mit dem mal über mich. Dann meld ich mich wieder, was er dazu gesagt hat und ob und wie er mir helfen kann.

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  • 2 weeks later...

Hallo Stine,

Sorry, das ich so lange nicht mehr geschrieben habe.

Ja, ich war jetzt schon zweimal bei ihm. Es geht wirklich besser. So langsam finde ich mich mit dem KS ab. Ich seh mich nicht mehr so als Niete (Bin auch nicht mehr neidig auf mein Meerschweinchen). Ich habe es sogar geschafft, die Narbe mal anzusehen!

Ich gehe jetzt noch mindestens 8 mal hin. Dann will er mal weitergucken.

Hab auch einiges zu Lesen mitbekommen.

Die zwei Gespräche haben mir wirklich sehr geholfen. Und auch eure Unterstützung hier!

Was auch hilft, ist, dass die KLeine Fortschritte macht. Ich freu mich ja schon über weniges. Aber sie krabbelt jetzt. Zwar nicht viel, aber mal so nen Meter am Stück. Sonst ist sie ja nur gerobbt. Sie ist zwar extrem spät dran, aber auch sie scheint das alles aufzuholen und sich von den Strapazen am Anfang zu erholen.

Danke nochmal!!!!!

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  • 1 month later...

Hallo Maria,

oh, das hört sich doch gut an ! Freut mich !

Hast du denn ein Rezept bekommen für Krankengymnastik oder zahlst du alles selbst ? Was hat er zur Narbe gesagt, ist sie irgendwie verklebt oder ein "Störherd" ?

Ich bin im Moment irgendwie auch wieder ziemlich aufgewühlt, ich weiß eigentlich gar nicht so wirklich was los ist :o

Ich dachte ich hätte den KS einigermaßen verarbeitet, es war ok, ich denke nicht gern dran, aber es ging mir auch nicht mehr so schlecht damit und ich konnte auch gut drüber reden.

Seit Emilias 2. Geburtstag ist es wieder anders :(

Die ganze Nacht vor dem Geburtstag ging mir ihre Geburt durch den Kopf, ich mußte immer dran denken was ich zu dem Zeitpunkt gerade gemacht hatte vor 2 Jahren und was dann war.

Ihr Geburtstag war eigentlich ein schöner Tag, aber meine Oma kam dann irgendwie auf die Geburt zu sprechen, da ist es mir schon irgendwie schwerer gefallen davon zu erzählen, sonst hab ich immer alles jedem erzählt, egal ob er es hören wollte oder nicht und dann meinte sie noch: Naja, beim nächsten Mal kannst du dich ja dann gleich für einen KS entscheiden, dann bleibt dir viel Leid erspart ! :eek: Das hat mir den Rest gegeben .... :traurig:

Dann kommt denk ich auch noch dazu, wir wollen uns ja so langsam an ein 2. Kind wagen, es sollte wieder ein Sommerkind werden wenn das alles so klappt wie gewünscht, das heißt die Zeit rückt näher und so ab Herbst könnten wir die Verhütung weglassen, mir stellen sich alle Nackenhaare bei dem Gedanken :eek:

Ich weiß nicht ... ich will ja auch noch ein Baby ... aber irgendwie sträube ich mich gegen den Schritt es zu versuchen .... ich hab jetzt schon solche Angst wieder einen KS haben zu müßen, ich will nie wieder einen !!! Und ich hab v.a. Angst dass ich einen 2. KS nicht so "einfach" verkraften würde.

Achja, es ist einfach schwierig ... ich will und will doch nicht, oder kann nicht. Aber es bringt mir ja nix zu philosophieren, erst muß es ja überhaupt mal soweit kommen und dann muß ich der Natur ihren Lauf lassen.

So, jetzt entschuldige dass ich deinen Thread so vollgemüllt habe, ich wollte eigentlich gar nicht so viel zu mir schreiben.

LG, Stine

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