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Stern 5

Wiederholte Fehlgeburten und die Schwangerschaften danach

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Sami, *seufz* ich verstehe Dich so gut - Deine Gedankengänge... Und sie sind nur verständlich! Und ich kann miep nur zustimmen... man spürt es tatsächlich, wenn man tatsächlich wieder will und kann und alles irgendwie zusammenspielt. Das hätte ich auch nicht für möglich gehalten, aber siehst es ja an mir...

Tja, und wenn der Wunsch so groß ist, gerade auch bei Dir... und dann muss man daneben stehen, während gefühlt alle anderen einfach so mal schwanger werden... hart! Echt hart und tut weh!

Denke mal jeden Tag eine Minute drüber nach - über das Thema erneute Schwangerschaft und konzentrier Dich mal drauf, was Du am Ende fühlst. Bis vor einigen Wochen verspürte ich bei dieser Vorstellung nur die blanke Panik... Und jetzt auf einmal ist´s anders. Ganz von alleine ging das - und ich kann nicht mal sagen, wie das kam!

Aber ich wünsche es Dir von Herzen! Von ganzem, ganzem Herzen, dass Du endlich Dein lebendes Baby in Armen halten darfst!

miep - wie Recht Du wieder hast. *seufz* Genau so, wie Du die Ängste beschrieben hast, auch hinsichtlich der Bilder bei der Geburt und beim Fortschreiten der Schwangerschaft - GENAU SO stell ich mir das vor... und ich werde alles dran setzen, nicht aufzugeben währenddessen und die Sorgen nicht ganz Besitz von mir ergreifen lassen!

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Sami, *seufz* ich verstehe Dich so gut - Deine Gedankengänge... Und sie sind nur verständlich! Und ich kann miep nur zustimmen... man spürt es tatsächlich, wenn man tatsächlich wieder will und kann und alles irgendwie zusammenspielt. Das hätte ich auch nicht für möglich gehalten, aber siehst es ja an mir...

Tja, und wenn der Wunsch so groß ist, gerade auch bei Dir... und dann muss man daneben stehen, während gefühlt alle anderen einfach so mal schwanger werden... hart! Echt hart und tut weh!

Denke mal jeden Tag eine Minute drüber nach - über das Thema erneute Schwangerschaft und konzentrier Dich mal drauf, was Du am Ende fühlst. Bis vor einigen Wochen verspürte ich bei dieser Vorstellung nur die blanke Panik... Und jetzt auf einmal ist´s anders. Ganz von alleine ging das - und ich kann nicht mal sagen, wie das kam!

Aber ich wünsche es Dir von Herzen! Von ganzem, ganzem Herzen, dass Du endlich Dein lebendes Baby in Armen halten darfst!

miep - wie Recht Du wieder hast. *seufz* Genau so, wie Du die Ängste beschrieben hast, auch hinsichtlich der Bilder bei der Geburt und beim Fortschreiten der Schwangerschaft - GENAU SO stell ich mir das vor... und ich werde alles dran setzen, nicht aufzugeben währenddessen und die Sorgen nicht ganz Besitz von mir ergreifen lassen!

ich denk man spürts, kurz nach Mina wurd mir beim alleinigen Gedanken daran schlecht, wirklich körperlich übel, da wusst ich, ich bin noch nicht soweit, irgendwann ging die Übelkeit vorbei und was neues machte sich breit (jaja Heike, ich sag jetzt nix;)).

Zeit und in eurem Falle, Sandra, denk ich eh. (gibts da eigentlich Möglichkeiten, wie Ihr vielleicht etwas sicherer starten könnt, also Massnahmen, die man schon vorher ergreifen könnt um das Risiko dass es nochmal passiert zu veringern?also wenns dann Thema wird, musst nicht jetzt antworten)

naja mit den Ängsten, ich lass es erst jetzt wirklich zu und ja, die letzten Wochen der Ssw waren verdammt schwer, weil mans da fast geschafft hat und wenn da noch was wär. Aber wärend der Schwangerschft gings eigentlich noch, hab ichs verdrängt, wars also nicht so schlimm; denk wenn man den Ängsten Raum lässt, dreht man durch...aber ist denk ich bei jedem anders, wie man reagiert, was ich sicher sagen kann ist, dass es nicht so schlimm war, wie ich erwartet hätte...oder zumindest hab ichs dort nicht wirklich mitbekommen, erst jetzt wos vorbei ist und ich die Erschöpfung merk, die ganzen Dinge die ich verarbeiten muss, merk ich, wie ich unter was für einer Anspannung ich das letzte Jahr gestanden hab.

Aber eben, würd da nicht zuviel auf mein Erleben geben, weils jeder anders erlebt.

Aber denk, es geht, bei jedem, weils einfach muss...man hätt ja vor dem Abbruch, dem Verlust auch nicht gedacht, dass mans packen würd und dennoch gings, gehts irgendwie. man wächst rein.in alles.

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Stimmt wieder. :) Klar, bei jeder Frau ist´s irgendwie wieder anders... aber ich werd mich trotzdem wieder an Dich ranwerfen, wenn ich am Ende bin. Hast mir so unendlich viel geholfen damals. Und dafür werd ich Dir immer dankbar sein und das werd ich Dir nicht vergessen, liebe miep!

Bei Dir kam die SS ja auch etwas ungeplant, sehr schnell, Du hast nicht damit gerechnet... Vielleicht ist es dann anders, wenn man vorher die Zeit hatte, zu trauern, sich die Zeit einfach nahm und sich bewusst auf eine neue Schwangerschaft einlässt? Hm... vielleicht?

Und zu Deinem ersten Satz, miep... genau DARAUF hab ich angespielt.;)

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Stimmt wieder. :) Klar, bei jeder Frau ist´s irgendwie wieder anders... aber ich werd mich trotzdem wieder an Dich ranwerfen, wenn ich am Ende bin. Hast mir so unendlich viel geholfen damals. Und dafür werd ich Dir immer dankbar sein und das werd ich Dir nicht vergessen, liebe miep!

Bei Dir kam die SS ja auch etwas ungeplant, sehr schnell, Du hast nicht damit gerechnet... Vielleicht ist es dann anders, wenn man vorher die Zeit hatte, zu trauern, sich die Zeit einfach nahm und sich bewusst auf eine neue Schwangerschaft einlässt? Hm... vielleicht?

Und zu Deinem ersten Satz, miep... genau DARAUF hab ich angespielt.;)

machst mich ja ganz verlegen;)

Ne, die Schwangerschaft war ja geplant, ich hab ja ganz bewusst die Pille abgesetzt etc. bei Mina wurd ich auch im ersten Zyklus schwanger, das haben wir allerdings für nen Glückstreffer gehalten und darum hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass es diesmal länger dauern würd, insofern überraschend ja, aber nicht ungeplant;) so einen Entscheid hätt ich nicht "nicht bewusst" gefällt, weils auf Kosten des Kindes gegangen wär.

Ich glaub, man kann sich nicht vorbereiten,ich hatte zum Zeitpunkt der Ssw schon sehr viel Trauerarbeit geleistet etc. aber durch die Schwangerschaft werden nochmal neue Themen aktuell, die man vorher gar nicht bearbeiten KONNTE weil man nicht in der Situation war, also seh ich so bei mir. Dass es zu früh war sag ich nachträglich, handkerum denk ich auch, je länger man wartet umso schwerer wird es, umso grösser wird die Angst einfach aufgrund des Raumes, der die Angst in der Zeit einnehmen kann.

und wenn ich gar nicht bereit gewesen wär etc. wärs wohl ziemlich anders verlaufen denk ich mal.öh hja, bin da noch am eruieren;)

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Kann ich mir gut vorstellen, dass in der Folgeschwangerschaft noch ganz andere Aspekte in die noch bestehende Trauerarbeit einfließen...

Bin gespannt, wie es bei mir werden wird. *seufz*

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Guest SaMi08

Also, ich bin noch sehr weit davon entfernt, es wieder zu versuchen. Hatte gestern und heute wieder einen sehr starken Rückfall, der mich wieder nahe an die Grenzen gebracht hat. Es dauert einfach noch sehr lange, bis wir wieder in der Lage sind, überhaupt daran zu denken. Ich habe nach Celia auch gedacht, es ginge recht schnell, dass ich mich auf ein neues Baby einstellen könnte. Aber als Luna dann gegangen ist, war mir klar, dass das nur eine Illusion war. Ich hätte noch sehr viel länger gebraucht. Und jetzt, nach drei, hat sich diese Zeit verdreifacht.

Das Problem mit dem Forum ist halt auch, dass es einen immer wieder daran erinnert: An Babys, an Schwangerschaft und das Ganze...

Aber es ist auch schön, die Hoffnung mitzuerleben! Zum Beispiel bei Dir, Heike. Ich wünsche es Dir so sehr, dass bald das eintrifft, auf das Du wartest...

Und ich lass mir einfach noch Zeit.... :)

Bussi an Euch alle.

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Sami, ich kann Dich gut verstehen, sehr gut nachvollziehen, was Du denkst und fühlst und geschrieben hast.

Niemand zwingt Dich zu etwas. Keiner auf der ganzen Welt. Nur alleine DU entscheidest, wann Du bereit dazu bist! Nur DU - auch nicht Dein Mann, denn er steckt nicht in Dir drinnen...

Ich kann Dir nur sagen, dass ich jederzeit und immer für Dich da bin. Schreib mir ne Email und lad Deinen Müll ab, wenn Du es brauchst. Hauptsache, es geht Dir besser, Maus!

Wenn Dir das Forum nicht gut tut, dann nimm mal Abstand und komm nach einigen Tagen oder Wochen wieder zurück, wenn es Dir besser geht.

Ich fühl mich momentan auch so, als würde ich neben allen oder alleM stehen... irgendwie komisch.*seufz* Aber ich brauch ja gar nicht jammern....

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Guest SaMi08

He, Keksi, dankeschön. Das ist immer gut, wenn man in den Arm genommen wird.

Und Heike, das mit dem Neben-allem-stehen kenne ich auch. Und jammern darfst Du gerne, jeder Zeit. Immerhin sind wir dafür da. (wir könnten eigentlich mal einen richtigen Jammer-Thread aufmachen!)

Ich fühle mich gar nicht gezwungen, und wenn, dann nur von meinen eigenen Wünschen. Es ist halt ein ständiges Hin und Her. Ich würde es gerne wieder versuchen, aber dann auch wieder nicht. Ihr kennt da ja. Im Moment lese ich gerade ein gutes Buch, werd es gleich in die Liste einfügen. Das hilft mir auch ein bisschen. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

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Hi an alle! (die mich vielleicht auch noch kennen ) .....Canavalia hat mich zu euch verwiesen ;-)

nachdem ich vor genau einem Jahr leider eine Fehlgeburt (missed abortion) hatte, war ich danach total am Ende, hatte Schuldgefühle, mich wie eine Versagerin gefühlt, seelisch und auch körperllich, ich war danach ständig krank, depri, immunsystem im Keller, und mein Pap-Abstrich war nach der Ausschabung auf einmal nicht mehr in Ordnung und wurde alle 3 Monate kontrolliert, das hat mir ehrlich gesagt den Rest gegeben.

Nachdem das ein 3/4 Jahr so ging, wollte ich aktiv etwas tun und bin ich bei einer TCM Ärztin in Behandlung gegangen, seit 3 Monaten (1x wöchentlich), es geht mir wieder insgesamt viel viel besser, bin wieder ich selbst, und vor zwei Tagen habe ich den Anruf meiner Gyn. bekommen, Abstrich wieder Ok, ich kann die Pille wieder absetzen!!! Ich habe mich riesig gefreut, ein riesen Stein ist von meinem Herzen gefallen. Ich wollte die ganze Welt umarmen, endlich ist die Sache "abgeschlossen".

Ich habe noch für vier Tage die Pille...und ich denke dass ich sie dann komplett weglasse und das wir vielleicht vorerst mit Kondomen verhüten.

Doch jetzt habe ich Angst....was wenn das wieder passiert, was wenn es noch später passiert, was wenn ich ein krankes kind bekomme?

Könnte ich eine erneute ss überhaupt genießen?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, das ICH schwanger bin und am Ende dabei etwas gutes raus kommt, ein gesundes süßes Baby, ich verbinde ss mit Tod, Schmerz, verrückte Gefühle....

Aber ich sehne mich danach, will ss sein, endlich "meine Pflicht" als Frau erfüllen...

Hat jemand von euch auch soetwas erlebt und ähnliche Gefühle gehabt?

Oder ist jemand vielleicht jetzt grade in so einer Situation?

Würde mich freuen von euch zu hören!

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Guest SaMi08

Doch jetzt habe ich Angst....was wenn das wieder passiert, was wenn es noch später passiert, was wenn ich ein krankes kind bekomme?

Könnte ich eine erneute ss überhaupt genießen?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, das ICH schwanger bin und am Ende dabei etwas gutes raus kommt, ein gesundes süßes Baby, ich verbinde ss mit Tod, Schmerz, verrückte Gefühle....

Aber ich sehne mich danach, will ss sein, endlich "meine Pflicht" als Frau erfüllen...

Liebe Amina,

ja, ich kenne dich noch. :D Und es ist schön, zu hören, dass es dir besser geht. Was ist denn eine TCM Ärztin? :confused:

Naja, was ich eigentlich sagen wollte: Die Angst, dass etwas mit dem Baby sein könnte, wird uns allen wahrscheinlich immer bleiben (auch "normale" Schwangere haben das, aber wenn schon mal eins gestorben ist, hat man sicher noch mehr Probleme, unbeschwert zu sein). Die Frage ist, ob der Wunsch nach einem Kind größer ist als diese Angst. Wenn du das mit "ja" beantworten kannst, bist du meiner Meinung nach auf einem guten Weg.

Warum machst du dich denn so schlecht? Warum solltest du kein gesundes Baby bekommen? Es gibt sehr sehr viele Frauen, die nach einer Fehlgeburt gesunde Kinder bekommen haben, da gibts hier im Sternchenforum einige gute Beispiele. Also warum nicht auch du?

Eine Kleinigkeit klingt für mich komisch. Warum schreibst du "meine Pflicht als Frau erfüllen". Wir sind doch nicht erst Frau, wenn wir ein Baby bekommen, beziehungsweise ist das doch nicht unsere Pflicht. Ich empfinde es jedenfalls nicht so. Für mich wäre ein Kind ein Geschenk, um des Kindes willen und nicht, weil ich dann mehr Frau wäre. Und, was noch wichtiger ist: Du bist nicht weniger Frau, weil du ein Baby verloren hast!!!

Denk das bitte nicht.

Du bist ja auch nicht weniger Frau oder Mensch, weil du eine Erkältung hast! Der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen, aber was ich damit sagen möchte ist: Du kannst weder für das eine noch für das andere was. Wir suchen uns das ja nicht aus!

Vertraue auf deinen Körper und schau zuversichtlich in die Zukunft. Dann komtm bestimmt auch bald ein kleines Baby zu dir!!

Ganz liebe Grüße,

Sandra

Edited by SaMi08

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Hallo Sandra,

TCM ist eine Abkürzung für traditionell chinesische Medizin, die Ärztin bei der ich bin ist super, sie ist auf Frauenheilkunde spezialisiert, und konnte mir total helfen, auch wieder ruhiger zu werden, gelassener und eben wieder gesund (bedenklicher Abstrich). Ich war 1 x wöchentlich dort, für Akupunktur und um neue Kräuter zu bekommen.

Weißt du, ich bin in jungen Jahren unter ziemlich miesen Umständen ss geworden und habe dann klammheimlich abgetrieben, konnte ja mit niemanden darüber reden. Es war ein Alptraum. Ich wollte es ja nicht tun, aber es ging nicht anders, auf jeden fall sah ich damals keinen Ausweg.

Ich träume seither immer wieder davon dass ich ein lebloses kleines baby gebäre oder versuche zu stillen, aber es ist tot und kalt.

Als ich und mein Mann dann Ende 2007 ss wurde, da wurde diese alte Wunde wieder aufgerissen, damit hatte ich nicht gerechnet, ich war am Ende, kam nicht klar, hatte eine Wechselbad der Gefühle, aber ich hatte nie daran gedacht, dass ich eine FG haben könnte. Wir sind eine riesen Familie, mit vielen Kindern, meine Mutter sagte immer, wir sind richtige Frauen, wir sind fruchtbar, verlieren keine Kinder blabla

Als dann beim Ultraschall festgestellt wurde, dass sein Herzchen nicht mehr klopft, dass war ein schock, ich war wie in Trance. Dachte mir, dass ist, weil ich teilweise so negative gedanken hatte, so depri war...an meinem ersten Kind noch hing.

In meinem Alter war meine Mutter schon 6 Jahre verheiratet und hatte schon 3 Kinder. Das wird einem immer vorgehalten, das ist zum kotzen, aber es beeinflusst dich trotzdem, dein Unterbewusstsein, und man fängt an sich selbst unter Druck zu setzen.

Man hat das Gefühl nicht komplett zu sein, ich habe mich so schlecht gefühlt, dass ich mich - z. B. wenn ich in den Spiegel geschaut habe, nur eine häßliche, wertlose Frau gesehen habe, obwohl ich normalerweise immer viel Bestätigung für mein Äußeres bekommen habe, ich habe mich nicht mehr wie eine Frau gefühlt, so unweiblich, ich habe mich reingesteigert. Gleichzeitig war ich so wütend, über was werde ich als Mensch definiert, was soll der ******?! Hatte so eine Wut auf meine ganze Familie, auch auf meinen Mann, obwohl der immer super zu mir war, ich habe ihm gesagt, such dir eine andere Frau, ich kann das nicht erfüllen was du, was alle von mir erwarten, in jeder Hinsicht.

Und dann wurde meine Fehlgeburt von meiner Familie so tot geschwiegen, weil meine Schwägerin zur selben Zeit ihr kind bekommen hat und man dann nicht über tod redet. Alles in allem fühlte ich mich wie eine Versagerin...auch wenn ich einer Frau in meiner Situation natürlich sagen würde, dass sie nix dafür kann.

Natürlich wünsche ich mir Kinder, weil ich sie mir wünsche, ihretwillen. Aber gleichzeitig habe ich "kinder" auf meiner mir vorgegebenen TO-Do liste. Ich weiß nicht ob du das verstehen kannst.

Das ist alles so anstrengend, schon alleine dir das jetzt zu schreiben, dann kotzt mich an, was ich grade schreibe, ich will nicht wie ein Opfer klingen, ich will nur frei sein, glücklich leben und ich möchte mit meinem Mann, unsere Kinder bekommen.

Da ich ja so ein "Sonderfall" in meiner Familie bin, dachte ich ich bin vielleicht nicht normal, ich habe total an mir gezweifelt, war bei zig Ärzten, weil ich dachte, das muß an mir liegen.

Meine Mutter meinte, um so älter man ist um so mehr komplikationen, in ihren Augen bin ich mit mitte 20 altes Eisen, hört sich jetzt bestimmt heftig an.

Wegen all dem, habe ich manchmal Zweifel, und Angst wieder in so ein Loch zu fallen, wieder an allem zu zweifeln, falls wieder etwas passieren sollte.

Aber wenn ich dann ein kleines Kind sehe, dann denke ich mir, was in der ganzen Welt gibt es schöneres? Ein gesundes baby von MIR und meinem mann, unglaublich, was für ein Geschenk das wäre. Wenn es klappt dann klappts und wenn nicht dann nicht.

Wenn ich wieder ss bin, dann erzählen wir es niemanden, bis es unübersehbar ist ;) Ich denke mir dann, ich werde keinen sstest machen, ich geh lieber gar nicht zum Arzt, mache dann so als wüsste ich von nix und wenn ich dann eine Kugel habe geh ich hin und dann ist alles Ok.

Puuh, jetzt habe ich einen Roman geschrieben, aber es hat gut getan

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Hi an alle! (die mich vielleicht auch noch kennen ) .....Canavalia hat mich zu euch verwiesen ;-)

nachdem ich vor genau einem Jahr leider eine Fehlgeburt (missed abortion) hatte, war ich danach total am Ende, hatte Schuldgefühle, mich wie eine Versagerin gefühlt, seelisch und auch körperllich, ich war danach ständig krank, depri, immunsystem im Keller, und mein Pap-Abstrich war nach der Ausschabung auf einmal nicht mehr in Ordnung und wurde alle 3 Monate kontrolliert, das hat mir ehrlich gesagt den Rest gegeben.

Nachdem das ein 3/4 Jahr so ging, wollte ich aktiv etwas tun und bin ich bei einer TCM Ärztin in Behandlung gegangen, seit 3 Monaten (1x wöchentlich), es geht mir wieder insgesamt viel viel besser, bin wieder ich selbst, und vor zwei Tagen habe ich den Anruf meiner Gyn. bekommen, Abstrich wieder Ok, ich kann die Pille wieder absetzen!!! Ich habe mich riesig gefreut, ein riesen Stein ist von meinem Herzen gefallen. Ich wollte die ganze Welt umarmen, endlich ist die Sache "abgeschlossen".

Ich habe noch für vier Tage die Pille...und ich denke dass ich sie dann komplett weglasse und das wir vielleicht vorerst mit Kondomen verhüten.

Doch jetzt habe ich Angst....was wenn das wieder passiert, was wenn es noch später passiert, was wenn ich ein krankes kind bekomme?

Könnte ich eine erneute ss überhaupt genießen?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, das ICH schwanger bin und am Ende dabei etwas gutes raus kommt, ein gesundes süßes Baby, ich verbinde ss mit Tod, Schmerz, verrückte Gefühle....

Aber ich sehne mich danach, will ss sein, endlich "meine Pflicht" als Frau erfüllen...

Hat jemand von euch auch soetwas erlebt und ähnliche Gefühle gehabt?

Oder ist jemand vielleicht jetzt grade in so einer Situation?

Würde mich freuen von euch zu hören!

Amina, schön Dich zu lesen (ich war damals unter Morla hier, mit Mina, */+,12.1.08, 24 Woche) Ich denk um all die Ängste wirst Du nicht rumkommen, auch die Angst dass es behindert werden könnte und ich denk, wenn man realistisch ist; passieren kann immer was (Mina hatte ja ne Spina) aber da denk ich muss man abwägen, die Angst bisschen verdrängen aber dafür die Chance dass es klappen wird oder man lässt die Ängste überwiegen und verzichtet deswegen auf einen Wunsch und auf die Chance dass dieser sich erfüllen könnte. Langfristig gesehen ist Zweiteres wahrscheinlich "weniger gut"...

ich hätt nie gedacht ein gesundes Kind zu bekommen, glaub es heute noch nicht, aber gerade werd ich lautstark von einem ausgesprochen energischen und gesunden Kind gerufen(resp. meine Milchbar wird gerufen), Minas Bruder kam am 7.1., alles ist gut gegangen.

Muss mich aber dennoch noch einfinden im ganzen Muttersein gerade wegen der vergangenen Erfahrung mit Mina.

Eben, ich denk, da muss man für sich abwägen, wie ich oben geschrieben hab...

Ach und die Schwangerschaft war der Horror, aber ich denk ja eh, dass dieses ganze "Schwangerschaft geniessen" ein Mythos ist, ich denk ob man eine Schwangerschaft geniessen kann ist, ganz abgesehen von der Vorgeschichte auch eine Typ-Frage und ne Frage wie die Schwangerschaft verläuft (wenn man nonstop kotzend überm Klo hängt wird mans wohl kaum geniessen), ich denk auch da, Du wirst es sehen wies ist, wenns dann soweit ist.

Alles Liebe und meine Daumen sind gedrückt, Morla

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Guest SaMi08

Amina, erstmal freue ich mich sehr darüber, dass Du das, was ich geschrieben habe, nicht negativ aufgefasst hast. Habe mir schon darüber Gedanken gemacht.

Was Du von Deiner Familie schreibst, macht es natürlich überhaupt nicht leichter. Es ärgert mich sehr, das zu lesen, weil Fehlgeburten einfach schon immer dazu gehört haben. Man hat sie vielleicht totgeschwiegen, aber das ist doch keine Erfindung der neueren Zeit! Und die Aussage, dass die Frauen in Eurer Familie fruchtbar sind... ist auch Mist, finde ich. Meiner Meinung nach hatte Deine Mutter einfach GLÜCK!!!

Ich habe schon oft gelesen, dass Frauen, die vorher eine Abtreibung hatten, dann sehr stark das Gefühl hatten, kein weiteres Kind verdient zu haben, und dass sie deshalb die Fehlgeburt quasi als Strafe betrachten. Ich kann es mir gut vorstellen, dass ich auch so denken würde, aber ganz objektiv betrachtet ist das doch Blödsinn. Ich meine, das Leben funktioniert so einfach nicht. Man wird weder für seine Fehler bestraft (vor allem nicht im gleichen "Fachgebiet"), noch für das Gute belohnt. Wie oft fragen wir uns alle hier, warum wir so viel mitmachen müssen, was wir wohl falsch gemacht haben, in diesem oder einem anderen Leben. Aber das Leben zeigt uns immer wieder, dass es andere Maßstäbe ansetzt, die wir wohl nur schwer begreifen können. Sollen wir Dein erstes Baby auch in die Geburtstagsliste eintragen? Vielleicht hilft es Dir, wenn es quasi "anerkannt" ist, wenn auch nur in unserem kleinen Rahmen.

Meine Therapeutin hat mich immer wieder darauf angesprochen, dass Frauen sich ja häufig über das Kinderkriegen definieren, dass das in unserem Kopf so verankert wäre- und in unserer Gesellschaft. Und dass sich Frauen, die das nicht schaffen (oder auf Anhieb schaffen), minderwertiger vorkommen. Ich habe das eigentlich immer abgestritten, aber wenn ich ehrlich bin, wollte ich nach Celias Tod nicht auf ein Familienfest gehen, weil ich Angst vor den Blicken hatte... vielleicht eben auch vor DEN Blicken, die sagen: "Sie kann kein Kind bekommen." Nach drei toten Kindern müsste sich das eigentlich multiplizieren, aber es ist nicht so. Ich glaube mittlerweile sogar eher, dass ich eine recht starke Frau bin (naja, manchmal zumindest ;) ), weil ich das alles aushalten kann. Ich habe mit jemandem gesprochen, der die Auffassung hat, dass jeder im Leben eine bestimmte Sache lernen muss. Die Anforderungen, die dabei auf uns zukommen, helfen uns dabei.

Ich kann das alles also negativ auffassen, dann sehe ich mich als Opfer (und das passiert an vielen Tagen!!!), aber ich kann es auch so auffassen: Ich habe sehr viel Leid erfahren und kann mich dadurch verändern. Ein griechischer Philosoph hat gesagt, dass das Leid das eigentliche Glück des Lebens ist, denn das erst verändert uns. So hart das klingt, aber irgendwie hat er recht.

Und Amina, wenn Du bald ein gesundes Baby im Arm hältst, dann weißt Du es wirklich zu schätzen. Du kennst den Tod und Du kennst das Wunder des Lebens. Das ist sehr viel mehr wissen, als Deine Mutter hat!!!!

ROMAN ENDE!!! :D

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Guest SaMi08

Meine Schnuffelschnurps-Heike, schön, dass du da bist. Gehts dir gut? Was macht denn die Sonne so in Bayern? Ich schick dir zur Sicherheit ein paar Strahlen runter!!!

Bussi

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Hallo Morla, wie schön dass du hier bist ;-) Ich möchte dir herzlich zu deinem kleinen Sohn gratulieren!!! :loveya:

Heike, ich bin auch in Bayern, Und die Sonne könnte sich heute echt ein bischen mehr Mühe geben. Von Blau-Weiß keine Spur ;-)

Sandra, ob du es glaubst oder nicht, ich kannn mich nicht an das Datum erinnern, das ist bei mir immer so, bei den schlimmen Sachen, ich kann mich nicht mehr erinnern, ich schalte da komplett ab, schutzmechanismus. Es war im November 2002. Da lief das Lied 'just like a pill' von Pink ständig im Radio, ich mag das Lied. Und in der Schule hatte ich wichtige Prüfungen, und ich war gar nicht bei der Sache, ich wollte sterben.

Außer den Träumen hatte ich die Sache komplett unterdrückt, aber bei meiner ss, da war es wieder so präsent, und da wurde mir klar wie sehr mir das schon die letzten Jahre weh getan hat.

Das war allein meine Schuld, aber jetzt bei dieser ss, das war nicht meine schuld.

Ihr habt recht, manchmal muß man einfach dinge so hinnehmen wie sie kommen ohne immer sich selbst die Schuld zu geben. Lieber gehe ich das Risiko wieder ein, nehme die Ängste in Kauf und hoffe das beste, als aus Angst ohne Kinder zu sein.

Wie geht es euch eigentlich, was für Pläne habt ihr? (Wenn man bei solchen sachen überhaupt von plänen sprechen kann...)

Danke dass ich hier frei reden kann :)

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danke dir:)

hm,ich denk, dass es vielleicht mal ein versuch wert wär, sich von der schuldfrage zu lösen resp. sie aus ner anderen perspektive zu sehen.

ich weiss, man stellt sie sich automatisch, aber wies klingt in der situation damals hättest du tun oder lassen können was du willst, du hättest dich schuldig gefühlt. (korrigier mich wenn ich falsch lieg)?

hättest du das kind behalten aber nicht versorgen können, ev abgeben müssen, hättest du dich wohl genauso schuldig, wenn nicht vielleicht sogar schuldiger gefühlt als so?

nur als gedanke, es gibt situationen wo man sich so oder so irgendwie schuldig fühlt, egal wie die situation ausgeht...naja ist grad so ne überlegung mit der ich mich zur zeit auch befasse.

*grübel*M.*

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Die Umstände waren ein Extremfall, ich möchte nicht ins Detail gehen. Ich wollte lieber sterben als mit diesem Mann verbunden zu sein. Der Arzt damals hat mir vorgeschlagen, das Kind zur Adoption frei zu geben, das könnte ich NIEMALS. Ich hätte auch massive Probleme mit meiner Familie gehabt, in meiner Situation schwanger zu sein.

Ich habe die Möglichkeit in Betracht gezogen abzuhauen, also mit dem Kind. Aber wusste nicht wie ich das dem Kind gegenüber hätte verantworten können...und wohin.

Ich war zu unreif, wusste nicht was für Hilfe mir bereit gestanden hätte. Naja, heute würde ich alles anders machen....

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Guest SaMi08
Die Umstände waren ein Extremfall, ich möchte nicht ins Detail gehen. Ich wollte lieber sterben als mit diesem Mann verbunden zu sein. Der Arzt damals hat mir vorgeschlagen, das Kind zur Adoption frei zu geben, das könnte ich NIEMALS. Ich hätte auch massive Probleme mit meiner Familie gehabt, in meiner Situation schwanger zu sein.

Ich habe die Möglichkeit in Betracht gezogen abzuhauen, also mit dem Kind. Aber wusste nicht wie ich das dem Kind gegenüber hätte verantworten können...und wohin.

Ich war zu unreif, wusste nicht was für Hilfe mir bereit gestanden hätte. Naja, heute würde ich alles anders machen....

Im Nachhinein ist vieles immer anders. Es tut mir sehr leid, dass du es so schwer hattest. Macht mich so traurig... Ich habe dein Sternchenbaby eingetragen (habs einfach mal so genannt). Wenn du etwas anders haben möchtest oder es wieder raushaben möchtest, sag mir bescheid. Dachte, vielleicht tut es dir gut, wenn es auch einen Platz hat.

Du hast nach der Planung gefragt: Nun ja, wir warten noch bis mind. August, dann ist Simons Trauerjahr vorbei und wir können vielleicht wieder etwas leichter den nächsten Schritt gehen. Im Moment sind noch so viele Wunden offen, das würde einfach nicht gehen. Aber irgendwann ist bei mir hoffentlich die Angst auch kleiner als die Sehnsucht.

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stimm da sami zu, denk in dem moment hast du so entschieden, wie du es für richtig befunden hast, dass man sich im nachhinein fragt und überlegt, dass man anders hätte entscheiden können etc. denk ist normal, sowieso, wenn ein folgebaby thema wird etc. aber eben, die art wie man entscheidet ändert sich ja auch mit erkentnissen, erlebnissen, erfahrungen, sprich mit dem alter, heisst man wird wohl nie einen entscheid fällen können, wo man auf 100 weiss dass man immer dahinter stehen wird, öh ja *mal wieder in meinen hirnwindungen verstrickt bin*ich wünsch dir auf alle fälle von herzen, dass diesmal alles glatt geht!

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Guest SaMi08
stimm da sami zu, denk in dem moment hast du so entschieden, wie du es für richtig befunden hast, dass man sich im nachhinein fragt und überlegt, dass man anders hätte entscheiden können etc. denk ist normal, sowieso, wenn ein folgebaby thema wird etc. aber eben, die art wie man entscheidet ändert sich ja auch mit erkentnissen, erlebnissen, erfahrungen, sprich mit dem alter, heisst man wird wohl nie einen entscheid fällen können, wo man auf 100 weiss dass man immer dahinter stehen wird, öh ja *mal wieder in meinen hirnwindungen verstrickt bin*ich wünsch dir auf alle fälle von herzen, dass diesmal alles glatt geht!

Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeebeeeeeeeeeeee mieps klare und präzise Gedankengänge :P:p

Spaß beiseite. Ich denke, du hast vollkommen Recht!!

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Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeebeeeeeeeeeeee mieps klare und präzise Gedankengänge :P:p

Spaß beiseite. Ich denke, du hast vollkommen Recht!!

blöh ich wünsch es niemandem in meinem kopf festzuhocken:Dwenn ich mich ganz doll konzentrier schaff ichs manchmal sogar, mich verständlich auszudrücken, aber da ich im moment meist im vorbeihuschen schreib, vertrau ich auf eure zurechnungsfähigkeit:p;)

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