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Erziehung damals und heute und alles was dazu gehört

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Blackpearl
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Hallo zusammen!

Bin ein wenig genervt und auch sauer über so manche Auffassungen und würde nun gerne wissen, wies bei euch da ausschaut.

Am Sonntag haben wir zusammen mit den Schwiegereltern Kaffee getrunken. (wohnen im selben Haus)

Da gabs auch so Blätterteigschaumrollen - die Füllung ist da geschlagenes Eiweiß mit Zucker, soviel ich weiß! Und was tut der Schwiegervater?!?!?!?! Lässt Johanna das vom Finger schlecken! :eek: Ich dacht, ich spinn. Hätt mich noch fast am Kaffee verschluckt, konnt nicht mal was sagen, weil mir alles im Halse stecken blieb, vor Wut!!!!

WAS SOLL DAS?

Jetzt sonntags erzählt mir meine Freundin, dass ihr Mann die Kleine (9 Monate) vom Rührbesen vom rohen Kuchenteig schlecken ließ!:eek:

HALLO? Gehts noch?

Heute sagte sie mir, dass ihr Schwiegervater der Kleinen Blutwurst zu essen gab!!!! :eek:

BITTE?!?!?!?

Und das alles, obwohl die Mütter sagen, dass sie das nicht wollen! Das das nicht in Ordnung ist! Für was gibts denn dann bitte die Babygläschen oder man kocht extra für die Babys?!?! Für was die Ernährungsempfehlungen und keine Ahnung was alles?!?!?!

Das macht mich so wütend!

Aber es heißt ja immer nur: Früher habens das auch schon bekommen und da hat nie was gefehlt bei den Kindern! Da krieg ich echt nen Hals!

Und dann noch der Spruch von der Schwiemu! :

Johanna schläft halt nun mal nicht durch. Ich hab auch kein Problem damit, wenn sie noch ein-, zweimal die Flasche will in der Nacht. Null Problem. Was mich stört ist, wenn sie um 3.45 Uhr (wie schön öfters der Fall) aufwacht und dann auch wach ist und bleibt für die nächsten Stunden!

Und sie sagt dann zu mir, dass da früher gar nicht so rumgetan wurde, wie es heutzutage der Fall ist. Da hat man das Kind halt schreien lassen und die Tür zu gemacht!

Und dann fragt sie mich noch, ob meine Mama denn früher so viel Zeit gehabt hätte?! Da war ich dann echt sauer. Hab ich auch dementsprechend reagiert.... Jedes Kind schläft halt nunmal nicht mit 6 Wochen durch... so wie ihre Kinder..... *hmpf*

Tu ICH rum? Tu ich rum, wenn ich mein Kind NICHT schreien lass?! Ist es falsch, sich mit seinem Kind zu beschäftigen? Denn es ist offenbar auch sehr ungewöhnlich und nicht akzeptabel für sie, dass ich Johanna jeden Tag abends so eineinhalb Std. nackt strampeln lasse! Erstens gefällts ihr und zweitens kann so der Po ein wenig lüften. Darüber hinaus bewegt sich der Zwerg ganz anders. Tut sich leichter, ihre neuen Sachen zu probieren, zu üben...

Und JA, sie pieselt halt dann auf die Decke. Na und? Für was gibts ne Waschmaschine? *grummel*

Kennt ihr das auch? Werden bei euch auch immer Vergleiche zu FRÜHER herangezogen?!

Wie reagiert ihr?

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Guest fluxfun85

Also der Text könnte von mir stammen und von meinen Schwiegereltern handeln!Die werden das 100%ig genauso handhaben oder es zumindest versuchen!Da vergehts mir so dermaßen,wenn ich da nur dran denke!

Es ist mein Kind und ich entscheide was er zu essen kriegt oder eben auch nicht und ich finds unmöglich wenn sich jemand darüber hinwegsetzt!

Und auch wenn es früher ja alles ach so toll vertragen wurde und ja anscheinend alles so unkompliziert war,ist es dennoch heute größtenteils erwiesen,dass bestimmte Sachen einfach nicht gut sind!

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Kommt mir auch sehr bekannt vor.

Joshua war gerade geboren und hat den Schnuller öfter mal ausgespuckt, da meinte meine Schwiegermutter: Tauch den Schnuller einfach in Zucker, dann behält er ihn schon im Mund! einer der Gründe, weshalb sie auch nie mit dem Kind alleine sein durfte.

Oder meine Oma: Wenn er schreit, schieb ihn einfach ins Schlafzimmer und mach die Tür zu. Das habe ich mit dir früher auch gemacht. Na toll.

Oder meine Schwiegermutter erzählt auch regelmäßig, daß Marco bis er 4 oder 5 fünf war, aus der Nuckelflsche getrunken hat. Und macht sich dann darüber lustig. Habe ihr letztens gesagt, daß das ja wohl auch dann der Grund für seine nicht allzu guten Zähne ist. Sie fand das dann immer noch lustig. Habe ihr dann kanllhart gesagt, daß es ja wohl ihre Aufgabe gewesen wäre, ihm das abzugewöhnen. Ja aber, er wollte sie doch haben...

Ich weiß nicht warum, aber früher haben es sich manche sehr leicht gemacht, vor allen Dingen meine Schwiegereltern.

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Sehr gutes Thema,da können bestimmt viele ein Lied von singen...

Muß mir auch öfter solche blöden Sprüche anhören,von wegen: Lass das Kind mal schreien (am besten mit dem Zusatz "das kräftigt die Lungen!" so ein Schwachsinn...:mad:),du verwöhnst das Kind wenn du immer sofort springst...blabla

Als Luna 2 Wochen alt war,sagte meine Mama den Spruch mit dem Verwöhnen.Hab ihr dann meine Meinung dazu kundgetan,die da wäre,dass man so einen kleinen Wurm dadurch bestimm nicht verwöhnt,sondern ihm einfach die Sicherheit,Liebe und Geborgenheit gibt,die er braucht.Die Babys schreien doch nicht um einen zu ärgern...Meine Mama springt nun übrigens auch bei dem kleinsten Wimmern von Luni*g*

Blackpearl Hallo zusammen!

Bin ein wenig genervt und auch sauer über so manche Auffassungen und würde nun gerne wissen, wies bei euch da ausschaut.

Am Sonntag haben wir zusammen mit den Schwiegereltern Kaffee getrunken. (wohnen im selben Haus)

Da gabs auch so Blätterteigschaumrollen - die Füllung ist da geschlagenes Eiweiß mit Zucker, soviel ich weiß! Und was tut der Schwiegervater?!?!?!?! Lässt Johanna das vom Finger schlecken! Ich dacht, ich spinn. Hätt mich noch fast am Kaffee verschluckt, konnt nicht mal was sagen, weil mir alles im Halse stecken blieb, vor Wut!!!!

Dieses Löffel ablecken oder dem Kind einfach was geben,wenn die Eltern das nicht wollen,das geht echt gar nicht!

Genau wie dieses anfassen ohne zu fragen(fremde Leute).:mad:

Sorry,wenn ich jetzt ein bißchen abschweife,aber hatte letztens so ein blödes Erlebnis.

Geburtstag von meiner Oma.Komme mit meiner Schwester und Luna da an.Stell den MaxiCosi mit der friedlich schlafenden Luna neben meinen Stuhl und dreh mich kurz um,um meine Jacke auszuziehen.

Ca 2 Sekunden später als ich mich zum MaxiCosi wieder umdrehte,war dieser leer und meine Cousine,mit der ich so gut wie nichts zu tun habe und die Luna das allererste Mal sieht,hatte sie aus dem Sitz "rausgerissen".Schreibe extra rausgerissen,weil in dieser Geschwindigkeit hab ich Luni da noch nie rausgeholt,schon gar nicht,wenn sie geschlafen hat.War in dem Moment so perplex,dass ich gar nichts sagen konnte.Dann wollte ich nicht gleich Stunk machen,weil es Oma nicht so gut geht.Die Cousine hat aber noch ihr Fett weg gekriegt.Hätte sie gefragt,hätte ich Luna rausgenommen und ihr vielleicht gegeben.Mein Kind ist doch keine Puppe,die dann rumgereicht wird,nur weil alle meinen das Baby auf den Arm nehmen zu müssen!Oder sehe ich das zu eng?

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Sanni, das passt schon ganz gut hier rein, was Du schreibst! Ich kann das auch überhaupt nicht haben, wenn jemand ungefragt MEIN Kind anfasst. Ich finde das furchtbar! Normalerweise müsste man es demjenigen gleichtun und ihm auch ungefragt im Gesicht oder sonstwo rumtatschen.

Warum wird von älteren Menschen alles, was heute für die Erziehung und alles, was damit zusammen hängt, so ins schlechte Licht gerückt?! Ich mein, die Zeiten haben sich einfach geändert. Man hat dazu gelernt. Und hätte man vor 30 Jahren das gewusst, was man heute weiß, dann hätten wahrscheinlich auch einige Eltern von damals anders erzogen!

Ich bin nicht der Auffassung, dass man alles streng nach Buch machen muss, weil die Kinder eben unterschiedlich sind. Und man selbst kennt sein eigenes Kind doch am besten, wie ich denke.

Und warum überhaupt wird soch von außenstehenden Personen über die "Grenzen" und "Wünsche" der Mutter hinweggesetzt?! War das früher auch so?! Und wenn ja, WARUM war es dann so?

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Und wegen dem Essen:

Wenn jemand meinem Kind essen geben möchte, dann soll er doch einfach fragen! Und dann wird das gegeben, was ICH sage!

Ich finde es schon etwas verantwortungslos, den Kindern, gerade in so einem sensiblen Alter, einfach was in den Mund zu stecken oder ablecken zu lassen. Sprich Eiweiß und Kuchenteig... Salmonellen hat man da gleich weg. Erst Recht ein so kleiner Babykörper. Auch die Blutwurst - reines Blut mit viel Gewürzen! Ja für was gibts denn dann die Babygläschen!?

Klar, FRÜHER da war alles ganz anders! Aber war es wirklich besser? Jetzt nur mal die Ernährung als Beispiel herangezogen? War es tatsächlich besser, den Kindern Bisquitbrei mit rohem Ei und Zucker zu geben? War es tatsächlich besser, das Baby schreien zu lassen? Alleine? Im anderen Zimmer? War es tatsächlich besser, ein Baby größtenteils sich selbst zu überlassen, weil man es ja sonst verwöhnt, wenn man sich zu viel damit beschäftigt?

Natürlich gab es bestimmt Situationen, in denen es nicht anders möglich war, weil Arbeiten, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich, zu erledigen waren... Aber auch heute gibt es noch solche schwierigen Situationen... Und trotzdem versucht jede Mutter, dem Baby so viel Aufmerksamkeit zu geben, wie es geht.... Und damals hatte man nur ne Heiden Angst, ein Baby zu verwöhnen? :confused: Komisch...

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mhmm - ich bin ja immer da um mal ein Gegenargument zu bringen...

Ich denke, dass eure Eltern sich auch tierisch darüber aufgeregt haben was doch die "alten" für atiquare Ansichten haben - und diese "Alten" sich über ihre "Alten " aufgeregt haben... das ist der Lauf der Dinge...

Und ich bin überzeugt davon dass ihr bei euren Kindern später auch so manches Mal den Augendreher bewirkt, da eure Ansichten ziemlich überholt sind...

Und generell - nicht alles was damals gemacht wurde ist schlecht!! Teilweise ist das was heute so praktiziert wird mehr der Wirtschaft und dem eigenen Interessen nützlich als dem Kind... zudem meine ich, dass heute dazu geneigt wird die Kinder zu "überhüten" - und die Muttis von damals waren mit Sicherheit nicht unbesorgter oder schlechter als wir heute...

Generell bin ich aber schon der Meinung, dass die Erziehung der Eltern nicht übergangen werden sollte - egal ob einzusehen oder nicht...

LG Bibbi

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Ich bin der gleichen Meinung wie Bibbi. Wo mein kleiner geboren wurde und mir meine Schwiegermutter so einiges sagte wo ich wirklich dachte :rolleyes::cool::rolleyes: aber heute denke ich, dass sie es nur gut gemein hat und ich später wahrscheinlich für meine Schwiegertöchter auch total daneben sein werde, wenn ich denn erzähle was wir den heute alles für richtig gehalten haben. In 30 jahren sieht so manches anders aus und wenn man nicht gerade am laufendem ist kann es schon mal passieren, dass man mit den ah, so richtigen Vorschläge total daneben ist. Besonders von Schwiegermüttern wird alles viel schlimmer gesehen als die Frauen es wirklich meinen.

Mach doch einfach euer Ding weiter und lass die reden:p

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Kennt ihr das auch? Werden bei euch auch immer Vergleiche zu FRÜHER herangezogen?!

Wie reagiert ihr?

also mich nerven solche kommentare auch irgendwann.

Aber früher gab es halt andere Empfehlungen als heute und für unsere Eltern ist es schwer zu sehen "och die machen das ganz anders als wir"- so ist es zumindest bei meinen eltern. Mein Vater sacht gar nix dazu und meine Mutter ist immer interessiert wie es "heute" gemacht wird. Früher hat man mir den Hintern dick mit penaten eingecremt und sie versteht nicht dass das, was früher in Ordnung war heute nicht so ist. Markus hat mit 6 Wochen geriebene Möhren in die Milch bekommen auch als beispiel.

Kann wie gesagt verstehen dass Dich das nervt, aber so ist es halt. Sie können nicht nachvollziehen dass das was früher okay war heute nicht mehr okay ist.

Grüße, Linda

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Hallo,

also erstmal kann ich gut verstehen, dass es dich oft nervt, vorallem, wenn ich richtig verstehe, dass du mit den Schwiegereltern unter einem Dach wohnst, das koennte ich aus den Gruenden gar nicht :o

Und manch Beispiel find ich auch schon extrem, also mit dem 9 Monate alten Kind und Ruehrbesen ablecken... :eek: Da waere ich auch sauer gewesen.

Warum wird von älteren Menschen alles, was heute für die Erziehung und alles, was damit zusammen hängt, so ins schlechte Licht gerückt?! Ich mein, die Zeiten haben sich einfach geändert. Man hat dazu gelernt. Und hätte man vor 30 Jahren das gewusst, was man heute weiß, dann hätten wahrscheinlich auch einige Eltern von damals anders erzogen!

I

ich glaube dieser Absatz zeigt sehr gut, was das 'Problem' ist. Ich glaube viele der aelteren Generation(en) haben durch die vielen neuen Ansichten das Gefuehl, es wuedre so gesehen, dass sie ja frueher alles falsch gemacht haetten und auch viel zu dumm waren ihre Kinder 'richtig' gross zu ziehen. Und so ein bisschen kommt das ja auch so rueber ('wenn man vor 30 Jahren das gewusst haette...') ;) Ich meine nicht, dass du es denkst, aber von den Aelteren so aufgefasst wird.

Ich hab das bei meiner Mutter gesehen, meine Schwaegerin hat zuerst Kinder bekommen und ist sehr 'nach neuen Erkenntnissen' vorgegangen. Wenn meine Mama mir dann davon erzaehlt hat, wie sie (die Schwaegerin) so alles moegliche macht (selten Baden, keine Creme an den Po, Stillen usw.) hat immer so mitgeschwungen, dass sie es ein bisschen als Vorwurf oder Herabsetzung ihrer Erziehungsmethoden sah.

Und eigentlich kann man es ja auch ganz gut nachvollziehen, denn in der Regel wollen doch die Muetter das beste fuer ihre Kinder, frueher wie heute. Ueberleg mal, wenn deine Kinder Kinder bekommen haben und es nun auf einmal heisst, also 'Stillen ist ja das allerletze aus den und den Gruenden, das schadet ja nur dem Kind...' oder '.. bitte auf gar keinen Fall Olivenoel an die Haut lassen, ich weiss, dass hat man bei euch so gemacht, aber das ist ganz schaedlich..., weil...' Da wuerd ich auch etwas trotzig denken, 'Naja, sooo schlimm kanns nicht sein, meiner Kleinen hat es wohl nicht geschadet'.

Ich versuche es so zu handhaben, dass ich wenn die Grosseltern da sind (oder wir dort) ueber einige Sache hinweghoere und sehe und 'jaja' sage und mir meinen Teil denke. Naja, aber ich hab gut reden, denn unsere Eltern wohnen alle weit weg und wir sehen sie leider nicht so oft. :rolleyes: Aber vielleicht hilft es schon, wenn du darauf achtest ihnen das Gefuehl zu geben, dass ihre Erziehungsmethoden nicht schlechter waren als deine.

Egal wie, ich finds auch doof, wenn Leute mit dem Kind etwas machen, obwohl sie wissen, dass die Eltern das nicht wollen :mad: Man kann ja denken, ueber die Eltern was man will und anderer Auffassung sein, aber sich ueber den Willen hinwegsetzen find ich schlecht.

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Die Vergleiche zu "früher" werden wohl immer kommen. Die meisten Menschen sind bestimmt stolz auf ihre Kinder (und damit auf ihre Erziehung) und natürlich werten sie es als Angriff, wenn man selbst bei seinen eigenen Kindern anders erzieht/vorgeht. Das finde ich vollkommen normal, aber natürlich auch oft ziemlich nervig.

Damit die ganze Sache nicht zu sehr zum Problem wird, kann man meiner Meinung nach teilen zwischen grundsätzlichen Fragen und Dingen, die im Alltag vorkommen. Bei grundsätzlichen Fragen (sollte man das Kind schreien lassen, ist Stillen gesund, wann beginnt man mit der Sauberkeitserziehung, schadet Babycreme am Po) lasse ich mich überhaupt nicht auf Diskussionen ein. Es ärgert mich vielleicht manchmal, aber ich lächle freundlich und wechsle das Thema. Wenn jemand hartnäckig bleibt, versuche ich diplomatisch zu erklären, dass wir uns auf jeden Fall ausreichend Gedanken gemacht haben und der Meinung sind, dass dies für uns der richtige Weg ist.

Anders sieht das aus bei solchen alltäglichen Sachen wie Kinder unter einem Jahr Eiweiß schlecken lassen. Ich würde unabhängig vom "Vorfall" einfach höflich darum bitten, dass meinem Kind, solange es nicht ein Jahr ist, gar nichts ungefragt in den Mund gesteckt wird und nach einem Jahr erweitert sich das Nahrungsspektrum langsam. Diskussionen oder Wut sind meiner Meinung nach auch hier unangepasst bzw. lenken das Thema auf die falsche Ebene. Wenn jemand fragt, was denn an Eiweiß so schlimm ist, kann man eben sagen, dass das allergische Potenzial von Eiweiß zu hoch ist und das Kind dem nicht ausgesetzt werden soll. Sprüche wie "Meinem Kind hat das nicht geschadet", ignoriere ich, bzw. erwidere, dass jeder bei seinem eigenen Kind das machen kann, was er für richtig hält.

Die meinen es ja auf jeden Fall nicht böse! Sie wollen auch nicht die erzieherische Autorität untergraben! Am Ende ist diese Babyzeit so kurz, dass es nicht lohnt, es sich mit den Verwandten und Bekannten zu verderben - wegen solcher Kleinigkeiten!

Nachdem mein Sohn gestern bei meinen Schwiegereltern den dritten Fruchtzwerg verdrückt hatte (was mich auch regelmäßig ein kleines Bisschen nervt, dass er dort diesen zucker- und aromenhaltigen Joghurt bekommt), habe ich mir die vorsichtige Bemerkung erlaubt, dass jetzt aber mal Schluss sei. Meine Schwiegermutter meinte, naja, das schadet doch nicht. Ich erwiderte ruhig, dass in einem Becher 3 Stück Würfelzucker seien - das wusste sie gar nicht!!!! Ich sagte noch dazu, dass das ausnahmsweise schon mal gehe, weil er sie ja erstens sonst nicht isst und zweitens eben auch sonst nicht soviel Süßes bekommt.

Ich denke mal, sie wird ihm zukünftig nicht mehr so viele Fruchtzwerge geben und ich habe es halbwegs diplomatisch gelöst, weil sie nicht völlig doof dastand.

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  • 2 weeks later...

Ich hab grad dieses Thema gefunden und hatte letzten Donnerstag ein Erlebnis, das hier super reinpasst:

Philipps Onkel war zu Besuch. Dieser Mann hat noch nie im Leben einen Säugling aus der Nähe gesehen. Das jüngste Kind, das er jemals gesehen hat, war ein halbes Jahr alt.

Wir sitzen hier also und unterhalten uns, als Lenny anfängt zu quengeln. Ich bin also hin, habe ihn auf den Arm genommen und schon war Ruhe.

Da sagt doch dieser Mensch tatsächlich zu mir: "Du darfst ihn nicht immer gleich hochnehmen, wenn er weint. Sonst gewöhnt er sich noch daran und merkt, dass Schreien etwas bewirkt"

:eek::eek::eek::mad:

HALLO??? Schreien ist nunmal Lennarts einziges Kommunikationsmittel!!!

Wenn ich zu Philipp gehe und sage "Nimm mich mal in den Arm" dann sagt er ja auch nicht: "Nein, das geht nicht. Nachher gewöhnst Du Dich noch daran". DAS würde nämlich jeder Erwachsene lieb- und herzlos finden. Warum also macht man genau das mit einem Baby, das doch die Zuwendung noch viel dringender braucht???

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Hallo.

Diese Generationskonflikte wird es immer geben, Großeltern lassen die Zügel öfters mal lockerer, als sie es als Eltern taten und Väter vergessen auch oft, daß sie nen Säugling auf den Arm haben, sie fühlen sich in ihre Kindheitszeit versetzt und da haben sie Rührbesen bzw. rohen Teig geschleckt ;)

Viel interessanter sind immer diese Vorhersagen, weil jeder es besser weiß.

Hätte ich darauf gehört bzw. wäre dem so, dann könnte Pierre noch immer nicht in seinem Bett schlafen, weil er bis zum Alter von 5 Monaten mit im Elternbett schlief. Komisch nur, daß es gleich von Beginn an ohne Theater ging *gg*

Mein Kind ist während der Stillzeit auch nicht verhungert, ständig hieß es: der hat Hunger, der wird nicht satt. Merkwürdig daß er abnahm, nachdem zugefüttert wurde :)

Naja - und verwöhnte Kinder, die ihre Eltern springen lassen, wenn sie weinen und man sie aus dem Bett oder auf den Arm nimmt, die haben wir doch alle ;) <- ebenfalls ironisch gemeint!

Den ganzen Ärger habe ich zum Glück nicht mehr, von den Schwiegereltern trennte ich mich im Februar diesen Jahres und von ihrem "Erzeugnis" im Juli diesen Jahres.

Jetzt dann und wann mal ein Telefonat mit der Oma... letztens konnte ich mir anhören, als ich ihr erklärte, daß Pierre nicht mit ihnen ins Auto steigen kann und bei ihnen sein kann, da er sie gar nicht kennt: "das hätte man ja auch längst ändern können, alle meine Arbeitskolleginnen haben mir erzählt, daß deren Enkel zu ihnen kamen, sobald sie abgestillt waren." Ich habe ihr gesagt, daß das ja auch ok ist, wenn die Situation es erfordert, wir Eltern jedoch immer bei dem Kind waren es daher keinen Grund gab es wegzugeben und zum anderen zwischen denen und mir gar kein Kontakt bestand und ich mein Kind nur zu Leuten gebe, denen ich vertraue. Ganz sicher aber nicht in fremde Wohnungen. Jedes Kind das in die Krippe oder den Kindergarten kommt, geht erstmal mit der Mutter zum schnuppern und eingewöhnen hin. Aber ich habe nichts anderes erwartet, da wurden die eigenen Belange immer schon an erster Stelle gestellt :D

Mädels, ärgert Euch nicht, seht es als Herausforderung - es besser zu machen ;)

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Ich hab grad dieses Thema gefunden und hatte letzten Donnerstag ein Erlebnis, das hier super reinpasst:

Philipps Onkel war zu Besuch. Dieser Mann hat noch nie im Leben einen Säugling aus der Nähe gesehen. Das jüngste Kind, das er jemals gesehen hat, war ein halbes Jahr alt.

Wir sitzen hier also und unterhalten uns, als Lenny anfängt zu quengeln. Ich bin also hin, habe ihn auf den Arm genommen und schon war Ruhe.

Da sagt doch dieser Mensch tatsächlich zu mir: "Du darfst ihn nicht immer gleich hochnehmen, wenn er weint. Sonst gewöhnt er sich noch daran und merkt, dass Schreien etwas bewirkt"

:eek::eek::eek::mad:

HALLO??? Schreien ist nunmal Lennarts einziges Kommunikationsmittel!!!

Wenn ich zu Philipp gehe und sage "Nimm mich mal in den Arm" dann sagt er ja auch nicht: "Nein, das geht nicht. Nachher gewöhnst Du Dich noch daran". DAS würde nämlich jeder Erwachsene lieb- und herzlos finden. Warum also macht man genau das mit einem Baby, das doch die Zuwendung noch viel dringender braucht???

Argh,da krieg ich ne Krise,sorry.Wie können Leute die nie was mit Kindern zu tun haben solche Kommentare abgeben?!

Was ich auch besonders mag: MEIN Kind weint/quengelt,wie auch immer,ich nehm sie hoch und sie ist vielleicht nicht sofort ruhig weil sie vielleicht Bauchweh hat oder halt grad mal was loswerden will.Wenn dann der Kommentar kommt: Gib´se ma her,bei mir sind alle Kinder ruhig!

Dieses Mega-Klug*****gehabe.....:mad:

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Hallöchen

Das mit dem "Früher wars aber anders und früher wars eh besser" kenn ich nur zur Genüge...Bestes Beispiel ist das Thema Essen. Als Martin gerade 4 Wochen alt war konnte ich glücklicher weise noch voll stillen bzw abgepumpte Milch per Flasche füttern. ich muss dazu sagen...meine SchwieMu ist schon über 70 und...einen alten Baum kann man eben nicht mehr verpflanzen...

Dennoch...Sie war der Meinung "Früher bekamen die Kinder 10 Mminuten lang die Brust und wenn se dann nicht satt waren hatten se eben Pech!" ich hingegen war (und bin) der Meinung "Mein Kind weiß am besten wann es satt ist und solange soll es auch Essen/Milch zur Verfügung haben!"

Das habe ich mich "erdreistet" meiner SchwieMu zu sagen nachdem sie mich mehrmals angemotzt hatte, wieso ich denn immer so lange weg wäre, wenn ich Martin füttern würde. Außerdem habe ich Martin nicht nach einem bestimmten plan gefüttert, sondern eben dann, wenn er Hunger hatte, so dass er seinen eigenen Rythmus entwickeln konnte. Natürlich bekam ich dann gesagt "Früher haben wir das auch nicht so gemacht! Wenn die Kinder Hunger hatten und es aber nicht Essenszeit war, dann haben sie eben gebrüllt, bis sie wieder eingeschlafen sind! Na und? Wir sind trotzdem alle groß geworden!"

Ich bekam damals auch den Satz "Alles was früher gut war soll heute schlecht sein...dass ich nicht lache! Ihr seit doch alle nur dumm und leichtgläubig!" zu hören, als ich einmal gesagt hatte, dass ich Martin bevor er 12 Monate alt ist, keine reine Kuhmilch geben wollte, weil das nicht gut für Kinder in dem Alter ist. Meine SchwieMu meinte, sie habe ihrem Sohn, also meinem Mann, auch schon mit 2-3 Monaten Kuhmilch gegeben und "außer Durchfall" hätte er nichts bekommen.

Als ich fragte, ob denn Durchfall nicht schlimm genug sei für so kleine Kinder hieß es nur "Durchfall reinigt den Darm von Bakterien! Das ist doch wie ein natürlicher Einlauf!" Komisch nur, dass so ein "natürlicher Einlauf" fast immer ein Krankheitszeichen ist oder zumindest darauf hinweist, dass der Betreffende etwa falsches gegessen hat!

Keines meiner Argumente zählte in ihren Augen, aber ich fing an, mir ein "dickes Fell" zu zu legen und schaltete einfach auf "Durchzug" wenn ich wieder solche Sprüche bekam. Rechts rein, links raus. Ich sagte nur "Ja und Amen" und machte es auf meine Weise.

Heute ist es etwas anders, weil Martin schon bei uns vom ganz normalen Mittagstisch mitisst, nur eben nicht so scharf gewürzt wie wir. Auch SchwieMu findet das ganz gut, wenn auch zu spät, denn: "Früher haben schon Kinder mit 10 Monaten normales Essen gekriegt!" Aber mir ist das jetzt mittlerweile egal. Wir haben halt andere Regeln die jetzt gelten und nicht mehr die die vor 50 Jahren mal gegolten haben.

Gläschen speziell für Kleinkinder gab es eben vor 50 Jahren noch nicht in der Form wie es sie heute gibt und ich glaube, da liegt der Punkt...der Fortschritt ist zu weit, als dass die Generation vor uns es wahrhaben will. Die Wissenschaft ist auf einem viel weiteren Stand als früher, aber (wie oben schon gesagt) Alte Bäume kann man nicht verpflanzen...für sie werden immer die Regeln aktuell sein, die zu ihrer Jugend aktuell waren,a uch wenn diese Regeln überholt und teilweise als falsch erwiesen wurden...

Das Einzige was hilft ist: Augen und Ohren zu und machen was man für richtig hält...

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Hallo,

ich habe 2 große Jungs ( 22 und 21 Jahre alt) und 1 x Zwillinge (Jungs, 2 Jahre alt). Ich mache heute bei den kleinen vieles anders als früher bei den großen Jungs. Früher hat man anders gedacht und hat auch andere Ratschläge von Ärzten bekommen. Vor 20 Jahren hat man nicht diese Aufklärung (Internet) gehabt und hat oft als einzige Ansprechpartnerin die Mutter oder die Schwiegermutter gehabt. Man hat viel falsch gemacht, aber trotzdem haben die Kinder irgendwie überlebt und sind groß geworden.

Gundi und Familie

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Natürlich sind sie trotzdem groß geworden, sonst hätte ich jetzt meinen Mann nicht *grins*.

Aber das ist wieder so ein Ding wegen der Forschung und Wissenschaft, finde ich. Vor, ich sag mal 50 jahren, wo mein Mann Kind war, gab es viele Dinge einfach noch nicht in der Form wie es sie heute gibt, was allerdings nicht heißt, dass ich wirklich alles was es heute gibt gut heiße.

Ich bin auch der Absicht, dass man nicht gleich bei jedem Schnupfen Pillen von A bis Z geben soll. Taschentücher, frische Luft und Tee tuns meiner Ansicht nach auch und sind gesünder als ständig Chemie.

Bei schlimmeren Krankheiten vertraue ich lieber dem Fortschritt und somit der heutigen Meidzin...

Ebenso finde ich vieles technisches nicht gut für Kinder wie zu früh schon einen PC, Fernseher und was weiß ich nicht was, da bin ich wirklich für die "gute alte Zeit". Im Matsch spielen, Schnitzeljagt, Waldhütten bauen, fangen spielen, Fußball spielen, Sandburgen bauen...mir hat das alles nicht geschadet und ich möchte nicht wissen wieviele Fuhren Sand ich im Kleinkindalter verschluckt habe beim spielen.

Ich sag immer, wenn Martin mal etwas Sand verschluckt "Hauptsache man kippt jetzt keinen Zement hinterher!" und geb ihm stilles Wasser zu trinken. Und ja, da bin ich auch mal so, dass ich sage "Macht nichts, Dreck reinigt den Magen!"...wieder so einen alte Weisheit. Ja ich fange auch schon damit an... "Mir hats auch nicht geschadet, warum sollte es heute Martin schaden?" Ich denke da wirklich so...ich meine...wenn die Kinder nicht mal mehr Abwehrkräfte entwickeln dürften...wie sollen sie dann gesund bleiben? Es versteht sich von selbst, dass wir darauf achten, dass keine Tiere in Martins Sandkasten reinpuschern können.

Nur einige Dinge stören mich einfach und das ist wenn ich Ratschläge zum Thema Essen kriege, meine Erziehungsmethoden bemängelt werden, meine Überzeugungen beanstandet werden, mein medizinisches Wissen beanstandet wird, wenn ich Zahnputztechniken erklärt bekomme (ich bin Zahnarzthelferin von Beruf und habe den Rettungssanitäterschein, weiß also bescheid) oder überhaupt Dinge gesagt bekomme, die heute als schädlich und/oder überholt gelten. "Das haben wir früher so gemacht und da wars nicht schädlich, wieso sollte es heute schädlich sein?!" "Weil es eben erwiesener maßen so ist, das wurde auch erst vor 2 Jahren rausgefunden!" Vielleicht stellt sich in 10 Jahren heraus, dass beides falsch war und dass es noch besseres gibt.

Es ist einfach ein ewiger Streit, der wohl nie enden wird...wahrscheinlich werden wir oder unsere Nachkommen eines Tages auch, wenn wir vor einem Teller Pillen mit dem Namen "Spaghetti mit Tomatensoße" sitzen, sagen: "Wir haben früher keine Replikationsmahlzeiten bekommen, bei uns waren Nudeln noch gelbe Schlangen und wir wurden trotzdem groß!" Wer weiß.

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