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Hilfe! Schulpraxissemster trotz starker Depression meiner Mum?

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Ich habe da ein großes Problem!

Eigentlich sollte in zwei Wochen mein Schulpraxissemester anfangen und es war abgesprochen, dass mein Mann vormittags und meine Mutter nachmittags auf den Kleinen aufpasst. Meine Mutter hatte in der Vergangenheit immer wieder mit großen psychischen Problemen zu kämpfen, sie ist manisch-depressiv mit Borderlinesyndrom. Das letzte Jahr hatte sie alles durch Medikamente und Arztbesuche sehr gut im griff...habe mir ehrlich vorgemacht sie wäre geheilt und ist super mit dem Kleinen umgegangen. Jetzt hat es im Urlaub wieder angefangen. Sie meint mein Mann und ich wären vom Teufel besessen und wollte meinem Sohn diesen austreiben...hat in unserer Abwesenheit ein Kreuz an seine Stirn gehalten und mit Weihwasser gewaschen----das ist kein blöder Scherz!auch wenn es sich so anhört, es ist wirklich passiert und ich habe es nur mitgekriegt, weil ich nochmal zurück in die Fewo bin---wollte schnell telefonieren gehen.

Im Bekanntenkreis traue ich mich das Thema nicht anzusprechen, weil ich mich so schäme, früher in der Schule bin ich wegen meiner Mutter von sogenannten Freunden immer ausgelacht worden, vielleicht kommt dass daher.

Niemand kann es nachvollziehen warum ich das schulpraxissemester aufeinmal nicht machen will...

Es ist wirklich schlimm, einmal wegen meiner Mutter, aber gleichzeitig ist sie eine wichtige Bezugsperson für meinen 6 Monate alten Sohn-war immer einmal die Woche bei der Oma und wollte eigentlich, dass sie immer wenn m,ein Mann ausfällt auf Leonardo aufpasst. Kann ich mit Leonardo zu ihr gehen, ohne ihn zu verwirren? Alleine lassen würde ich sie in diesem Zusatnd aber nicht mit ihm, wer weiß was sie alles tut um den Teufel auszutreiben:mad:

Was wird jetzt aus meinem Praxissemester? Geht ja 5 Wochen dann ab Februar nochmal 6 Wochen...Ich finde so schnell doch niemand der Nachmittags auf Leonardo aufpasst, habe aber Angst, wenn ich so kurzfristig absage, dass es einen superschlechten Eindruck macht und ich es immer vor mir herschiebe nachzuholen. Ich will ihn aber in dem Alter auch nicht bei einer wildfremden Person abgeben...Meine Mutter wird dadurch sicher verletzt sein und nochmehr in Depressionen geraten. Ich dachte wirklich nicht, dass es nocheinmal ausbricht, sie hatte sich so gut gefangen und es tut mir sooo weh, sie wieder so zu sehen. Sie rechnet fest damit, in zwei Wochen auf ihn aufzupassen...

Was tu ich nur?

Aktuell wg. dem Praxissemester und allgemein wg. meiner Mutter?

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Hallo Angel8580.

Einen Menschen mit manisch-depressiven Verhaltenszügen und dazu noch ne Borderlinesymptomatik sollte man niemals unterschätzen. Aber du kennst deine Mutter am besten. Hat sie vielleicht ihre Medikamente ohne dein Wissen abgesetzt, weil sie denkt, dass sie "geheilt" ist? Würde mir jedenfalls den Rückfall erklären oder zumindest muss die Dosis geändert werden. Und eine manisch-depressive Borderlinesymtomatik kann man nicht heilen, man kann nur durch Gesprächstherapie und Medikamenten den Verlauf abmildern.

Ich finde du solltest wegen dem Praxissemester mit dem dafür verantwortlichen sprechen, da findet sich sicher eine Lösung. Es braucht dir auch nicht peinlich sein, deine Mutter ist psychisch krank, dafür kannst du ja nun wirklich nichts. Und es wirft dann auch kein "vermeintlich schlechtes Licht" auf dich, wenn du es nicht antreten könntest.

Ich wünsch dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Gruß,mac.

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Guest Laloona

Vielleicht solltet ihr euch für die Mittagszeit doch eine andere Betreuungsperson suchen! Ich würd den Kleinen nicht zu deiner Mutter bringen. Denn wie Mac schon schrieb sind die Krankheiten deiner Mutter nicht zu unterschätzen. Und wenn sie gekränkt reagiert musst du das deinem Sohn zu liebe in Kauf nehmen!!!

Wegen dem Praxissemester würd ich auch mal nachfragen. Besteht vielleicht die Chance auf halbtags?

Ansonsten geh zum Jugendamt und frag da mal nach was die an Angebote haben. Oder Caritas... gibt viele Möglichkeiten wo man um Hilfe fragen kann.

LG Laloona

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Das mit den Medikamenten absetzen könnte tatsächlich sein...Hoffe es ja nicht, aber werde sie mal darauf ansprechen. Das Problem ist auch: Ich kenne meine Mutter nicht wirklich, weil sie total gespalten ist...bzw. man kann sie nicht einschätzen-liegt sicher auch an der Krankheit. Ich könnte nicht sagen wie sie reagieren wird, und daher will ich den Kleinen echt nicht zu ihr geben.

Klar wär Caritas oder so eine Lösung, ich weiß nur nicht ob es gut für den Kleinen ist ihn jetzt wo er zu fremdeln anfängt zu einer fremden Person zu geben.

Das mit dem Halbtagspraktikum wäre eine gute Lösung. Werde mich mal mit den Leuten in Verbindung setzen...Vielleicht kann man die Pflichtstunden alle in den Vormittag legen oder so. Mein Mann hat schon gemeint er könnte ihn in die ARbeit mitnehmen-ist selbstständig-aber des will ich nicht unbedingt.

Ja vielen Dank für eure Antworten, ist irgendwie immer noch ein heikles Thema für mich. Die Halbtagsidee war echt gut, wär ich sicher nicht so drauf gekommen und mir, wenns geht, am liebsten.

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Guest Laloona
Das mit den Medikamenten absetzen könnte tatsächlich sein...Hoffe es ja nicht, aber werde sie mal darauf ansprechen. Das Problem ist auch: Ich kenne meine Mutter nicht wirklich, weil sie total gespalten ist...bzw. man kann sie nicht einschätzen-liegt sicher auch an der Krankheit. Ich könnte nicht sagen wie sie reagieren wird, und daher will ich den Kleinen echt nicht zu ihr geben.

Klar wär Caritas oder so eine Lösung, ich weiß nur nicht ob es gut für den Kleinen ist ihn jetzt wo er zu fremdeln anfängt zu einer fremden Person zu geben.

Das mit dem Halbtagspraktikum wäre eine gute Lösung. Werde mich mal mit den Leuten in Verbindung setzen...Vielleicht kann man die Pflichtstunden alle in den Vormittag legen oder so. Mein Mann hat schon gemeint er könnte ihn in die ARbeit mitnehmen-ist selbstständig-aber des will ich nicht unbedingt.

Ja vielen Dank für eure Antworten, ist irgendwie immer noch ein heikles Thema für mich. Die Halbtagsidee war echt gut, wär ich sicher nicht so drauf gekommen und mir, wenns geht, am liebsten.

Dann mach es so schnell als möglich, damit eine eventuelle Pflegeperson schon jetzt immr wieder in eurem Leben auftaucht, so dass der kleine sich direkt dran gewöhnt :)

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Bin immer noch am Grübeln...

Ich habe mich über die Krankheiten zwar schlau gemacht, aber richtig auskennen tue ich mich immer noch nicht. Wenn sie DAS hat erkenne ich sie wirklich nicht wieder---es ist richtig unheimlich, habe dann selbst total Angst vor ihr.

Vielleicht kennt sich jemand mit dem Thema aus, auch wenn ich hier im falschen Thread bin. Fühl mich so hilflos, was kann ich denn in dieser Situation tun? Es ist wirklich sehr sher schwer den richtigen Umgang mit so einem Menschen zu finden!!!

Ach man, ich habe mir ehrlich so gewünscht, dass alles ok ist und Leonardo etwas von seiner Omi hat :(

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Guest Laloona

Das kann ich mir gut vorstellen :(

Ich hab zu meiner Mutter fast gar keinen Kontakt (nur wegen meinem Sohn überhaupt). Und die ist nicht krank ...

Aber frag mal morgen direkt wegen dem Halbtags nach, und mach dich gleichzeitig schlau wegen Betreuung ... so bist du nach allen Seiten abgesichert! Das macht nen guten Eindruck und zeigt, dass du wirklich willsT!

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Dann mach es so schnell als möglich, damit eine eventuelle Pflegeperson schon jetzt immr wieder in eurem Leben auftaucht, so dass der kleine sich direkt dran gewöhnt

Ist eigentlich auch wahr...wird sicher immer wieder Zeiten geben im STudium wo jemand einspringen soll...Leg mir zwar so gut wie alles in den vormittag, wo mein Mann da ist...aber Ausnahmen gibts halt immer. Und Kinderkrippe/garten geht frühestens in einem Jahr.

Dachte alles sei gut geregelt und auf einmal muss ich alles neu überdenken...Kinderkrippe oder Tagesmami...Praxissemester jetzt oder später...und alles noch in so kurzer Zeit entscheiden!

Total blöd von mir, aber meine Mum war jetzt 2 Jahre ganz normal...hätte echt nicht mahr damit gerechnet. Sie selbst hat es immer auf die Umstände geschoben, dass sie so ist und da in letzter Zeit alles ok war dachte ich es gibt keinen Grund, dass es wieder ausbricht.

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@Laloona:Ich hab zu meiner Mutter fast gar keinen Kontakt (nur wegen meinem Sohn überhaupt). Und die ist nicht krank ...

Hatte auch zwei Jahre keinen Kontakt mehr zu ihr, weil ich die Situation daheim damals nicht aushielt und mit knapp 18 ausgezogen bin. Es ist jetzt so voll der Drahtseilakt zwischen dem nötigen Abstand-sonst verkrafte ich des nicht und v.a. schadet es Leonardo- und der Nähe, die ich ihr in der Situation doch irgendwie geben muss (oder das zumindest so denk.) sonst dreht sie völlig durch. Ich fühl mich- so blöd sich des anhört- in irgendeiner Form verantwortlich für sie, und will halt schaun, dass ich ihr einigermaßen durch Gespräche etc. helfen kann...Nur zieht des einen selbst immer so runter...Wie gesagt, ein Drahtseilakt.

Naja, versuche mich jetzt auch nicht zu sehr damit zu belasten. Immerhin hab ich jetzt einen Sohn für den ich zu sorgen habe, meine eigene Familie, mein eigenes Leben und last but not least mein Studium...das ich aufjedenfall gut meistern will.

Hab zwar nicht viel Zeit aber werd mich mal mit ihrem Psychater in Verbindung setzen, weil ich nach all der Zeit immer noch nicht weiß wie ich damit umgehn soll...Ist für Angehörige echt nicht leicht

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Also ich bin jetzt kein Experte was diese Krankheit betrifft, aber vielleicht soviel: manisch-depressive Menschen sind oft nicht krankheitseinsichtig, wenn sie ihre Medis nicht nehmen. Sie haben ständig Hoch und Tiefs, in denen sie ihr Handeln nicht abschätzen können (bedingt durch die Krankheit). In ihrer Euphorie können sie Dinge tun, die sie gar nicht wollen. Hatte mal ne Pat. die sich für 10000€ nen Nerzmantel gekauft hat in ihrer manischen Phase, den Nerz dann an nen Obdachlosen verschenkt hat u sie nach Abklingen der Manie erst begriffen hat, was sie da überhaupt getan hat. Heut steht sie mit 10000€ Schulden da. Manisch- depressive sind in der manischen Phase nicht mal geschäftsfähig.

Für Angehörige ist der Umgang total schwer, weil es auch sehr kräfteraubend ist und ich glaube, das kannst du im Moment nicht wirklich gebrauchen mit einem so kleinen Kind. Hat deine Mum keinen Therapeuten, wenn ja, setz dich mit ihm in Verbindung. Evtl. kann ne stationäre Therapie notwenidig werden, wenn es schlimmer werden sollte, denn es besteht ja auch Gefahr für ihr eigenes Leben allein durch das Borderline.

Hoffe, konnte etwas helfen. Wenn du Fragen hast, kann auch etwas ausführlicher was per pn schreiben.

Gruß, mac

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