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Spitfire

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Posts posted by Spitfire

  1. Lisa (gerade 4 geworden) hatte auch lange panische Angst vor den Teilen, wollte in entsprechende Räume dann nicht rein usw.

    Sie hat aber generell oft Schiss vor allem, was laut ist. Die Frau meines Vaters wollte ihr bei denen daheim mal total lieb die Hose trockenföhnen - fremder Fön (unserer geht), ganz schlechte Idee (was sie natürlich nicht wissen konnte) :abiggrin:

    Lisa hat als Baby mit etwa 6 Monaten mal sehr ungünstig in der Nähe eines wirklich fulminant ballerlauten Händetrockners (quasi der Jumbo Jet unter den Händetrocknern) gewartet, als der losging, während Muttern sich zwei Schritte entfernt befand. Vielleicht rührt ihre Angst noch daher, keine Ahnung.

    Es ist aber etwas bessr geworden. Trotzdem betritt sie öffentliche Toiletten bis heute nur, nachdem die Frage, ob da "was Lautes" sei, zur allgemeinen Zufreidenheit geklärt wurde - entweder es ist nix, oder einer von uns muss mit und Händchen halten.

    Gemacht haben wir eigentlich nüscht. Sie hat immer zugeguckt (sofern machbar, also wenn sie nicht allzu panisch war), wie wir die Dinger benutzen, und wir haben gebetsmühlenartig wiederholt, sie brauche keine Angst zu haben, und haben uns zusammen mit ihr darüber 'aufgeregt', wie laut die Händetrockner teilweise sind (haben versucht, die Sache ein bisschen ins Komische zu ziehen).

    Alles Gute!

  2. Erste :abiggrin:

    Wow, die Tage vor der Geburt und die Geburt selbst klingen durchaus anstrengend, aber ihr habt's einfach toll gemacht. Vom Erreichen der Klinik bis zu Malinas Auftritt keine anderthalb Stunden, irre.

    Liebe lila, danke für den Bericht und nochmals herzlichen Glückwunsch zu eurer kleinen Motte :>

  3. Moinsen, ihr Lieben - vielen Dank für eure Kommentare :>

    Freut mich, dass der Bericht euch gut unterhalten hat. Die Geburt war echt ein Stück Arbeit, aber ich denke unheimlich gern daran zurück.

    @anita: Vielleicht habe ich das auch schwammig formuliert - den Kopf bei der Austreibung zu fühlen, war nicht unbedingt so schmerzhaft (oder schmerzhafter als die Sache an sich), aber das Gefühl hat mich wirklich fast bekloppt gemacht :ugly:

  4. Zoe per Einleitung, oder: „Wer so lacht, kriegt noch eine Dosis.“

    Vorgeschichte: Gute drei Jahre nach Geburt unserer Tochter Lisa werde ich erneut schwanger.

    Beim FD-US stellt sich heraus: ein zweites Mädchen! Wir freuen uns riesig, Wunsch erfüllt, und sind gespannt, ob es da noch weitere Parallelen geben wird. Es wird.

    Wie ihre große Schwester gewährt Zoe (der Name steht seit Langem fest) ihrer Mama eine weitgehend komplikationslose Schwangerschaft: schlecht ist mir nur bis zur 16. Woche, ein paar Zipperlein, nichts Wildes. Wie ihre große Schwester meint Zoe aber, man könne die ganze Sache gegen Ende ein bisschen spannender gestalten: sie dreht sich zwischen der 30. und der 38. Woche diverse Male von SL in BEL, wenn sie nicht gerade in Querlage verharrt. Zum Glück liegt sie offenbar genau dann richtig, als es endgültig zu eng wird im Bauch. Ahaha, allabätsch, Fräulein! (Zoe revanchiert sich mit Tritten und Streckübungen, die sich gewaschen haben, aber das nur am Rande.)

    Und wie ihre große Schwester entpuppt sich der Frechmops als Trödeltante. (Lisa kam bei ET+11.)

    ET: 5.10. Alle Welt möchte mich in den Wochen davor aufmuntern, anspornen, ermutigen. „Das ist immerhin Ihr zweites Kind, da kann alles ganz anders laufen.“ – „Ich glaube nicht, dass die uns auch so ewig warten lässt.“ – „Lange Übertragungen sind beim zweiten Kind eher selten.“

    Tja ja. Mag sein, doch das spricht sich leider nicht bis zu Zoe herum. Der ET kommt und geht (Überraschung!), meine Mutter reist an, die ständigen Kontrollbesuche beginnen. Wir warten, ich putze Böden, Fenster, den Balkon, schleppe Einkaufstüten, mache weite, flotte Spaziergänge. – nichts. Am fünften Tag nach ET findet meine FÄ, dass ich müde aussehe. Mir kommen ein, zwei Tränchen, ich muss zugeben, dass mich das Warten doch zunehmend zermürbt. Die FÄ hat Mitleid – darum wohl, und weil sie Zoe auf gute vier Kilo schätzt, schreibt sie mir die Überweisung.

    Am Donnerstag den 11.10. soll es losgehen.

    Do., 11.10.

    8:00 Uhr: Meine Mutter und ich finden uns samt Rollköfferchen in der Klinik ein (mein Mann bleibt mit Lisa zu Hause, bis es ernst wird, dann tauschen er und meine Mutter). Auf der Station herrscht Trubel. Da wollen wohl einige Kinder raus.

    9:00 Uhr: Man legt mir nach dem CTG (ereignislos, natürlich) Gel (Prostaglandin) an den MuMu.

    „Das hat ja bei Ihrer ersten Tochter schon wunderbar funktioniert“, sagt die Ärztin.

    Das Gel ist erst kalt, dann brennt es, ich bekomme eine dieser typischen Surfbrett-Binden, darf aufstehen und soll mich in zwei Stunden wieder zum CTG einfinden.

    9:00 – 11:00 Uhr: Wir besuchen die Cafeteria. Danach möchte meine Mutter raus, zum Rauchen, und wir unternehmen einen kleinen Spaziergang. Ich verspüre leichte Kontraktionen, außerdem hängt mir Zoe gefühlt sehr tief im Becken, aber das war’s auch schon.

    11:00 – 16:00 Uhr: Das CTG um 11 zeigt keine nennenswerten Wehen. Der MuMu ist fingerdurchlässig.

    Wir können auf mein Zweibettzimmer. Dort liegt eine Frau mit ihrem Mann im Bett, dazwischen ein winziges Mädel mit schwarzem Schopf. Alle drei schlafen, daher entscheiden wir uns, in den Aufenthaltsraum auszuweichen, damit wir die junge Familie nicht stören.

    Ein neues CTG gegen 13:30 Uhr bringt wieder nicht die erwünschten Veränderungen. Die anwesende Hebamme, eine echte Perle, meint, dass wir trotzdem noch ein Weilchen warten sollten.

    „Kommen Sie gegen vier Uhr wieder“, sagt sie und streicht mir aufmunternd über den Arm.

    Ich überprüfe mein Inneres. Ich bin ruhig und zuversichtlich. Das Einzige, wovor mir graut ist die Vorstellung, Zoe könne sich bis in den folgenden Tag hinein Zeit lassen.

    Gegen 15 Uhr sitzen meine Mutter und ich mit Tee aus der Stationsteeküche im Aufenthaltsraum und spielen „Stadt, Land, Fluss“ und „Schwarzwälder Kirschtorte“. Vielleicht sind wir übermüdet, vielleicht sind’s doch die Nerven: wir kriegen jedenfalls veritable Lachflashs, müssen schließlich sogar die Tür zumachen, um die Leute auf dem Gang nicht zu stören.

    Mit Tränen in den Augen, blödelnd und japsend begeben wir uns gegen 16 Uhr zum CTG-Bereich. Unterwegs brechen immer wieder Lachsalven aus uns hervor.

    „Die schmeißen uns hier bald raus“, sage ich.

    Als die Hebamme uns kommen sieht (und hört), lächelt sie, hebt aber auch eine Braue.

    „Frau M., im Ernst: wer so lacht, kriegt sofort noch eine Dosis. Sie sollten jetzt eigentlich stöhnend auf einer Liege weilen.“

    „Ich weiß“, erwidere ich lachend.

    Die Hebamme verpasst mir 2 mg Prostaglandin, die doppelte Dosis.

    16:00 – 23:00 Uhr: Der Nachmittag tröpfelt so vor sich hin. Auf dem Gang begegnet uns diverse Male eine nette Iranerin samt Mann und Mutter – sie hat seit dem Morgen Wehen, es ist ihr erstes Kind; sie möchte von mir wissen, ob das noch schlimmer wird mit den Schmerzen.

    „Ehrlich: keine Ahnung“, erwidere ich. „Ich hab’s bei meiner Großen nach ein paar Stunden nicht mehr ausgehalten und hatte eine PDA.“

    Wir plaudern noch ein bisschen, sie tut mir ziemlich leid – und mir schwant noch nicht im Entferntesten, dass die Nacht uns Beide in nebeneinanderliegenden Kreißsälen widerfinden wird, wo wir um die Wette schreien dürfen.

    Gegen 20 Uhr beginnt es, in meinem Unterleib ziemlich zu ziehen. Meine Mutter meint, dass das Wehen sein müssten. Ich bin noch skeptisch.

    Beim soundsovielten CTG gegen 22 Uhr zerbröselt meine Skepsis allmählich. Das Ziehen kommt definitiv in Wellen, mit Pausen dazwischen. Das kluge Gerät meint auch, dass das Wehen sind. Die nette Hebamme vom Nachmittag weist meine Mutter auf meine Augen hin. „Sehen Sie das? Ihre Tochter guckt jetzt ganz anders – nach innen. Da tut sich was.“

    23 Uhr: Ich schicke meine Mutter nach Hause. Sie sieht sehr müde aus. Die nette Hebamme hat sich leider verabschiedet.

    „Ich ruf euch an, wenn hier was Spannendes passiert“, sage ich zu meiner Mutter. „Das dauert sicher noch. Legt euch schlafen.“

    Sie geht, ich bleibe vorerst am CTG.

    Fr., 12.10.

    0:00 Uhr – 1:00 Uhr: ‚Das dauert sicher noch‘. Hmhm. Nein. Ungefähr um Mitternacht wird mir klar, dass es vielleicht doch nicht mehr so lange dauert. Innerhalb einer gefühlten Viertelstunde wird aus einem unangenehmen, aber erträglichen Ziehen ein Schmerz, der meine Müdigkeit vorerst verscheucht. Ich fange an, die Wehen zu vertönen. Geht gar nicht anders. Sie kommen alle zwei Minuten.

    Die neue Hebamme – viel jünger als die vorige, aber auch sehr nett – schaut nach mir.

    „Oh“, sagt sie mit Blick auf den Monitor.

    „Jap“, stöhne ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. In dem Moment erwischt mich die nächste Wehe mit voller Breitseite. Bei Lisa war das schon schlimm. Jetzt ist es schlimmer. Ich fluche. „Ich glaube, ich möchte eine PDA“, sage ich.

    „Okay“, sagt die Hebamme. Sie untersucht mich, gelangt aber nicht an den MuMu – und ohne Ergebnis keine PDA, das weiß ich bereits. Sie will es später noch einmal probieren. „Kommen Sie“, hilft sie mir auf, „ein Kreißsaal ist frei, ich mache Sie an den Tropf und gebe Ihnen erst einmal was zum Entkrampfen.“

    Klingt gut.

    Für den lächerlich kurzen Weg vom CTG- in den Kreißsaal-Bereich brauche ich ewige Minuten. Jede Wehe droht, mir den Boden unter den Füßen wegzuziehen.

    „Haben Sie Ihren Mann angerufen?“, fragt die Hebamme, die mich stützt.

    „Noch nicht“, japse ich.

    „Dann wäre das jetzt ein guter Zeitpunkt“, führt sie mich weiter.

    Im Kreißsaal legt sie eine Infusion, ich hänge irgendwie auf einer Liege und bediene mein Handy. „Kannst losfahren“, unterrichte ich meinen Mann. „Hier werden Nägel mit Köpfen gemacht.“

    Danach schaue ich mich um. Es gibt einen Gebärhocker, ein Seil, eine Wanne, die Liege – und eine Art kleiner Sprossenwand. Sprossenwand! Bloß nicht liegen! Ob ich eventuell die Wanne ausprobieren möchte, fragt die Hebamme, die mit den PDA-Unterlagen herumwurschtelt. Nein, vielen Dank, ich nehme diese Sprossenwand.

    Und da hänge ich dann. Mal kniend, mal hockend, während die Wehen über mich hinweg rollen. Die Infusion macht die Sache halbwegs erträglich, aber nur für kurze Zeit, dann geht es richtig rund. In den Wehenpausen kippe ich fast um, so erschöpft bin ich.

    ~ 1:30 Uhr: Plötzlich tauchen zwei bekannte Beine neben mir auf. Mein Mann ist da.

    Gemeinsam mit der Hebamme wuchtet er mich auf die Liege: nächster Versuch, den Stand der Dinge zu ertasten. Das Liegen ist grauenhaft.

    „Wie sieht’s aus mit der PDA?“ keuche ich daher etwas ungeduldig.

    „Frau M.“, richtet die Hebamme sich mit gehobenen Augenbrauen auf, „die PDA müssen wir leider streichen. Der MuMu ist auf 9 cm.“

    „Bitte was“, sage ich.

    „9 cm“, entgegnet sie. „Das Kind kommt.“

    Die nächste Wehe befreit mich von der schwierigen Aufgabe, mir eine sinnige Antwort auszudenken. Ich werde auf die Seite gedreht. Moment, das Kind kommt? Meins? Jetzt gleich und so? Wow. 9 cm? Irre.

    Eine Ärztin schaut vorbei. Sie findet es ähnlich irre wie ich, dass sich der MuMu innerhalb von höchstens zwei Stunden geöffnet hat.

    ~ 1:30 – 2:30 Uhr: Die Ärztin und die Hebamme bleiben. Mein Mann hält meine eine Hand. Mit der anderen kralle ich mich an der Liege fest. Keine PDA. Au Backe. Ich werde sämtliche Wehenarten erleben, live und in Farbe. Und ich erlebe sie. Von ‚vertönen‘ kann keine Rede mehr sein, ich bringe irgendetwas zwischen Rufen und Schreien hervor. Die Schmerzen sind der Hammer, es zerreißt mich förmlich.

    In den Pausen höre ich plötzlich nebenan eine andere Frau schreien. Die Iranerin!, schießt es mir durch den Kopf. Hoffentlich ist sie es, spätestens jetzt, hoffentlich hat sie ihr Kind bald.

    Und meins hätte ich dann auch gern, bitte.

    Zoe schiebt sich abwärts. Auf einmal dreht man mich wieder auf den Rücken. Ich beschimpfe die Anwesenden, und da platzt die Fruchtblase. Danach finde ich mich auf der linken Seite wieder, so wie vorher, die Hebamme hält mein rechtes Bein fest. Und dann ist da das Gefühl, pressen zu müssen.

    Brüllend frage ich, ob ich darf. Die Ärztin brüllt eine Bestätigung zurück. Die Schmerzen bekommen Unterstützung: ich habe etwas Riesiges zwischen den Beinen stecken, das raus soll, aber nicht kommt, und ich glaube ernstlich, demnächst bekloppt zu werden. Es tut einfach mörderisch weh, ich soll atmen, pressen, anhalten, wieder pressen, länger, länger, noch länger -!

    Ich arbeite mich brülltechnisch durch so ziemlich alle Klischees durch: Ich kann nicht mehr, das blöde Kind soll da jetzt raus, gebt mir was, so helft mir doch, etc. pp. (während ein ganz kleiner Teil meiner Selbst amüsiert zuhört, aber er ist wirklich nur sehr klein). Ärztin und Hebamme kontern in ähnlicher Laustärke: doch, Sie können, das Kind ist gleich da, Sie schaffen das usw. usf.

    Um kurz vor halb Drei wuchten mich meine drei Helfer erneut auf den Rücken. Die spinnen ja wohl! Alles, nur das nicht! Liegen ist Krieg!

    „Jetzt!“, schreit mich die Ärztin an. „Los, Frau M., drei Presswehen!“

    Ich höre sie und alles andere nur noch gedämpft.

    Mein Mann drückt mir den Kopf nach vorn, die Frauen drücken mir die Knie an den Leib, und ich gebe alles, was ich habe. Pressen bis zum Gehtnichtmehr. Spätestens jetzt müssen mir die Augen aus dem Kopf ploppen – oder ein Kuckuck aus der Stirn.

    Stattdessen fühle ich, wie Zoes Schädel sich nach draußen kämpft.

    „Der Kopf ist da!“, ruft die Ärztin.

    Und plötzlich folgen die Schultern, und der ganze Rest, ich sehe die Tränen in den Augen meines Mannes und kurz darauf Zoe, die hochgehalten wird und sich lauthals beschwert.

    „Punkt 2:30 Uhr“, sagt die Hebamme. „Herzlichen Glückwunsch!“

    Auf einmal sind die Schmerzen weg. Mir zittern die Beine. Wir bedanken uns, ich darf Zoe gleich halten und könnte weinen vor Erleichterung und Glück. Sie verliert wie ihre große Schwester keine Zeit, sondern schiebt sich gleich an mir hoch und sucht.

    Als sie gewogen und gemessen wird, pfeift die Hebamme durch die Zähne. „4445 Gramm, 55 cm.“

    „Wir können keine Elfen“, grinst mein Mann.

    Letztlich muss ich noch gute zweieinhalb Stunden im Kreißsaal bleiben. Die Plazenta ist nicht vollständig, ich bekomme eine Curettage und werde anschließend genäht – alle alten Risse sind wieder aufgegangen. Es sind unangenehme zweieinhalb Stunden, und ich bin sehr müde.

    Aber es ist mir so egal.

    Zoe liegt auf meiner Brust, welche bessere Ablenkung könnte es geben? Hebamme, Ärztin, mein Mann und ich quatschen miteinander, und zwischendrin fällt uns auf, dass mein Mann eigentlich – wie bei Lisa – unter der Austreibung draußen warten sollte. Dazu ist es nicht gekommen. Wie mit der PDA.

    Zoe hat offenbar so ihre eigenen Pläne mit uns.

    Eins wird mir während dieser zweieinhalb Stunden auch noch klar: Ich höre die Frau nebenan nicht mehr. Ich traue mich, nachzufragen. Es war tatsächlich die Iranerin. Sie hat zehn Minuten vor mir entbunden.

    • Upvote 1
  5. Aber da wird meist weiter gequatscht oder gesagt "es dauert doch nicht lange", hatten wir erst gestern mit Jasmin. Was man eigentlich alles falsch machen kann.... *seufz*

    Ich weiß nicht, ob ihr da wirklich konkret was falsch gemacht habt - sie diskutiert eben (und ist offensichtlich nicht auf den Kopf gefallen :abiggrin:)...

    Und wenn ihr ihr sagt 'Wir quatschen Dir/euch doch auch nicht rein'? Bei Lisa zieht sowas (noch).

  6. Stimme dem zu, was Bibbi schreibt. Wenn Lisa (3 3/4) dazwischenquatscht oder sonstwie meint, sie müsse in unpassenden Momenten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, machen wir es genauso wie von ihr beschrieben.

    Zum Ausgleich bemühe ich mich dann, Lisa wirklich meine volle Aufmerksamkeit zu schenken, wenn wir reden, unterwegs sind oder spielen. Beim gemeinsamen Essen fragen wir sie auch immer gezielt, was sie erlebt hat, oder sprechen sie auf Dinge an, die sie im Moment interessieren, oder wir versuchen, sie möglichst auch in unsere Gespräche einzubinden ('Weisst Du, der Papa hat einen Kollegen, der heißt soundso und macht dies und das...' z.B.).

    Kann mir natürlich vorstellen, dass das ab mehr als einem Kind eine Herausforderung wird - das sehen wir hier ja auch bald... oO

    Lisa hatte neulich zwei, drei unruhige Nächte am Stück, in deren Verlauf sie (nachdem anfangs wirklich was war, nämlich schlecht geträumt) m. E. testen wollte, wie oft ich antanze. Bin dann beim dritten Rufen relativ pampig geworden und habe ihr leise, aber 'streng' klar gemacht, dass wir alle unseren Schlaf brauchen (zum Wachsen, wegen schwanger und wegen Arbeit) und dass ich ihre Spielzeit tagsüber leider beschneiden muss, wenn sie nachts nicht richtig schläft. Hat funktioniert - zumindest für dieses Mal.

    Ich wünsche euch, dass der Knoten ganz bald platzt! :>

    LG

  7. Lisa hat seit einem Dreivierteljahr auch nur etwa 500-700 Gramm zugenommen. Im Moment wächst sie offenbar nur in die Höhe.

    (Sie wiegt 17 Kilo auf 103 cm.) Essen tut sie auch eher spärlich. (Optisch kommt sie allerdings stämmig rüber aufgrund ihrer Schulterbreite, ihrer Backen und ihrer Beinchen, der Rest ist schlank.)

    Morgens: halbe Scheibe Brot mit Käse oder Wurst, paar Schlückchen Milch

    Zwischendurch: Früchteriegel

    Mittags: z.B. ein kleines Würstchen und sechs, sieben kleine Stücke Kartoffeln, paar Löffel Obstmus

    Zwischendurch: kleiner Schokoriegel oder Keks oder paar Smarties oder Weingummi (15 Uhr ist bei uns 'Naschzeit', ansonsten gibt es eigentlich keine Süßigkeiten)

    Abends: halber Kinderteller Nudeln oder paar Löffel Reis mit Gemüse oder paar Stückchen Fleisch mit Kartoffeln

    Die Mengen sind wirklich gering, manchmal will sie auch fast gar nichts essen, lehnt sogar die Süßigkeiten ab. Trinken tut sie teilweise sehr viel (Wasser oder Apfelschorle im Verhältnis Saft-Wasser 1 zu drei), gelegentlich bis zu 1,5 Liter am Tag.

    Vielleicht sind diese Spatzenessphasen ja normal. Ich lasse sie, bestehe aber auf Brot, Milch/Käse, Nudeln (Reis, Kartoffeln), Gemüse und Obst, wenigstens in geringen Mengen.

    LG, Spitfire

  8. Lisa (3,5) hat bis ca. zu ihrem dritten Geburtstag nur Trauben und Erdbeeren gegessen. Dann sah sie in dem von ihr heiß geliebten Film 'Babies', wie eine kleine Amerikanerin eine Banane verputzt - seitdem ging auch Banane. Und dann gingen plötzlich Kirschen und Birnen und Mandarinen.

    Insgesamt gehört sie aber nach wie vor nicht zu den Experimentierfreudigen. Ihre Freundin verzehrt u.a. rohes Fleisch (wenn Mama nicht aufpasst), Oliven, Sauerteig, ungekochte Nudeln, fingerspitzenweise Salz, löffelweise Senf usw. Seufz.

  9. Bei mir wurde er bei Lisa ein paar Tage nach hinten korrigiert - aber erst, als Hebamme und Ärztin sie unmittelbar nach der Geburt (Einleitung wegen angeblicher Übertragung) sahen, Madame war nämlich kein bisschen faltig und noch voller Käseschmiere (aber schon 55 cm, 4230 g, KU 38 cm (aua), insofern gut, dass wir sie rausgeschmissen haben oO).

  10. Wir machen alles allein. Meine Mutter packt, wenn sie mal da ist (4-6 mal pro Jahr), gern mit an und kümmert sich rührend um Lisa, aber die Großeltern sind eigentlich samt und sonders zu weit weg (teilweise in Südamerika und den USA).

  11. Herrlicher Thread :abiggrin:

    Bei uns sieht es folgendermaßen aus: Herr Spitfire ist Alleinverdiener, ich bin daheim und werde es - da erneut schwanger - vorerst auch noch bleiben. Daher finde ich's eigentlich völlig in Ordnung, dass ich den Haushalt schmeiße. Er kocht allerdings ausschließlich (und dreimal so schnell und wesentlich besser als ich); den Wocheneinkauf machen wir gemeinsam, da bin ich wohl ziemlich verwöhnt. (Mal abgesehen davon, dass ich die Schlachtfelder in der Küche zu beseitigen habe. Hust.)

    Ansonsten kümmert er sich um fast alles Technische (PCs, Reparaturen), die Finanzen und den Ämterkram, sofern ich ihm nicht etwas abnehmen kann, da ich tagsüber eben Zeit habe.

    Was Lisa angeht, ist er der Bilderbuch-Kuschel-, Rauf- und Spiel-Papa, der aber, wenn wir irgendwohin aufbrechen, nie daran denken würde, mal zu gucken, ob Madame noch Wasser in der Trinkflasche, eine Windel zum Wechseln oder Snacks dabei hat, das muss ich schon machen, sonst verhungerdurstet das vollgepinkelte Kind uns unterwegs :abiggrin:

    Im Haushalt haben wir verschiedene Herangehensweisen. Wenn er mal etwas macht, braucht er doppelt so viel Zeit, macht es aber - zugegebenerweise - auch gründlicher *pfeif*.

    Schreibtische nebeneinander oder auch nur im selben Raum würden in Mord und Totschlag enden. Dieser Mann besitzt drei Schubladenschränke und einen großen Beistellschrank, die er noch nie entmistet hat, die infolgedessen natürlich überquellen (woraufhin dann gelegentlich ein neuer Schrank gekauft wird x_X), sodass vier Fünftel seines Tisches unter einer bis zu vierzig Zentimeter hohen Gebirgslandschaft aus Briefen, Postkarten, Werbung, Gitarrenzubehör, Büchern, DVDs, Kabeln, Schachteln und Stiften verschwinden - irgendwo darin verschollen der Terminplaner (!) (*Lachanfall*), den ich ihm mal schenkte, als ich noch jünger und naiv war.

    Insgesamt ist alles gut so, wie es ist. Ich liebe ihn abgöttisch :abiggrin:

    /edit: Huhu heissi :wave:

  12. Moin Sabbel,

    mit einer vergleichbaren Situation kann ich zwar nicht dienen, weil Lisa (3 J. 3 M.) noch nicht in den Kindergarten geht, aber sie verstummt bei Fremden sehr häufig (sogar bei einer meiner besten Freundinnen, die sie wöchentlich mindestens einmal sieht). Sie spricht ansonsten ausgezeichnet; das flüssigere Sprechen hat bei ihr etwa mit 2,5 Jahren angefangen. Und übrigens trägt sie noch rund um die Uhr eine Windel. Ich kann mir vorstellen, dass man im Kindergarten/in der Kita diesen 'Vergleichsdruck' erlebt, aber lass Dich nicht verrückt machen. Wenn Dein Sohn anscheinend gern dorthin geht, wird er sicherlich auch mehr sprechen, sobald er das Sprechen an sich flüssiger beherrscht. (Eine befreundete Kinderärztin sagte einmal zu mir, es gebe z.B. durchaus Kinder, denen ihre eigene gefühlte Unsicherheit bei verschiedenen Dingen bewusst und gewissermaßen 'unangenehm' sei - locker seien die dann eben eher bei ihren direkten Bezugspersonen.)

    Gruß, Spitfire

  13. Hatten wir mit Lisa auch alles durch :abiggrin:

    Du könntest - als letztes Manöver - ein kleines Loch in den Schlafsack schnippeln, umnähen, damit es nicht aufribbelt, und den Zipper dann mit einem Stück Schnur festbinden. Klingt bescheuert, oder? Wir mussten es so machen, Lisa war die Schlafsackaufpfriemelkönigin, und vom umgedrehten Schlafsack hat sie Scheuerstellen im Nacken bekommen (Reißverschluss). :arolleyes:

  14. Bei Lisa sah das in dem Alter recht ähnlich aus (vielleicht eine oder zwei Flaschen weniger, wenn ich mich richtig erinnere). Sie hat vom 6. Monat an die 1er-Milch bekommen und nie etwas anderes. 230 ml hat sie erst später geschafft, da war es dann die letzte verbliebene Abendflasche.

    Fressraupenphasen sind wohl ziemlich normal. Ich hab' hier Fotos aus der Zeit, da ist sie auf einem richtig spack, hat dicke Bollerärmchen, eine Buddhaplauze und Speckbeinchen, und auf einem anderen (nur einen Monat später) ist sie total schlank, also ging das Zeug ja offenbar irgendwohin :abiggrin:

    Mit Gemüse kannst Du, denke ich, wenig falsch machen. Im Obst ist eben Zucker.

    Wenn das Gewicht passt, brauchst Du Dir bestimmt keine großen Gedanken zu machen.

    LG, Spit

  15. Hallo Celicia,

    ich habe Deine Geschichte auch eben erst entdeckt.

    Bei Lisa hatte ich nach neun Tagen (wahrscheinlich, weil ich ihren Bedarf, ihr Stillverhalten usw. noch nicht abschätzen konnte und daher zu lange am Stück gestillt habe - und sie hatte ja sooo einen Hunger, und ich hatte ja sooo viel Munition) so wunde Brustwarzen, dass mir beim Stillen echt die Tränen gekommen sind. Aus der linken Brustwarze hatte sich ein Stück abgelöst, da war ein richtiges Loch drin. Kind mit Blut im Mund, Mutter heulend auf dem Sofa. :ugly:

    Dann hat mir meine Hebamme - nachdem wir allerhand anderes ausprobiert hatten - Stillhütchen empfohlen. Klappte wunderbar. Nach anderthalb Monaten habe ich sie dann weggelassen, und konnte fortan ohne Probleme stillen.

    Ich freue mich riesig für Dich mit. Toll, dass es geklappt hat! Natürlich darfst Du stolz auf Dich sein. Aber hallo.

    LG, Spitfire

  16. Hallo Muse,

    Lisa kam zehn Tage nach dem errechneten Termin zur Welt, ebenfalls mit Einleitung. So wie ich selbst schon und mein Mann auch. Alles Trödler hier *g*.

    Mich hat die dauernde Fragerei seitens der Familie und guter Freunde auch genervt; wir sind dann irgendwann nur noch in den 'engsten' Fällen (unsere Eltern) ans Telefon gegangen :abiggrin:

    Meine Einleitung war insgesamt überhaupt nicht wild, es war eine schöne Geburt. Wenn Du magst, kannst Du meinen Bericht hier nachlesen.

    Die Wehen waren heftig, ja, aber ich hatte eine PDA und habe Lisa letztlich quatschend und entspannt zur Welt gebracht.

    Wenn Du Deinen Zwerg erstmal im Arm hältst, ist alle vorherige Warterei vergessen, bestimmt. Vielleicht kann man es auch so sehen: lieber Warterei als z.B. das Liegen, das manche Mütter wochen- oder sogar monatelang absolvieren müssen, weil die Kinder es so eilig haben. Die Zuspätkommer sind auf jeden Fall 'reifgeschossen' (Lisa war eine richtige kleine Wuchtbrumme). Ist doch auch was wert.

    Lenk Dich ab, so gut Du kannst, schau Dir Filme an, lass Dich verwöhnen... vielleicht liegt irgendwo gute Musik herum, ein Tagebuch, Fotos zum Sortieren?

    Ich wünsche Dir noch ein bisschen Geduld und alles Liebe.

    Gruß, Spit

  17. Rapido, ich kann Dich echt gut verstehen, motz Dich einfach aus.

    Lisa (26 M.) hatte letzte Woche so ein paar Tage, wo ich sie am liebsten unangespitzt in den Boden gehauen hätte. Zu allem 'Ne!' oder 'Nein!' (Wickeln, Anziehen, Ausziehen, in die Wohnung kommen), Rumgewerfe von Spielsachen, Aufstampfen (richtige Wutanfälle hat sie glücklicherweise kaum), und abends das Gemecker im Bett. An einem Tag war ich wirklich so weit, dass ich mich mit Tränen in den Augen für eine Zigarette draußen auf die Terrasse stellen musste, um das Kind nicht anzubrüllen.

    Das waren fast nur noch Ketten unangenehmer Momente und dauerndes Gerangel, es ging mir schlicht an die Nerven.

    Momentan ist sie wieder besser aufgelegt.

    Ich weiß nicht, ob das was für Dich/euch ist, aber bei diesen typischen Verweigerungssituationen (Wickeln, Essen, Umkleiden) hat mir ein Buch, das mir eine Freundin lieh, geholfen. 'Kinder lernen aus den Folgen' heißt das, glaube ich. Da wird geraten, nicht zu schimpfen, sondern die Kinder - natürlich im Rahmen des Vernünftigen - über direktes Erleben die Konsequenzen ihrer Handlungen erfahren zu lassen.

    Beispiel: Macht Lisa beim Essen Terz, kommt sie nach ein paar Ermahnungen runter vom Stuhl. Mein Mann und ich essen weiter. Dann steht sie ganz bedröppelt da, und wenn wir sie fragen: "Möchtest Du mit uns essen?", geht es meistens viel ruhiger weiter.

    Beispiel: Macht sie beim Wickeln einen Aufstand, stelle ich Madame eben mit heruntergelassener Hose und blankem Hintern auf den Boden. Kann sie nicht leiden. Dann klappt es plötzlich ganz fix wieder.

    (Jedenfalls im Moment noch *hüstel*)

    Usw.

    Dass mich hier niemand falsch versteht: Natürlich wende ich das nur in allerletzter Konsequenz an, wenn Reden, Gemeinsam-Machen, Ablenken o.Ä. nicht mehr fruchten.

    Ich wünsche Dir jedenfalls gute Nerven, liebe Rapido. Du bist nicht allein.

    Drücker,

    Spit :>

  18. Hallo Rapido :>

    Lisa (26 Monate) ist bisher immer problemlos ins Bett gegangen und auch allein eingeschlafen - seit etwa einer Woche allerdings steht sie dann nochmal auf und ruft weinend/jammernd nach mir ("Mama Arm!"). Das kam für mich ziemlich überraschend.

    Ich weiß nicht, was sie hat (Ängste? Oder möchte sie das 'ausprobieren'?), aber ich mache es momentan so, dass ich dann noch mal reingehe, mit ihr kuschle und rede. Das muss ich stets zwei- oder dreimal machen, danach ist es gut.

    Soweit der Stand der Dinge hier.

    Ich weiß auch nicht hundertprozentig, ob ich das hier richtig mache *g*. Wir werden sehen.

    Interessanterweise geht dieser Stolperstein beim Schlafengehen mit einer deutlichen... äh... ich nenne es mal 'Ambivalenzphase' bei unserer jungen Dame einher: Einerseits ist sie auf den eigenen Kopf bedacht (Trotzphase lässt grüßen), andererseits empfinde ich sie dann plötzlich wieder als sehr anhänglich.

    Euch und Dir jedenfalls wünsche ich ein bald wieder leichteres Einschlafen (und uns auch, wir sind diesbezüglich vielleicht auch etwas verwöhnt).

    LG, Spit

    /edit: Ach so, bezüglich Schnuffeltuch o.Ä.: Lisa hat den ihr angebotenen Teddy wieder aus dem Bett geworfen (der Arme *g*): "Bär nis Bett slafe, Bär Cosy slafe'. Jetzt sitzt der Teddy wieder - wie immer - im Maxi Cosy.

  19. Im Hinblick auf die Missstände in anderen Weltecken ist der Internationale Frauentag absolut notwendig.

    Gerade weil es uns hier, wie SanJoHan bereits geschrieben hat, ziemlich gut geht, können Frauen anderswo davon profitieren. Denn dass wir überhaupt die Gelegenheit dazu haben, über unsere Rolle nachzudenken, verdanken wir der Vorarbeit voriger Generationen, unserem Wohlstand, unserer Bildung und unserem einigermaßen fortschrittlichen und gut organisierten Land.

    Frauen in anderen Situationen würden sich sicher dieselben Gedanken machen (können) wie wir, oder noch bessere Gedanken - da sie vorherrschende Missstände am eigenen Leib erfahren -, aber wer durch z.B. Armut, Krieg, Verfolgung, mangelnde gesellschaftliche Ausweichmöglichkeiten, Krankheit, fehlende Chancen sich zu organisieren etc. 'abgelenkt' ist, hat gar nicht die Zeit, sich um Änderungen zu kümmern. Jedenfalls in der Regel nicht.

    Ein gegenteiliges Beispiel existiert in einigen afrikanischen Ländern, in denen Frauen sich mit Hilfe von außen allmählich in Gruppen zusammentun, um ihren Widerstand gegen Beschneidungen publik zu machen. Solche Projekte können von hier aus unterstützt werden. Hilfe zur Selbsthilfe.

    Ich denke, dass Frauen eine Änderung der Gesellschaft zu ihren Gunsten selbst in der Hand haben bzw. sie selbst in die Hand nehmen müssen (im Idealfall natürlich in Zusammenarbeit mit den Männern). Das lässt sich nicht von außen aufzwingen. Umdenken braucht Zeit. Darum dauert es wahrscheinlich auch so lange.

    Wir profitieren von Jahrzehnten des Kampfes für mehr Gleichberechtigung - von einer kulturellen und gesellschaftlichen Revolution, die erfolgen konnte, weil die nötigen Voraussetzungen da waren: Bildungs- und Medienzugang, Frieden, Möglichkeiten zur Selbstorganisation.

    Bis zur tatsächlichen Gleichberechtigung ist es aber auch hier noch ein Stück Weg. Wie schon erwähnt wurde, müssen z.B. Gehälter angeglichen werden. Auch eine modernere Familienpolitik und mehr Betreuungsplätze fehlen noch.

    Und wie es in den Köpfen aussieht -?

    Ich denke, dass wir Frauen untereinander (sicher teils zu Recht) so scharf hinschauen, was die jeweils Andere macht, ist ein Zeichen dafür, dass wir die Basis wirklicher Gleichberechtigung noch nicht erreicht haben. Solange den Frauen, die zu heftig um die Balance zwischen Kindern und Job kämpfen müssen, eine Vorreiterposition quasi aufgezwungen wird, werden sie sich immer mit denen, die zuhause bleiben oder mit denen, die auf Kinder verzichten, vergleichen.

    Egal wie tolerant wir uns stellen, es gibt sie: Die (eigentlich unsinnige) Diskussion darum, was wertvoller ist, die Arbeit oder die Kinder.

    Um auf Geschlechterrollen zu kommen: Auch für Männer gibt es im strengsten Sinne ja keine Gleichberechtigung. Hausmänner haben nicht nur die (oft) selben Probleme mit dem Arbeitswiedereinstieg wie Frauen - ich glaube zudem kaum, dass unter den meisten Männern das 'Daheimbleiben mit Kind(ern)' besonders hoch in der Achtung steht.

    Hausmänner sind weiterhin eher Exoten. Genauso wie Frauen in Führungspositionen.

    Ich finde, hinsichtlich der Gleichberechtigung in den Köpfen gibt das zu denken.

    Jo, soweit meine Gedanken zum Weltfrauentag. Ich hab's einfach mal unsortiert hingeschrieben. (Und ich habe den Thread auch gerade erst entdeckt.)

    LG, Spitfire

  20. Ein kleiner Kumpel von Lisa erbricht sich manchmal auch, wenn er eine Erkältung hat. Die Mutter dachte zuerst, nun käme noch Magen-Darm hinzu, aber es lag/liegt wohl am verschleimten Hals.

    Vielleicht ist es bei Deiner Motte ja ähnlich, ~Keks~?

    Gute Besserung jedenfalls :>

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